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CEV Challenge Cup: Sm'Aesch Pfeffingen-Hapoel Kfar Saba 3:1 (22:25, 25:14, 25:21, 25:23)

Paul Ulli 28.01.2016

Zwei Baselbieter Dörfer feiern ihre Heldinnen
Mit einem 3:1 -Sieg gegen Hapoel Kfar Saba qualifiziert sich Sm'Aesch Pfeffingen sensationell für den Viertelfinal im CEV Challenge Cup gegen den türkischen Spitzenclub von Trabzon Idman Ocagi.
Von Paul Ulli
Nach dem von Jekatarina Stepanova verwerteten Matchball brachen am Mittwochabend in der Aescher Löhrenackerhalle alle Dämme. Spielerinnen, Funktionäre, Vereinsmitglieder, ob gross oder klein, lagen sich in den Armen und feierten minutenlang den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte. Doch der Weg bis zu diesen Feierlichkeiten war lang und zum Teil auch beschwerlich. Wie schon beim Hinspiel in Israel startete Sm'Aesch Pfeffingen harzig in die Partie. Immer wenn sich das Heimteam etwas hatte absetzen können, erhöhte sich die Fehlerquote und der Gegner kam Punkte mässig umgehend wieder heran. Dies hatte vor allem beim Spielstand von 15:12 für die Baselbieterinnen äusserst unangenehme Konsequenzen. Nach sieben unnötigen Fehlern in Folge lagen die Israelinnen ihrerseits mit vier Punkten im Vorsprung, gaben diesen nicht mehr Preis und holten sich gegen ganz offensichtlich hypernervöse Sm'Aesch Pfeffingen-Spielerinnen diesen ersten Satz. Ganz anders dann das Spiel der Gastgeberinnen im zweiten Satz. Mit grossem Selbstvertrauen, klarem Ziel und einer stark verbesserten Rosane Maggioni am Pass konnte jetzt vor allem Barbara Duarte und eine gross aufspielende Maja Storck das Skore bis zum zweiten technischen Time-Out auf 16:6 schrauben. Sehr zur Freude des Publikums, das in der Folge jeden Punkt ihrer Sm'Aesch Pfeffingen-Akteurinnen wie einen Sieg feierte. Wenig später war der wichtige Satzausgleich perfekt (25:14).
Mit tollem Teamgeist zum Sieg
Doch nach diesem relativ deutlichen Satzgewinn kam für das Team von Head-Coach Timo Lippuner die Bewährungsprobe. Mit einem überzeugenden Beginn lag Sm'Aesch Pfeffingen im zweiten Durchgang mit 13:9 in Front und die Chancen auf die Satzführung für das Birstaler Kombinat standen gut. Doch wie schon beim Auswärtsspiel brachten drei höchst umstrittene Schiedsrichterentscheide das Sm'Aesch Pfeffingen-Spiel ziemlich durcheinander. Aber diesmal erholten sich die Spielerinnen um Kerley Becker schnell und Stepanova brachte den zweiten Satzball sicher im Feld unter. Das Momentum im vierten Satz lag jetzt ganz klar bei den Baselbieterinnen. Eine Fünfer-Service-Serie von Anu Ennok brachte eine scheinbar beruhigende 12:7-Führung mit sich. Doch die kämpferischen Israelinnen gaben nicht auf und glichen den Spielstand gegen Satzende nicht nur aus, sondern lagen ihrerseits mit 21:19 vorne. Doch jetzt kam der schon so oft zitierte Teamspirit bei Sm'Aesch Pfeffingen zum Tragen und mit einem fulminanten Endspurt holte man sich das Viertelfinalticket. "Es ist einfach nur geil. Wir wollten diesen Sieg und haben bis zum letzten Ball alles dafür getan. Und wir wurden letztlich auch belohnt" sagte nach dem nervenaufreibenden Spiel Capitaine Becker strahlend.