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Challenge Cup: Sm'Aesch Pfeffingen- Logrono: 3:1 (18:25, 25:13, 25:15, 25:15)

Müller Jürg 26.11.2015

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch-Pfeffingen haben in der zweiten Runde des Challenge Cup, dem dritthöchsten Europacup-Wettbewerb, auch das Rückspiel gegen den spanischen Vertreter Logroño gewonnen. Nach dem 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel setzten sich die Baselbieterinnen vor heimischem Publikum mit 3:1 durch und erreichen damit die Sechzehntelfinals. Dort trifft das Team von Timo Lippuner Mitte Dezember auf Hämeenlinna aus Finnland, das im zweitklassigen CEV-Cup an Köniz gescheitert war. (Sportinformation Si AG, Zürich)

Sm'Aesch Pfeffingen gelingt auch der zweite Exploit
Die Birstalerinnen gewinnen das Rückspiel gegen Logroño und schreiben Europacup-Geschichte
Von Thomas Wirz_BaZ
Der Jubel war ohrenbetäubend, nachdem Jekaterina Stepanova den Matchball zum 3:1-Heimsieg verwandelt hatte und damit sämtliche Dämme in der vollbesetzten Halle brachen. Die Sm'Aesch Pfeffingen-Spielerinnen lagen sich in den Armen, derweil die 920 Zuschauer frenetisch applaudierten. Nachdem die Baselbieterinnen schon das Hinspiel im Baskenland mit 3:2 für sich entschieden hatten, bedeutete das 3:1 den ersten grösseren Europacuperfolg für den Verein – und gleichzeitig den Einzug in die dritte Runde des Challenge-Cups.
Bis es so weit war, brauchte es aber einen zweiten hervorragenden Auftritt des Birstaler Kombinats. Den eindeutig besseren Start erwischten zunächst die Gäste. Sie schlugen ausgezeichnet auf, womit Sm'Aesch Pfeffingen sein gewohntes Spiel nicht aufziehen konnte und den ersten Abschnitt mit 18:25 abgeben musste. In Durchgang zwei änderte sich das Spiel dann komplett. Nach einer Fünfpunkte-Serviceserie von Passeuse Rosane Maggioni führte das Heimteam mit 11:4 und spielte bis zum 25:13-Satzgewinn völlig befreit auf. Auch im dritten Akt blieb das Team von Headcoach Timo Lippuner am Drücker: Nicht zuletzt dank einer Steigerung der beiden Mittespielerinnen Kerley Becker und Barbara Duarte sowie einer weiterhin glänzend disponierten Maja Storck führte das Team durchgehend mit mehreren Punkten und ging mit 2:1-Sätzen in Führung.
Nicht viel Zeit zum Feiern
Der vierte Durchgang verlief lange ausgeglichen, ehe die erst 17-jährige Storck mit fünf Servicepunkten in Folge für die Vorentscheidung sorgte. Förmlich getragen vom Publikum gewannen die Gastgeberinnen dann auch die letzten Punkte des Spiels bis zum 25:15-Satz- und Matchgewinn. Womit sie nichts Geringeres geschafft hatten, als die aktuell stärkste spanische Frauenequipe aus dem Europacup zu werfen.
«Ich bin stolz. Es war auch im Rückspiel eine famose Leistung meines Teams», meinte Cheftrainer Lippuner nach dem Spiel zufrieden. Derweil seine Offensivleaderin Anu Ennok strahlend ergänzte: «Nach dem schwierigen ersten Satz haben wir gut reagiert und dann kaum mehr Schwächen gezeigt.»
Viel Zeit zum Feiern haben die Aescherinnen jedoch nicht. Sonntag steht das wichtige Spiel beim Playoff-Mitkonkurrenten Franches-Montagnes an. Drei Tage später folgt die Partie bei Volley Köniz. Und das Hinspiel der dritten Challenge-Cuprunde gegen die Finninnen von HPK Hämeenlinna findet dann schon am 9. Dezember im Löhrenacker in Aesch statt.

Sm'Aesch Pfeffingen schafft die Sensation Volleyball
Nach einem holprigen Beginn steigert sich Sm'Aesch Pfeffingen und schafft dank dem 3:1-Heimsieg gegen die Spanierinnen von NaturHouse Ciudad de Logrono den Sprung in die nächste Europa-Cup-Runde.
Von Paul Ulli
Nach dem mit 3:2-im Tie-Break gewonnenen Hinspiel in Nordspanien war die Ausgangslage für das junge Sm'Aesch Pfeffingen-Team ausgezeichnet im CEV Challenge Cup eine Runde weiter zu kommen. Dass der spanische Double-Gewinner aber etwas gegen dieses Szenario einzuwenden hatte war ebenso klar. So wunderte es keinen der fast tausend Zuschauer in der Aescher Löhrenackerhalle, dass die Spanierinnen sehr konzentriert und aggressiv in die Partie gingen. Vor allem beim Service und am Block waren die Gäste im Startsatz klar überlegen. Weil vor allem Nationalspielerin Amelia Portero und Iva Pejkovic ihre Angriffe meist erfolgreich abschlossen, ging dieser erste Satz diskussionslos an NaturHouse Ciudad de Logrono.

Nach diesem kleinen Dämpfer schien aber die sicher vorhandene Nervosität beim Heimteam wie weggeblasen. Eine jetzt stark servierende und ihre Teamkolleginnen Maja Storck und Jekatarina Stepanova immer wieder gut lancierende Passeuse Rosane Maggioni drehten den Spiess um und liessen den Nordspanierinnen in diesem Durchgang kaum einen Stich. Der letzte Punkt zum klaren 25:13 war bezeichnenderweise ein Ass von Maggioni.

Diesen Schwung nahmen die Sm’Aesch-Spielerinnen mit in den dritten Satz und lagen dank den sich jetzt gewaltig steigernden Anu Ennok und Barbara Duarte schnell mit 6:1 in Front. Doch die Gäste liessen nicht locker, kämpften um jeden Ball und kamen bis auf 7:6 heran. Es war dann vor allem die erneut sensationell aufspielende erst 17-jährige Maja Storck, die Sm’Aesch wieder in die Spur „smashte“.

Nach diesem mit 25:15 gewonnenen Satz und der damit verbundenen 2:1-Führung fehlte der Mannschaft von Head-Coach Timo Lippuner nur noch ein Satzgewinn zum Einzug in die nächste Europa-Cup-Runde. Aber genau dieser Umstand lähmte das kurz vor dem Ziel stehende Gastgeberteam erneut und Logrono lag prompt mit 7:3 in Führung. Doch wieder war es Storck mit ihren unglaublich harten und präzisen Angriffen und in der Mitte Capitaine Kerley Becker welche die Baselbieterinnen nicht nur zurückbrachten, sondern dank dem letztlich klaren 25:15 und dem 3:1-Sieg nach Sätzen in die nächste Runde schossen.

„Wir wussten nach dem schwachen Start, dass wir es besser können und konnten in der Folge vor allem als Team brillieren“ sagte eine völlig verschwitzte und glückliche, mit 18 Punkten klar beste Skorerin dieses intensiven Volleyballspieles, Maja Storck nach dem grossen Erfolg.