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Sm'Aesch Pfeffingen qualifiziert sich für den 1/8 Final im CEV Challenge Cup: HPK Hämeenlinna-Sm'Aesch Pfeffingen 3:1 (25:16, 21:25, 25:19, 26:24) Golden Set:12:15

Paul Ulli 15.12.2015

Sm'Aesch Pfeffingen verliert im CEV Challenge Cup zwar auswärts gegen Hämeenlinna mit 1:3, qualifiziert sich aber dank eines 15:12 im Golden Set für die im Januar anstehenden Achtelfinals.
Von Paul Ulli, Hämeenlinna (Finnland)

Es waren vor allem optisch spezielle Bedingungen welche die Volleyballspielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen im hohen Norden vorfanden. Tagesanbruch so gegen 10.00 Uhr und ab 14.30 schon wieder einsetzende Dämmerung. Und diese speziellen Voraussetzungen im finnischen Provinzstädtchen Hämeenlinna hatten offensichtlich grossen Einfluss auf die Leistung des Teams von Trainer Timo Lippuner.

Nach dem klar gewonnenen Hinspiel in Aesch gingen die Baselbieterinnen als Favoritinnen in diese entscheidende Partie, doch spätestens nach dem 0:1-Satzrückstand war eine Reaktion dringend nötig. Zu viele Annahmefehler, ungenaue Zuspiele von Passeuse Rosane Maggioni und auf der anderen Seite Finninnen praktisch ohne Fehl und Tadel, standen am Ursprung dieser negativen Situation.

Zudem waren auf Seiten des Heimteams die beiden starken Angreiferinnen Keao Burdine und Anna Boricheva kaum zu stoppen. Doch die Steigerung folgte in Form einer jetzt stärker aufspielenden Maja Storck und der Einwechslung von Manuela Duarte und einigen Punkten ihrer im Hinspiel in Aesch über sich hinausgewachsenen älteren Schwester Barbara.
Nach einer scheinbar vorentscheidenden Sm'Aesch Pfeffingen-Führung von 18:12 kamen die Gastgeberinnen zwar nochmals bis auf einen Punkt heran, doch die Nerven des Birstal-Kombinats hielten und der Satzausgleich war perfekt.

Kurz vor dem Ziel gestolpert

Jetzt war eigentlich alles für ein Weiterkommen der Schweizerinnen angerichtet und der Spielstand im dritten Durchgang ausgeglichen (10:10). Doch genau in dieser Phase, wo ein weiterer Satzgewinn das frühzeitige Weiterkommen bedeutet hätte, beging die an diesem Abend überhaupt nicht auf Touren kommende Jekatarina Stepanova drei Annahmefehler in Folge und das Heimteam nutzte diese Schwäche, um erneut satzmässig in Führung gehen zu können.

Die aktuell Zweitplatzierten der finnischen Meisterschaft spielten danach wie aufgedreht und wollten nun mit einem 3-Punkte-Sieg unbedingt den Golden Set erreichen. Mit etwas Glück und einigen zweifelhaften Schiedsrichterentscheiden schafften sie dieses Unterfangen dann auch.

Sm'Aesch Pfeffingen  im Golden Set wie verwandelt

Die Dramatik war nun in der schmucken Elenia Areena kaum mehr zu überbieten. Sm'Aesch Pfeffingen startete stark in diesen Entscheidungssatz und führte mit 10:5, doch die gegenüber dem Hinspiel erstarkten Finninnen kamen auch dank der lautstarken Unterstützung des Publikums nochmals bis auf zwei Punkte heran, ehe sich Capitaine Kerley Becker und Barbara Duarte den Matchball erarbeiten konnten, welchen die mit 19 Punkten beste Skorerin der Partie, Maja Storck, verwertete und bei der ganzen Mannschaft und im Lager der sieben mitgereisten Sm'Aesch Pfeffingen für Jubel und Freudentränen sorgte.

Ein sichtlich erschöpfter Sm'Aesch Pfeffingen-Head-Coach Lippuner meinte nach dem nervenaufreibenden Spiel:» Der Gegner hat heute gegenüber der ersten Partie mächtig zugelegt und wir kamen ziemlich unter Druck, doch dank dem bravourösen Golden Set konnten wir auch dank besserer Athletik Europa-Cup-Geschichte schreiben.»