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Grosses Sm'Aesch Pfeffingen-Kino in Bacau

Paul Ulli 07.02.2018

Nach dem sensationellen 3:1-Sieg im Rückspiel des CEV Challenge Cup gegen Stiinta Bacau steht Sm'Aesch Pfeffingen im Viertelfinale und trifft dort auf Olympiacos Piräus. Von Paul Ulli, Bacau

Eine Motivationsspritze der besonderen Art erhielten die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen bereits am Vorabend des Rückspiels im rumänischen Bacau. Zeitgleich mit dem Training der Baselbieterinnen besiegte Olympiakos Piräus auswärts überraschend Targoviste mit 3:1-Sätzen, nachdem das Heimspiel in Griechenland im Tie-Break mit 3:2 an die Rumäninnen gegangen war. Damit lockte im Falle einer Qualifikation der Baselbieterinnen für die Viertelfinals eine Reise in Richtung Athen und nicht schon wieder in die rumänische Provinz.

Doch dies war vor der entscheidenden Partie in der Region Moldau für die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer nur Zukunftsmusik. Zuerst musste die unnötige Heimniederlage (2:3) wettgemacht werden. Der Game-Plan stand, nun war es an den Spielerinnen um Capitaine Tess von Piekartz das Ganze in Taten umzusetzen.

 

Zu zaghafter Beginn von Sm'Aesch Pfeffingen

Der Start in dieses Spiel gelang dann den Gästen aber gar nicht nach Wunsch. Statt wie vom Trainer vorgegeben «voll vorwärts» zu spielen, agierten Maja Storck und auch Nicole Walch bei ihren Angriffen zu zögerlich und scheiterten am guten Block der Rumäninnen. Praktisch während dem ganzen ersten Satz musste man deshalb einem zwei bis drei Punkte-Rückstand hinterherrennen. Dies änderte sich erst gegen Ende des Startsatzes, als Sm'Aesch erstmals die Führung an sich reissen konnte (18:17). Danach wurde die Halle zum Hexenkessel. Schiedsrichter und Linienrichter übertrafen sich in Entscheiden gegen das Gast-Team. Doch die Mannschaft um Routinier Anu Ennok liess sich nicht beirren und mit einem sensationell und überraschend rückwärts geschlagenen Ball von Jazmine White holte sie sich die Satzführung.

Auch im zweiten Durchgang stand die Partie resultatmässig immer auf des Messers Schneide (17:17/22:21) und die weiterhin nahezu unglaublichen Pfiffe der Referees nahmen kein Ende. Am Schluss ging dieser Satz zum Ausgleich an die Rumäninnen.


Die Spannung war kaum mehr zu überbieten

Nach diesem Satzausgleich zog Sm'Aesch-Trainer Vollmer ein Ass aus dem Aermel und brachte für die nicht auf Touren kommende Storck Livia Zaugg ins Spiel. Und dieser Wechsel zeigte Wirkung. Die Zürcherin fand sofort ins Spiel und riss ihre Teamkolleginnen mit, was sich in einer 17:11-Führung wiederspiegelte. Doch das enthusiastische Publikum holte seine Mannschaft nochmals ins Spiel zurück (23:20). Den vierten Satzball verwertete dann Madlaina Matter endlich im gegnerischen Feld.

Jetzt stand die Heim-Mannschaft von Trainer Florin Grapa ziemlich unter Druck. Beim ersten Matchball für das Birstal Kombinat (24:21) zeigten die Gastgeberinnen nochmals ihr ganzes Defensivkönnen und kamen bis auf 24:23 heran, doch Ennok behielt die Nerven und liess mit ihrem letzten Punkt in dieser engen Partie ihre Mannschaft jubeln.

«Es war ein unglaublich enges Spiel mit fürchterlichen Ref-Entscheiden. Trotzdem haben wir die Ruhe bewahrt und am Ende unser Ziel erreicht» sagte Vollmer sehr zufrieden. Strahlen konnte auch sein Joker Zaugg: «Ich habe gemacht, was ich machen musste. Natürlich ist keine gerne «nur» Auswechselspielerin. Aber in unserem kleinen Team ist jede Akteurin wichtig».

Stiinta Bacau – Sm'Aesch Pfeffingen 1:3 Sätze: 26:28, 25:23, 23:25, 23:25 Sala Sporturilor. – 710 Zuschauer. – SR Todorov (Bulgarien)/Valentar (Slowenien)

Bacau: Sipos, Rogojinaru, Kapelovis, Albu (Libera), Cazacu, Filipas, Lupa, Rado, Fales, Ciucu (Libera), Dancu, Ciocian.

Sm'Aesch Pfeffingen : von Piekartz, Matter, Storck, Walch, Ennok, White, Pogany (Libera); Zaugg, Werfeli, Visentin.