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Der Cupfinal-Gegner machte Sm'Aesch zu schaffen

Paul Ulli 02.03.2019

Im letzten Heimspiel der Qualifikationsrunde besiegt Sm'Aesch Pfeffingen mit Neuchâtel UC seinen Gegner im Cupfinal vom 30. März mit einem harterkämpften 3:1. Von Paul Ulli

Aesch. Ein Start nach Mass sieht definitiv anders aus. Beim ersten technischen Time-Out lagen die Gastgeberinnen mit 3:8 in Rücklage. Doch Head-Coach Andreas Vollmer nutzte die Besprechungsminute und weckte seine Akteurinnen. Es waren in dieser Phase vor allem die Oesterreicherin Monika Chrtianska und Topskorerin Dora Grozer, welche die guten Zuspiele von Tess von Piekartz in Punkte umwandelten. So verwandelte sich der eingehandelte Rückstand auch auf der Resultattafel sichtbar in einen 22:16-Vorsprung. Der Rest bis zum Satzgewinn war dann reine Formsache und bereits der erste Satzball wurde souverän verwertet.

Auch im zweiten Satz liefen die Baselbieterinnen von Beginn an einem drei bis sechs Punkte-Rückstand hinterher. Doch diesmal blieb eine Reaktion des Heimteams bis zum überraschend deutlichen Satzausgleich aus. Irgendwie fehlte den Sm'Aesch-Spielerinnen der Biss und der Power. Beim Service zu lasch und auch bei den Angriffen über die Aussenpositionen zu durchsichtig, konnten die Neuenburgerinnen auch das Spiel von der wegen Krankheit nie richtig auf Touren kommenden Mittelblockerin Madlaina Matter und ihren Teamkolleginnen immer wieder «lesen». Zwar hatte man die US-Amerikanerin Kyra Holt meist gut im Griff, doch deren beide Landsfrauen Tia Scambray und Marteene Bettendorf liessen die Sm'Aesch-Defensive immer wieder schlecht aussehen.

 

Energischer aus der Pause

Schon die Körpersprache bei den Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen liess nach der kurzen Pause Gutes, respektive Besseres erahnen. Nach einem Spielstand von 10:7 war man guter Hoffnung den Gegner endlich im Griff zu haben. Doch weit gefehlt. Die Fehlerquelle bei der Annahme und bei den Angriffen stieg plötzlich wieder rapid an und die Neuenburgerinnen lagen ohne viel Aufwand mit 18:15 voran. In einer unglaublich spannenden Schlussphase behielt der Leader dann aber die Nerven und Passeuse von Piekartz brachte den Ball nach einer sensationellen Rettungsaktion mitten in den Zuschauern noch gewinnbringend im gegnerischen Feld unter (25:23).

Diesen emotionalen Schwung nahm das Vollmer-Team mit in den vierten Durchgang und schien bei einem gleichmässigen Vorsprung von drei Punkten dem Sieg entgegenzueilen. Doch der aktuelle Tabellenvierte zeigte weiterhin enorme Gegenwehr und glich nochmals aus (14:14). Mit einem unwiderstehlichen Endspurt holte sich Sm'Aesch Pfeffingen in einer kurzen Satzverlängerung (26:24) den wichtigen Drei-Punkte-Sieg und verteidigte mit dem von Topskorerin Grozer verwerteten Matchball die Tabellenführung. «Das ist halt Frauen-Volleyball. Nach ein paar schönen Punkten kann ein Fehler kommen. Doch ich glaube für die Zuschauer war es ein sehr unterhaltsames und spannendes Spiel» sagte nach der Partie Chrtianska mit einem Schmunzeln auf den Lippen.     

 

Sm'Aesch Pfeffingen – Neuchâtel UC  3:1
Sätze: 25:19, 13:25, 25:23, 26:24

Löhrenacker. – 450 Zuschauer. – SR Wiederkehr/Jungen

Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Schottroff, Chrtianska, Matter, Tupac (Libera), Grozer, Ventura; Maeder, Werfeli, Zaugg, Saladin.

NUC: Halter, Holt, Dalliard (Libera), S. Trösch, Girard, Scambray, Bettendorf; Pierret, Lengweiler, Staffelbach. Bemerkungen: Sm'Aesch Pfeffingen ohne Fabien und Schwörer (verletzt). NUC ohne Suriano, Petitat, Wigger und C. Trösch (abwesend).