> Zurück

NLA: Sm'Aesch Pfeffingen-Volero Zürich: 1:3 (25:23, 21:25, 13:25, 21:25)

Pascal Del Negro - bz 14.12.2014

Sm'Aesch Pfeffingen startete furios, die Baselbieterinnen gingen gleich mit 5:0 in Führung. Sie setzten Volero kontinuierlich unter Druck, diese liessen ihre Klasse nur selten aufblitzen. Vor allem die 18-jährige Laura Künzler überzeugte auf Seiten von Sm'Aesch Pfeffingen. Von Passeuse Jovana Gogic hervorragend in Szene gesetzt, buchte die Jung-Nationalspielerin Punkt um Punkt für das Heimteam. Sm'Aesch Pfeffingen -Coach Timo Lippuner meinte nach dem Spiel: «Laura hat gegenüber dem Saisonstart grosse Fortschritte gemacht. Auch heute zeigte sie eine gute Leistung, obwohl sie in gewissen Situationen nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat.» Dass Sm'Aesch Pfeffingen den ersten Satz für sich entscheiden konnte, glich eigentlich schon fast einer Sensation. Satzgewinn als Ritterschlag
Denn die Vorzeichen waren eigentlich klar. Auf der einen Seite war da Sm'Aesch Pfeffingen, der Fünftplatzierte der NLA. Ein sehr junges Team mit einem Durchschnittsalter von nicht einmal 21 Jahren. Auf der anderen Seite stand Volero Zürich – Dominator des Schweizer Volleyballs in den letzten Jahren, zuletzt fünfmal Meister in Serie. Vor dem Spiel in Aesch hatten die Zürcherinnen in ihren zehn Saisonspielen gerade einmal drei Sätze abgegeben. Doch im ersten Satz kamen die Zürcherinnen noch nicht richtig auf Touren. Vor allem am Service verschenkten sie viele Punkte, im Angriff lief es auch noch nicht wie gewünscht. Doch der Satzverlust wirkte wie ein Weckruf. Ab dem zweiten Satz konnten sie sich steigern, spielten phasenweise wunderbares Volleyball.
Ein Trio über 1,90 m
Vor allem im dritten Satz gerieten die Baselbieterinnen unter die Räder, Volero holte sich den Satz gleich mit 25:12. Lippuner sieht den Grund dafür vor allem im Blockspiel der Zürcherinnen: «Zeitweise hatten sie drei Spielerinnen vorne am Netz, die über 1,90 Meter gross sind – da wurde es für uns sehr schwierig, zu punkten.» Grundsätzlich darf man in Aesch mit dem Spiel aber zufrieden sein. «Klar, wenn man gegen Volero einen Satz gewinnen kann, ist man zufrieden. Wir haben seit dem Saisonstart ein paar Schritte in die richtige Richtung gemacht.» Weiter geht es nun am 20. Dezember zu Hause gegen Neuchâtel UC. Wenn Sm'Aesch Pfeffingen da an die Leistung gegen Voléro anknüpft, ist vieles möglich.