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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - Volley Düdingen: 3:0 (25:17, 20:25, 25:12, 25:20) - Für die Finalrunde qualifiziert! - Laura Künzler zurzeit Topscorerin der NLA

Jürg Müller / Thomas Wirz 02.02.2015

17. Runde (Sonntag):
Franches-Montagnes - Köniz 1:3 (16:25, 17:25, 25:20, 19:25). Aesch-Pfeffingen - Düdingen 3:1 (25:17, 20:25, 25:12, 25:20). FC Luzern - Volero Zürich 0:3 (27:29, 23:25, 20:25). Kanti Schaffhausen - Cheseaux 3:1 (25.21, 25:18, 23:25, 25:17). Neuchâtel UC - Toggenburg 3:0 (25:14, 27:25, 25:13).

Rangliste:
1. Volero Zürich 17/51 (51:6)
2. Köniz 17/42 (45:14)
3. Sm'Aesch-Pfeffingen 17/30 (37:28)
4. Franches-Montagnes 16/28 (35:26)
5. Neuchâtel UC 17/28 (34:30)
6. Kanti Schaffhausen 17/25 (30:30)
7. Düdingen 16/22 (26:30)
8. Cheseaux 17/22 (32:37)
9. FC Luzern 17/4 (8:48)
10. Toggenburg 17/0 (2:51)

Sm'Aesch Pfeffingen in den Playoffs
Von Thomas Wirz - BaZ
Mit zwei Heimsiegen sichern sich die Birstaler Volleyballerinnen den Finalrundenplatz.
Der zweite Matchball ist der Richtige! Gergana Dimitrova bringt beim Stand von 2:1-Sätzen und 24:20 im vierten Satz den Pass von Jovana Gogic longline zu Boden, was den de­finitiven Einzug in die Finalrunde bedeutet. Das Publikum erhebt sich und bedankt sich bei den Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen mit langanhaltendem Applaus. Derweil spielen sich auf dem Feld Jubelszenen ab. Dimitrova und Gogic springen so ausgelassen drei, vier Mal aneinander hoch, als wären sie eben Weltmeisterinnen geworden.
Die überschäumende Freude nach dem 3:1-Sieg (25:17, 20:25, 25:12, 25:20) über Playoff-Mitkonkurrent Volley Düdingen ist nur zu verständlich. Mit unschöner Regelmässigkeit scheiterte das Birstaler Kombinat in den letzten Jahren letztlich nur knapp an der Hürde Finalrunde. Dass es im fünften Anlauf in Folge nun geklappt hat und die regionale Volleyball-Nummer eins jetzt schon eine Runde vor Schluss des Qualifikationsprogramms als Playoff-Teilnehmer feststeht, ist so gesehen nichts als verdient.
Wie souverän die Mannschaft von Headcoach Timo Lippuner nach teilweise schwierigen Wochen die entscheidenden drei Partien innert nur fünf Tagen nun bewältigt hat, muss als verblüffend bezeichnet werden. 3:0 gegen Luzern, 3:0 am Samstag gegen das nationale Spitzenteam Kanti Schaffhausen und 3:1 gestern gegen Düdingen – mit den maximal möglichen neun Punkten im Kampf um einen Finalrundenplatz hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet.
Die Steigerung im richtigen Moment ist vor allem zwei Faktoren zu verdanken. Einerseits hat es Frauen-Nationalcoach Lippuner verstanden, sein Team für die drei kapitalen Heimspiele sowohl taktisch wie mental richtig einzustellen. Andererseits vermochten sich insbesondere die drei Ausländerinnen Gogic, Dimitrova und Mira Todorova deutlich zu steigern. Spielführerin Gogic etwa trug in der Wochenend-Doppelrunde mit mehreren erfolgreichen Serviceserien viel zu den beiden Siegen über die Playoff-Rivalen Kanti und Düdingen bei. Und die beiden Bulgarinnen waren im Vergleich zu mehreren sehr bescheidenen Vorrunden-Auftritten zuletzt fast nicht mehr zu erkennen. Beiden zusammen gelangen gegen ein keineswegs enttäuschendes Düdingen 33 direkte Punkte.
Mentale Stärken
Im Duell mit den Freiburgerinnen demonstrierte die sehr junge Sm'Aesch Pfeffingen-Equipe zudem erstaunliche mentale Qualitäten. Nachdem der Gast die Sätze ausgleichen konnte und der definitive Playoff-Einzug wieder gefährdet war, zauberten die Gastgeberinnen den wohl stärksten Satz der bisherigen Saison aufs Feld. Und auch nach dem sehr deutlichen 25:12 blieben sie im nochmals umkämpften vierten Durchgang höchst konzentriert, bis sie letztlich Grund zum Jubeln hatten.
Im vermutlich wichtigsten Saisonspiel hatten die Baselbieterinnen 24 Stunden zuvor einen ebenfalls aus­gezeichneten Auftritt hingelegt. An­gesichts des völlig missratenen Spiel­beginns kam das letztlich klare 3:0 allerdings einem kleinen Wunder gleich. Das Team aus der Munotstadt liess vorerst nicht erkennen, dass es nach sechs ­Niederlagen in Folge in der Krise ist. Beim Stand von 20:13 und 24:20 für Kanti schien klar, dass die Heimequipe den psychologisch so wichtigen Start­abschnitt abgeben würde.
Doch es kam anders. Die überragende Dimitrova legte eine starke Serviceserie hin und wehrte die vier Satzbälle fast im Alleingang ab, so- dass aus dem 20:24 ein 27:25 für Sm'Aesch Pfeffingen wurde. In der Folge wurde das Spiel für die Gastgeberinnen gar zum veritablen Steigerungslauf. Im zweiten Durchgang (25:13) gelang fast alles und nach der Pause blieben sie bis zum 25:20 im dritten Akt die tonangebende Mannschaft.