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NLA: Kanti Schaffhausen-Sm'Aesch Pfeffingen: 3:2 (26:24, 17:25, 25:20, 23:25, 16:14)

Paul Ulli (bz) und Thomas Wirz (BaZ) 01.12.2014

Niederlage mit Punktgewinn für Sm'Aesch Pfeffingen - von Paul Ulli
Das mit acht Ausländerinnen aus sieben verschiedenen Nationen (Dänemark, USA, Grossbritannien, Slowakei, Tschechien und Italien) sowie der ehemaligen Sm'Aesch-Pfeffingen-Angreiferin und Schweizer Nationalspielerin Laura Sirucek angetretene Heimteam konnte diese enge Partie im Tiebreak und in extremis zu den eigenen Gunsten entscheiden. Nach dem knapp verloren Startsatz kamen die Gäste aus dem Baselbiet im zweiten Durchgang dank deutlich verbesserter Blockarbeit endlich besser ins Spiel und glichen satzmässig aus. Und dies obwohl Sm'Aesch-Topskorerin Gergana Dimitrova einen ganz schlechten Tag einzog. Die Statistik mit 16 Punkten und 12 Fehlern spricht eine deutliche Sprache. «Das ist der Preis, den wir mit unseren sehr jungen Spielerinnen halt manchmal zahlen müssen», sagte Head-Coach Timo Lippuner nach dem Spiel.
Nati-Spielerin brillierte
Für die schwächelnde Bulgarin sprang Nationalspielerin Laura Künzler in die Bresche und war mit 22 Winnern klar beste Spielerin auf dem Platz. Unterstützt wurde sie dabei von «einer guten Bank», wie der Trainer sagte. «Immer wenn Laura Tschopp und Madlaina Matter ins Spiel kamen, konnten wir die eingefangenen Rückstände wieder aufholen.» Im Tiebreak des fünften Satzes lag Sm’Aesch zwischenzeitlich mit 5:10 und 9:12 in Rücklage, konnte aber immer wieder reagieren. Typisch dann leider die Situation beim Spielstand von 14:13 für die Schaffhauserinnen: Ausgleich für Sm'Aesch Pfeffingen dank einem Ass und dann der vorentscheidende Servicefehler zum 14:15. Mit einem glücklichen Aufschlag machten die Gastgeberinnen schliesslich den Sack zu und jubelten über zwei Punkte. «Hätte man mir den Punkt gegen die starken Ostschweizerinnen vor dem Spiel angeboten, hätte ich ihn wohl genommen», zeigte sich Trainer Lippuner trotz der unglücklichen Niederlage zufrieden.
Kampf um Playoff
Nach dem überraschenden 3:1-Auswärtserfolg von Neuchâtel UC bei Volley Köniz wird es nach sieben Qualifikationsrunden auf den Plätzen vier bis sieben immer enger. Cheseaux, Neuchâtel, Kanti Schaffhausen und Sm’Aesch Pfeffingen haben allesamt elf Punkte auf dem Konto und kämpfen hinter Volero, Franches Montagnes und Köniz um noch drei weitere Playoff-Plätze.

Im Tie-Break Nerven gezeigt: Sm'Aesch Pfeffingen verliert in Schaffhausen knapp mit 2:3 - von Thomas Wirz
Da, wo die Volleyballerinnen von Sm’Aesch-Pfeffingen in den letzten Vergleichen oft mit 0:3 den Kürzeren gezogen hatten, standen sie gestern ganz dicht vor einem Überraschungserfolg. Weil sie nach grossem Kampf im Tie-Break beim Stand von 14:14 aber doch Nerven zeigten, verloren sie in der Schaffhauser BBC-Arena gegen Kanti hauchdünn mit 2:3 (24:26, 25:17, 20:25, 25:23, 14:16). Und holten gegen den Konkurrenten im Kampf um einen Finalrundenplatz nur einen statt der möglichen zwei Punkte.
Weil sich das Team von Trainer Timo Lippuner gegenüber der 1:3-Heimniederlage gegen Franches-Montagnes deutlich steigern konnte und zudem in Laura Künzler (22 direkte Punkte!) die beste Spielerin auf dem Feld stellte, war der Sm’Aesch-Coach vom Auftritt seiner Spielerinnen trotz der Niederlage angetan: «Wir haben gezeigt, dass wir gegen eine Spitzen- equipe wie Kanti auf Augenhöhe sind.»
Sm’Aesch Pfeffingen ist durch die wahrlich unnötige Niederlage aber von Rang 4 auf 6 zurückgefallen und braucht in der nächsten Partie gegen Düdingen einen Sieg, um sich in der Spitzengruppe halten zu können.