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Sm'Aesch Pfeffingen - mit stark verändertem Kader in die kommende Saison

Josef Zindel 10.05.2018

Noch ist die vergangene NLA-Saison von Sm'Aesch Pfeffingen mit den vier packenden Finalspielen gegen Volero Zürich in bester Erinnerung – und schon stehen die Clubverantwortlichen mitten in den Vorbereitungen für die kommende Meisterschaft 2018/19. Die werden, das steht bereits jetzt fest, die Baselbieterinnen wie im Vorjahr mit Cheftrainer Andi Vollmer, aber mit einem stark veränderten Kader bestreiten. Aus dem Team des Vize-Meisters der letzten Saison sind nur noch Madlaina Matter, Lea Werfeli und Livia Zaugg dabei. Umgekehrt stehen als Zuzüge bereits fünf neue Spielerinnen fest.  

Mit nur zehn Kaderspielerinnen und dem neuen Head Coach Andi Vollmer hat Sm’Aesch Pfeffingen in den vergangenen Monaten zwischen Oktober 2017 und April 2018 die stärkste Saison in der Vereinsgeschichte gespielt, auch wenn letzten Endes die absolute Krönung gegen den bisherigen Serienmeister Volero Zürich sehr knapp ausgeblieben ist. Doch nicht nur die Resultate allein waren in der Summe positiv, sondern insbesondere die Leistungen des Teams in ganzen vielen Spielen auf nationaler wie internationaler Bühne.  

Gleichwohl wird Sm'Aesch Pfeffingen in der Mitte Oktober beginnenden Saison 2018/19 ein stark verändertes Gesicht haben. Sieben der zehn Kaderspielerinnen der vergangenen Meisterschaft werden aus verschiedenen Gründen nicht mehr dabei sein. Gleichwohl heisst das nicht, dass das Baselbieter Ensemble deswegen nicht mit weiterhin ambitionierten Zielen an die künftigen Aufgaben herangehen wird. Vielmehr sind die Vereinsleitung mit Präsident Werner Schmid, den Verwaltungsräten Bernhard Heusler und Marc Troxler sowie Trainer Andi Vollmer derzeit intensiv dabei, das Kader der nahen Zukunft, das aus zwölf Spielerinnen bestehen soll, zusammen zu stellen.   

 

Die Neuen  

Bereits nach der ersten Mai-Woche liegen die Vertragsunterschriften folgender fünf neuen Spielerinnen vor.  

 

Dora Grozer. Die 23jährige deutsche Aussenangreiferin kommt aus der Bundesliga vom letztjährigen Cupfinalist VC Wiesbaden nach Aesch und ist gewiss der Zuzug mit dem «grössten» Namen. Den verdankt sie selbstverständlich in erster Linie ihren eigenen Leistungen, die sie bis in die deutsche Nationalmannschaft brachten. Dazu trägt sie einen Namen einer der bekanntesten deutschen Volleyball-Familien: Ihr Vater Georg Grozer senior galt in den Achtziger- und Neunzigerjahren mit dem bezeichnenden Spitznamen «Hammer-Schorsch» als einer der weltbesten Volleyballspieler. Und ihr Bruder Georg Grozer junior ist einer der erfolgreichsten deutschen Spieler der Gegenwart.  

Als Jugendspielerin war Dora Grozer beim Moerser SC, beim 1. VV Kamp-Litfort, beim VC Essen-Borbeck, beim USC Münster, dem TV Gladbeck und den Ladies in black Aachen aktiv. Sm'Aesch ist der erste ausländische Verein ihrer bisherigen Karriere.  

Gabriele Schottroff. Die 21jährige Mittelblockerin Gabriele Schottroff wechselt nicht mit ihrem letzten Arbeitgeber Volero Zürich in die französische Liga, sondern stösst neu vom Serienmeister zu Sm'Aesch. Die Schweizer Nationalspielerin war 2016 aus Luzern zu Volero gestossen und hat beim Zürcher Spitzenverein in den beiden letzten Saisons regelmässig einen der beiden, den Schweizer Spielerinnen vorbehaltenen, Plätze in der Stammsechs eingenommen.    

Solenn Fabien. Von Edelline Köniz, dem Verein, der sich im Frühjahr 2018 zum Rückzug aus dem Profisport entscheiden musste, stösst die Französin Solenn Fabien zum Team von Andi Vollmer. Die vergangene Saison hatte sie, von Köniz freigestellt, ab März mit Franches-Montagnes beendet. Zuvor war die Aussenangreiferin, die am 6. Juni 20jährig wird, für Genève und Neuchâtel UC aktiv gewesen.  

Anika Schwörer. Die erst 17jährige Anika Schwörer kommt aus Möhlin und spielte zuletzt gleichzeitig für Volley Schönenwerd, mit dem sie soeben von der 1. Liga in die NLB aufgestiegen ist, sowie parallel dazu in der 2. Liga mit Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten. Sie besucht die Sportklasse an der Alten Kantonsschule Aarau. Bei Sm'Aesch wird das Nachwuchstalent zunächst mit der ersten Mannschaft trainieren und als Aussenangreiferin mit dem Erstliga-Team Spielpraxis sammeln.  

Livia Saladin. Die 15jährige Livia Saladin ist ein Eigengewächs. Sie trat 2010 im Alter von 7 Jahren Sm'Aesch Pfeffingen bei und wird den gleichen Weg wie Anika Schwörer gehen. Sie wird als Libera vorerst in der Erstliga-Mannschaft des Vereins spielen, aber mit dem NLA-Team trainieren. Im vergangenen Jahr war Livia Saladin, die nur wenige Fussminuten von der Löhrenackerhalle bei ihren Eltern in Aesch lebt, zur «Most valuable U15-Spielerin» an der Schweizer Nachwuchsmeisterschaft gewählt worden.    

 

Abgänge  

Mit weiteren Spielerinnen, darunter drei Ausländerinnen, ist die Clubleitung derzeit im Gespräch, zumal es gilt, wichtige Leistungsträgerinnen der letzten Erfolgssaison zu ersetzen. Von denen wagt die letztjährige Topskorerin Maja Storck den nächsten Schritt. Sie unterschrieb bei Bundesligist Ladies in Black Aachen. Passeuse Tess von Piekartz hat sich entschlossen, ihre Karriere zu pausieren, Nicole Walch kehrt in die USA zurück, die Estin Anu Ennok und die Kanadierin Jazmine White sind derzeit bei anderen Vereinen in Verhandlung, genauso wie die Deutsche Anna Pogany, die es zurück in die Bundesliga zieht. Noch offen ist auch die Zukunft von Elisa Visentin.  

Sobald weitere Verträge verbindlich in trockenen Tüchern sind, wird Sm'Aesch die interessierte Öffentlichkeit wieder informieren.  

Sm'Aesch Pfeffingen heisst die neuen Spielerinnen mit viel Vorfreude bereits jetzt herzlich willkommen. Umgekehrt bedanken sich Verein und Fans bei den scheidenden Spielerinnen für ihr grosses Engagement und wünschen ihnen für die sportliche und private Zukunft das Beste.

Josef Zindel