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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen-Sagres NUC: 1:3 (25:18, 23:25, 21:25, 22:25) Stand 1:1 Entscheidungsspiel am Sonntag in Neuchâtel

Paul Ulli 11.04.2015

Sm'Aesch Pfeffingen verliert gegen Neuchâtel und braucht das dritte Spiel
Es war alles angerichtet für die erste Meisterschaftsmedaille für Sm'Aesch Pfeffingen nach zehn Jahren Nationalliga A-Zugehörigkeit. Doch mit der 1:3-Niederlage gegen Neuchâtel UC wurde die Entscheidung um den dritten Platz vertagt.
Von Paul Ulli
Das erste Spiel der Playoff-Serie hatte Sm'Aesch Pfeffingen gegen den Favoriten Neuchâtel UC in einem regelrechten Krimi auswärts gewonnen und damit die Möglichkeit, im Heimspiel mit einem weiteren Sieg alles klar machen zu können. Doch die zu jungen Gastgeberinnen konnten die Chance nicht packen und müssen morgen in Neuenburg nochmals antreten. Zwar lief es im Startsatz für das Heimteam noch ausgezeichnet. Vor allem die bulgarische Aussenangreiferin Gergana Dimitrova stellte die Weichen in Richtung Satzgewinn für die Baselbieterinnen.
Nicht nur im Angriff wusste die 19-Jährige zu glänzen, auch ihre Aufschläge brachten dem Team von Head-Coach Timo Lippuner einige wichtige Punkte. Da sich auch Topskorerin Laura Künzler zu Beginn in guter Tagesform zeigte, konnte das Heimteam auf einen zwischenzeitlich eingehandelten 9:11-Rückstand reagieren und nach der vorentscheidenden 21:17-Führung, auch dank einer grossartig verteidigenden Libera Thays Deprati, den Satz letztendlich relativ locker nach Hause spielen.
Auch der zweite Satz wogte auf und ab. Sm'Aesch Pfeffingen reagierte diesmal auf einen 7:11-Rückstand und legte seinerseits mit 17:14 vor. Doch die Neuenburgerinnen, mit Topskorerin Kathleen Luft und der routinierten, 191 cm grossen Mandy Wigger, steigerten sich und konnten satzmässig ausgleichen. Nach der zehnminütigen Pause änderte sich nichts am Spielgeschehen. Die beiden Teams spielten weiter auf Augenhöhe und schenkten sich nichts.
Fehlende Erfahrung
Beim Spielstand von 9:8 griff NUC-Trainer Silvan Zindel ins Geschehen ein und monierte ein Netzübergreifen, doch mehr als die gelbe Karte und eine aufgeheizte Stimmung bei den über 500 Volleyball-Fans, brachte dieses Reklamieren nicht ein. Im Gegenteil: Das Team um Sm'Aesch Pfeffingen-Capitaine Kerley Becker fand wieder besser in die Partie und lag mit 16:13 in Front.
Doch genau in diesen Phasen fehlte dem, mit einem Durchschnittsalter von nur 21,2 Jahren, angetretenen Heimteam die Abgeklärtheit. Zu viele Annahme- und Servicefehler brachten den Gästen die Satzführung. Um noch ins Tie-Break zu kommen, zog Trainer Lippuner den letzten Joker und liess seine Mannschaft aufstellungsmässig genau gleich wie in den erfolgreichen Sätzen in Neuenburg zum vierten Durchgang antreten.
Doch die erst 16-jährige Maja Storck erwischte einen rabenschwarzen Abend. Ihre ersten vier Angriffsversuche misslangen und die jetzt cleverer agierenden Gäste lagen schnell mit 13:9 voraus. In der Folge profitierten die Neuenburgerinnen von Göttin Fortuna, die beim Spielstand von 20:20 ihr Füllhorn über die Gäste ausleerte. Netzroller, unglückliche Angriffe und einige diskussionswürdige Schiedsrichterentscheide verwiesen Sm'Aesch Pfeffingen auf die Verliererstrasse, sodass eine dritte Partie, morgen Sonntag um 17.30 in Neuchâtel, nötig wurde.