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NLA: Verloren zwar, aber trotzdem Verbleib auf dem 4. Rang der Qualifikationsrunde

bz - Paul Ulli 09.11.2014

Die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen verlieren gegen Cheseaux in einem Spiel über fünf Sätze unnötig mit 2:3. Von Paul Ulli

Die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen verlieren auch ihr zweites Heimspiel und verpassen damit den Sprung in die Verfolgergruppe von Leader Volero Zürich. In einer lange Zeit spannenden und ausgeglichenen Partie holten sich die vor allem stark verteidigenden Gäste aus Cheseaux beim glücklichen 3:2-Sieg über ein nicht wirklich souverän auftretendes Sm’Aesch Pfeffingen überraschend zwei Punkte.

Vor der Partie gegen die Waadtländerinnen hatte man das Gefühl, dass bei Sm’Aesch Pfeffingen alles etwas anders als in der vergangenen, völlig verkorksten Saison sei. Die zum Teil sehr jungen Sm’Aesch-Spielerinnen machten ihre Sache in den ersten Meisterschaftsspielen gut und bei den Angriffen wurde konsequent der Punkt gesucht. Vor allem Topskorerin Gergana Dimitrova und Captain Kerley Becker erfreuen sich einer guten Form. Die 18-jährige Angreiferin und ihre zehn Jahre ältere Teamkollegin verwerteten auch in der h Partie die Zuspiele ihrer Passeuse Jovana Gogic gegen die mit Ex-Sm’Aesch-Spielerin Sandra Stocker angetretenen Waadtländerinnen anfangs nach Belieben.

Guter Start für das Heimteam

Nach einem veritablen Blitzstart, Gogic servierte bis zum 5:0, kam der Sm’Aesch-Express zwar etwas ins Stocken, doch beim Rückstand im zweiten technischen Time-Out (15:16) schalteten die Gastgeberinnen sofort einen Gang höher und zogen dank guter Blockarbeit und einigen wichtigen Punkten von Dimitrova mit 21:16 davon.

Der Rest in diesem Startsatz war dann Formsache und Becker blockte zum Satzgewinn. Doch diese Satzführung hatte beim Heimteam eher eine blockierende Wirkung und die ausgeglichen und kämpferisch agierenden Gäste lagen im zweiten Satz unerwartet mit 15:9 in Front.

Sm’Aesch-Trainer Timo Lippuner reagierte und brachte für die nach ihrer Verletzung erstmals, aber schwach, spielende Mira Todorova das Eigengewächs Madlaina Matter. Doch der Wechsel kam zu spät und Cheseaux rettete sich zum Satzausgleich. Auch nach der kurzen Pause konnte das Baselbieter Kombinat seine sichtliche Verunsicherung nicht ablegen und lag mit 13:16 arg in Rücklage.

Doch Teamleaderin Becker legte zusammen mit Dimitrova den Schalter im richtigen Moment um und der Satz ging am Ende doch noch relativ deutlich an Sm’Aesch. Jetzt schien der Weg zu den drei Punkten geebnet, doch genau in diesem Moment kam die als abgehakt gedachte letztjährige Saison in die Köpfe zurück und machte den nicht übermächtigen Gegner stark.

Der Einbruch zum Schluss

Cheseaux kämpfte bravourös, liess nicht locker, nutzte die Fehler des Heimteams rigoros aus und spielte sich ins Tiebreak. In diesem Griff Lippuner in die Trickkiste und brachte für die stark abbauende Tschopp die erst 16-jährige Maja Storck, doch auch dieser Schachzug brachte nicht den erwarteten Effekt und die Gäste nahmen glücklich, aber nicht unverdient zwei Punkte mit nach Hause.