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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen-Volley Top Luzern: 3:1 (25:17, 25:22, 23:25, 25:15)

Paul Ulli 06.12.2015

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/index.php?id=ranking_1282_9109

Drei Punkte mit kleinem Umweg
Sm'Aesch Pfeffingen gewinnt die Hauptprobe vor dem Europacup-Heimspiel gegen Hämeenlinna vom kommenden Mittwoch mit 3:1.
Von Paul Ulli

Vier Tage vor dem nächsten Europa-Cup-Höhepunkt waren die Fronten beim Heimspiel von Sm'Aesch Pfeffingen gegen Volley Top Luzern klar bezogen. Mit einem klaren Sieg gegen den Achtplatzierten aus der Innerschweiz konnten die Gastgeberinnen die Vorrunde der Qualifikation mit 18 Punkten aus neun Spielen in der Verfolgergruppe abschliessen. Die Baselbieterinnen starteten rasant in diese Partie und zeigten vor allem am Block ihre Qualitäten. Madlaina Matter gelangen im Startsatz vier Blockpunkte. Doch auch im Angriff wusste die 19-jährige Mittelblockerin zu gefallen. Zusammen mit der starken Lettin Jekatarina Stepanova und der wie meist in den letzten Spielen zuverlässigen Topskorerin Maja Storck entschied das Birstaler-Kombinat diesen Satz mit 25:17 relativ deutlich zu seinen Gunsten. Neben der tschechischen Topskorerin Leona Neumannova hatten die Gäste in dieser Phase nur eine gefährliche Angriffswaffe, nämlich die unberechenbaren Services von Esther Rohrer.
Der zweite Satz hatte dann in etwa den gleichen resultatmässigen Verlauf. Auch die Protagonistinnen blieben die gleichen. Ausser dass jetzt auf Seiten des Heimteams auch Barbara Duarte ihre Angriffe erfolgreich abschliessen konnte und das Heimteam mit einem 2:0-Satzvorsprung in die Pause ging.
Nach diesem Vorsprung schlichen sich aber im dritten Durchgang einige Flüchtigkeitsfehler ein. Vor allem bei den Aufschlägen patzten die Spielerinnen von Head-Coach Timo Lippuner in ungewohntem Ausmass. Vier Servicefehler in Folge (!) brachte den Luzernerinnen nicht nur eine doch eher überraschende Führung ein (18:20), sondern gleich auch den Satzgewinn.
Dies gefiel dem Trainer gar nicht und er gab seinen Spielerinnen kurz den Tarif durch. Und diese setzten seine Worte sogleich in Taten um und lagen schnell mit 16:9 in Führung. In dieser Phase war auch der Sm'Aesch Pfeffingen -Block wieder eine Bank und Storck und Duarte teilten sich nach dem letzten Ballwechsel mit je 19 Punkten den Titel der besten Skorerin des Spiels.
Die geschonte Capitaine Kerley Becker sah den Sieg von der Bank aus und hatte einen etwas zwiespältigen Eindruck: "Es fehlten irgendwie die Emotionen und einige meiner Teamkolleginnen wirkten etwas müde und ausgelaugt."