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NLA: TS Volley Düdingen-Sm'Aesch Pfeffingen: 3:1 (25:18; 25:20; 22:25; 25:15)

Paul Ulli 23.01.2016

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/?ranking_1282_9109 

Der Europa-Cup hinterlässt seine Spuren
Sm'Aesch Pfeffingen verliert den Nationalliga A-Spitzenkampf bei Volley Düdingen mit 1:3.
Von Paul Ulli
Zwischen der Heimkehr vom CEV Challenge Cup in Israel und der Abfahrt zum Spitzenspiel gegen Volley Düdingen lagen keine 20 Stunden. Da blieb Sm'Aesch Pfeffingen-Trainer Timo Lippuner nicht viel Zeit seine Spielerinnen mental und physisch wieder auf Vordermann zu bringen. Und wenn dann auch noch wichtige Akteurinnen wie Libera Thays Deprati oder aber auch die erst 17-jährige Maja Storck einen schwachen Tag einziehen, wird es schwierig gegen ein routiniertes Team, wie sich Düdingen in dieser Saison präsentiert, bestehen zu können. Schon in den beiden letztlich deutlich verlorenen Sätzen Eins und Zwei zeichnete sich ab, dass es für die Baselbieterinnen schwer werden würde im Fribourgischen das Punktekonto zu äufnen.
Starke Amerikanerinnen
Dies vor allem dann, wenn beim Gegner die beiden bestandenen US-Amerikanerinnen Chantal Riddle (24) und Sabel Moffet (28) ihre von der ehemaligen Schweizer Nationalmannschafts-Passeuse Kristel Marbach eingeleiteten Angriffe in einer Konsequenz wie an diesem Samstagnachmittag abschliessen. Einige personelle und taktische Umstellungen sorgten dann wenigstens dafür, dass die Baselbieterinnen, bei denen Capitaine Kerley Becker als beste Spielerin ausgezeichnet wurde, nach dem mit 25:22 gewonnenen dritten Satz nochmals Hoffnung schöpfen konnten.
Doch wenn es nicht läuft und zu viele Spielerinnen die Nachwehen der langen Reise und des kräfteraubenden Europacupspiels immer mehr spüren, dann kann man alles versuchen, ohne aber zum Erfolg zu kommen. "Jetzt liegt der Fokus ganz klar auf dem kommenden Mittwoch, wo meine Mannschaft mit einem Sieg gegen Kfar Saba die Viertelfinal-Qualifikation schaffen und damit den grössten Erfolg in der noch jungen Vereinsgeschichte feiern könnte", sagte Head-Coach Lippuner unmittelbar nach der Partie.
Erfreulich ist, dass Sm'Aesch Pfeffingen trotz dieser Niederlage die Playoffs der besten sechs Teams bereits vier Runden vor Ende der Qualifikation definitiv geschafft hat. "Ausserdem hätte eine Leistung wie am Donnerstag in Israel gereicht, um hier zu Punkten zu kommen. Aber für einen solchen Exploit müssten alle Spielerinnen ihr Leistungspotential voll ausschöpfen können. Und so etwas geht vor allem bei einem so jungen, relativ unerfahrenen Team nicht einfach auf Knopfdruck" nimmt der Trainer seine Mannschaft zum Schluss etwas in Schutz.
Die Spielerinnen haben jetzt drei Tage Zeit, ihre teilweise leeren Batterien wieder aufzuladen, um dann am Mittwochabend vor hoffentlich vollen Rängen in der Aescher Löhrenackerhalle (20.00 Uhr, Gratiseintritt) die angestrebte und durchaus mögliche Sensation in der Europa-Cup-Kampagne zu schaffen.