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Sm'Aesch Pfeffingen - VBC Cheseaux 3:2 (25:23, 23:25, 25:19, 22:25, 15:10)

Müller Jürg 19.10.2015

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/index.php?id=ranking_1282_9109

Ein Zittersieg zum Saisonauftakt
NLA: Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen schlagen Cheseaux knapp mit 3:2 Von Thomas Wirz, Basler Zeitung

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Volleyballerinnen von Sm’Aesch-Pfeffingen gleich zum Saisonstart verrichten mussten. Gegen einen starken VBC Cheseaux brauchten sie zweieinhalb Stunden und fünf Sätze, um sich letztlich doch verdient mit 3:2 (25:23, 23:25, 25:19, 22:25, 15:10) durchzusetzen. Trotz des resultatmässig nur knappen Auftaktsiegs durften die 400 Fans mit dem ersten Auftritt der Sm’Aesch Pfeffingen-Ausgabe 2015/2016 zufrieden sein.
Nach einem desaströsen Beginn und einem 1:7-Rückstand nach drei Minuten zeigte die Heimequipe Moral und vermochte rasch zu reagieren. Nachdem sie bis zum zweiten technischen Time-Out bis auf 14:16 herangekommen war, dauerte es aber noch bis zum Stand von 23:22, ehe die Birstalerinnen eine erste Saisonführung bewerkstelligten und den Startsatz mit 25:23 ins Trockene brachten. Nach einem ebenfalls ausgeglichenen zweiten Durchgang, der aber mit dem gleichen Resultat an die Waadtländerinnen ging, steigerte sich Sm’Aesch Pfeffingen nach der Pause klar und dominierte nun den Gast so, wie man sich das beim Gastgeber eigentlich erhofft hatte.
Unnötige Verlängerung
Als das Team von Headcoach Timo Lippuner in Abschnitt vier mit 16:12 in Führung lag, schien die jederzeit unterhaltsame und phasenweise auf gutem Niveau stehende Partie schon so gut wie entschieden. Weil Cheseaux indes keinen Ball verloren gab und zumindest defensiv zu überzeugen wusste, wurde aus dem 16:12 ein 18:18, worauf das favorisierte Baselbieter Kombinat für kurze Zeit völlig den Faden verlor und den Satzausgleich hinnehmen musste. Im Tie-Break-Entscheidungssatz waren zumindest die Offensivkräfte Anu Ennok, Kerley Becker und Maja Storck wieder voll da und verhinderten eine Startniederlage, die so bitter wie unnötig gewesen wäre. Womit Sm’Aesch Pfeffingen zum Schluss doch wenigstens zwei der drei budgetierten Punkte holte.
«Es war ein typisches Saison-Startspiel. Cheseaux hat ausgezeichnet dagegen gehalten, was meine Spielerinnen sichtlich nervös gemacht hat. Wir müssen aber lernen, auch bei klarer Führung aggressiv zu bleiben und den Gegner nicht wieder ins Spiel zurückkommen zu lassen», zeigte sich Nationaltrainer Lippuner nach der nervenaufreibenden Partie nur teilweise zufrieden. Es sei aber ganz wichtig gewesen, am Schluss doch als Sieger das Feld zu verlassen. Juniorin Storck führte den bloss knappen Sieg gegen den letztjährigen Meisterschaftssiebten auf eine gewisse Startnervosität zurück: «Nach der langen Vorbereitung und dem Wissen, dass man in einigen Testspielen hervorragend aufgespielt hat, will man es vor eigenem Publikum besonders gut machen und ist dann prompt etwas verkrampft.» Schon im nächsten und zweiten Meisterschaftsspiel gegen das nationale Überteam Volero Zürich am Samstag werden die Baselbieterinnen nichts zu verlieren haben und zumindest befreiter aufspielen können.