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NLA: Volley Köniz-Sm'Aesch Pfeffingen: 3:0 (25:21, 25:22, 25:20)

Thomas Wirz - BaZ 21.12.2014

Sm'Aesch Pfeffingen bleibt auf Playoff-Kurs
Ein Sieg und eine Niederlage vor der Weihnachtspause für die Volleyballerinnen
Aus Sicht von Sm'Aesch Pfeffingen verlief die Nationalliga-A-Doppelrunde des Wochenendes so, wie man sie hatte erwarten können. Dem hart erkämpften 3:2-Heimsieg über Neuchâtel UC folgte keine 24 Stunden später die 0:3-Niederlage bei Volley Köniz.
Die zweitplatzierten Bernerinnen, die am Vorabend Volero Zürich 1:3 unterlagen, waren gestern wie schon beim Hinspiel in Aesch nicht eine Klasse besser, stellten insgesamt aber das deutlich abgeklärtere Team. Sm'Aesch Pfeffingen machte zwar in jedem Durchgang über 20 Punkte, besass aber nur im zweiten Abschnitt eine reale Chance zum Satzgewinn. Da lagen die Birstalerinnen mit 18:14 voran, doch das Verwalten von Führungen zählt gewiss (noch) nicht zu den Stärken der jungen Mannschaft.
Wie tags zuvor gegen Neuchâtel kassierte sie eine Negativserie, die Köniz acht Punkte in Folge und die Vorentscheidung in Durchgang zwei brachte. Sm'Aesch Pfeffingen-Headcoach Timo Lippuner reagierte und liess im dritten Satz drei seiner vier Ausländerinnen (Gergana Dimitrova, Lucija Mlinar und Mira Todorova) auf der Bank. Auch dank der gross auftrumpfenden Maja Storck, dem erst 16-jährigen Talent, gelang mit acht Punkten in einem Satz nur ein Punkt weniger als zuvor Todorova und Mlinar zusammen in zwei Sätzen hielt der Gast im dritten Akt bis zum 18:18 wiederum gut mit, doch die entscheidenden Punkte gingen dann erneut an die Heimequipe.
Leicht verärgert war Lippuner nach der ersten 0:3-Niederlage der Saison nicht wegen des Resultats, sondern der Einstellung einiger weniger Spielerinnen: «Dinge in der Matchvorbereitung haben mir nicht gefallen. Ich habe das vor Spielbeginn kurz angesprochen und werde dies vor Ferienbeginn am Mittwoch nochmals besprechen.»
Dass trotz des leisen Misstons das Zwischenfazit für die Baselbieterinnen zur Weihnachtspause positiv ausfällt, dafür hatten sie in der wichtigeren der beiden Wochenendpartien am Samstag gesorgt. Nach dem 3:1-Saisonstarterfolg bei Neuchâtel UC gewannen sie gegen das nationale Spitzenteam auch vor eigenem Anhang. Bis der knappe 3:2-Sieg sichergestellt war, brauchte es in einem spannenden Duell viel Geduld und noch mehr Nerven. Nachdem Sm'Aesch Pfeffingen den unnötig eingehandelten 0:1-Satzrückstand in einen 2:1-Vorsprung verwandelt hatte, war es trotz des Totalausfalls von Hauptangreiferin Gergana Dimitrova (die Bulgarin erwischte einen ganz schwachen Tag und blieb nach dem ersten Abschnitt auf der Bank) auf bestem Weg, den 3:1-Sieg des Hinspiels zu wiederholen. Die Mannschaft fand in Durchgang vier endlich die vorher vermisste Linie und erarbeitete sich eine komfortable 19:12- und 21:14-Führung. Die Neuenburgerinnen kämpften sich zwar wieder heran, doch bei 23:20 und 24:22 schien der so wichtige Drei-Punkte-Sieg dann so gut wie sicher.
Weil die Birstalerinnen aber ausgerechnet jetzt Nerven zeigten, ging Durchgang vier mit 26:24 an den Gast. Der gab das verfrühte Weihnachtsgeschenk im Tie-Break dann aber umgehend zurück und so stand es am Ende 3:2. Dank dem ersten Meisterschafts-Heimsieg dieser Saison bleiben die Baselbieterinnen trotz der Niederlage in Köniz auf Finalrunden-Kurs. Allerdings konnte der VBC Cheseaux als Hauptkonkurrent um einen Playoffplatz nicht weiter distanziert werden. Die Waadtländerinnen sind weiterhin mit nur einem Punkt Rückstand hinter Sm'Aesch Pfeffingen auf Platz sieben.