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Sm´Aesch Pfeffingen verliert im CEV Challenge Cup gegen Trabzon

Paul Ulli 11.02.2016

Türkinnen erteilen Sm’Aesch Pfeffingen eine Lehrstunde und das Birstaler Kombinat verliert das Heimspiel im Viertelfinal des CEV Challenge Cup gegen Trabzon Idman Ocagi klar mit 0:3. !

Das erwartungsfrohe Publikum in der proppenvollen Aescher Löhrenackerhalle sah einen guten Start von Sm’Aesch Pfeffingen. Gegen die hoch favorisierten Türkinnen von Trabzon Idman Ocagi hielten die Spielerinnen von Head-Coach Timo Lippuner das Skore lange Zeit ausgeglichen ehe die Gäste mit einem Zwischenspurt auf 16:6 davonzogen. Verantwortlich dafür waren vor allem die Serbin Sanja Malagurski und die Bulgarin Kremena Kamenova, welche mit ihren Abschlüssen die Sm’Aesch-Defensive immer öfter in arge Nöte brachten. Doch das Heimteam erholte sich von diesem Schock und kam mit einigen schönen Punkten von Jekatarina Stepanova und Anu Ennok aus dem Zwischentief heraus. Die Türkinnen mit dem stolzen Durchschnittsalter von fast 30 Jahren, knapp zehn Jahre erfahrener als die junge Baselbieter Mannschaft, schlugen aber gnadenlos zurück und gewannen den Startsatz letztlich deutlich mit 25:15. Ueberragende Blockarbeit des Gästeteams Aus Sicht der Gastgeberinnen konnte es nur noch besser kommen.

Doch daraus wurde nichts, denn die starken Türkinnen von der Schwarzmeer-Küste lagen auch im zweiten Durchgang schnell mit einigen Punkten in Front. Selbst ein Wechsel am Pass, wo Lena Sacher die Brasilianerin Rosane Maggioni ersetzte, brachte nicht die gewünschte Wirkung. Die Sm’Aesch-Angreiferinnen wie Laura Künzler und Barbara Duarte taten sich weiter sehr schwer und konnten den bärenstarken Block der Türkinnen kaum überwinden. Selbst die 191 cm grosse Lettin Stepanova blieb immer wieder am Mega-Block Malagurski (193 cm)/Arici (191 cm) hängen. Die logische Folge war der Verlust des zweiten Satzes. Die Nervosität nie abgelegt Die Fehlerquote bei den hypernervösen Baselbieterinnen wurde auch im dritten Durchgang nicht kleiner. Dank viel zu vielen Servicefehlern und teilweise schwache Annahmen hatte Trabzon weiterhin leichtes Spiel. Teilweise wirkte das Heimteam wie blockiert. Es fehlte an der restlosen Ueberzeugung. Selbst routinierteren Spielerinnen wie Capitaine Kerley Becker und der Estin Ennok unterliefen ungewohnte Fehler. Trotzdem wollte die Heimmannschaft die vielen Zuschauer nicht enttäuschen und kämpfte sich nach einem 5:11-Rückstand noch einmal bis auf drei Punkte heran. Und genau in diesen Momenten, wo man resultatmässig wieder etwas Hoffnung schöpfen konnte, kam postwendend der Rückschlag in Form von unnötigen Eigenfehlern.

Nach der Niederlage konnte der leicht enttäuschte Sm’Aesch-Trainer Lippuner das Ganze kurz zusammenfassen:“ Heute hat eine Jugendmannschaft gegen eine Volleyballmannschaft mit jahrzehntelanger Erfahrung gespielt. Trotzdem dürfen meine jungen Spielerinnen etwas mitnehmen. Nämlich, dass sie erstmals in einem Europacup-Viertelfinale gestanden sind und sich dies ja mit ihren guten Leistungen in den ersten Runden verdient hatten. Der Gegner hat nie nachgelassen und unser Spiel immer schnell gelesen. Wenn alle ihre Lehren aus dieser Partie ziehen, haben wir einen grossen Schritt vorwärts gemacht.“     

Matchtelegramm: Sm’Aesch Pfeffingen – Trabzon Idman Ocagi 0 :3 Sätze: 15:25, 14:25, 15:25 Löhrenacker. – 1200 Zuschauer (Rekord). – SR Piana (Italien)/ Queste (Frankreich)

Sm’Aesch Pfeffingen: Becker, Maggioni, B. Duarte, Künzler, Deprati (Libera), Ennok, Stepanova; M. Duarte, Sacher, Matter, Leu (Libera).

Trabzon: Barut, Malagurski, Arici, Blagojevic, Esepasa (Libera), Kamenova, Rabka; Ciraygil, Bilge, Cetinsarac, Kaplan. Bemerkungen:

Sm’Aesch Pfeffingen ohne Koch ( verletzt).