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NLA: Viteos NUC-Sm'Aesch Pfeffingen 3:2 (21:25, 25:22, 25:19, 17:25, 15:11)

Paul Ulli 09.03.2016

Aktuelle Rangliste:  http://www.volleyball.ch/index.php?id=ranking_1282_9110

Hochspannung bis fast zum letzten Ballwechsel
Sm'Aesch Pfeffingen verliert gegen Neuchâtel UC mit 2:3 im Tie-Break, nimmt aber einen vielleicht in der Endabrechnung wichtigen Punkt mit nach Hause
Von Paul Ulli Neuchâtel
Nach dem Auswärtssieg vom vergangenen Samstag gegen Volley Köniz mussten die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen schon wieder reisen. Diesmal in Richtung Neuenburg. Und dass dieses Pflaster schon immer ein heisses war, bewies auch diese Partie. Die Gäste aus dem Baselbiet fanden zwar gut in dieses Spiel und lagen im Startsatz schnell mit einigen Punkten voraus. Das Heimteam hielt bis in die Schlussphase gut mit, konnte aber die Satzführung von Sm'Aesch Pfeffingen nicht verhindern.
Im zweiten Satz drehte das NUC-Team von Trainer Silvan Zindel auf und brachte die Sm'Aesch Pfeffingen-Defensive immer wieder in arge Nöte. Es waren in dieser Phase vor allem Topskorerin Hillary Hurley und Routinier Mandy Wigger welche die guten Zuspiele der kanadischen Passeuse Megan Cyr in Punkte ummünzten. Sm'Aesch Pfeffingen konnte gegen Ende des Satzes nochmals etwas aufdrehen, doch die Gastgeberinnen verwerteten gleich den ersten Satzball zum 1:1-Ausgleich.
Dieser Satzverlust schien der Mannschaft von Head-Coach Timo Lippuner nicht gut getan zu haben, denn Capitaine Kerley Becker und ihre Teamkolleginnen taten sich in der Folge sehr schwer, machten zu viele Eigenfehler und fanden nicht mehr richtig ins Spiel. Die logische Folge war die Satzführung für das praktisch fehlerfrei aufspielende Neuchâtel.
Grosser Kampfgeist wird nur bedingt belohnt
Dass das junge Sm'Aesch Pfeffingen-Team in dieser Saison reifer geworden ist, bewies es im vierten Satz. Mit der nach ihrer Fussverletzung erstmals wieder eingewechselten Maja Storck, die nach der Partie zur besten Spielerin gekürt wurde (!), und einer jetzt kämpferisch und auch spielerisch verbesserten Leistung hielt man das Heimteam in Schach und rettete sich ins Tie-Break. Dort lag das Birstaler Kombinat mit 4:7 in Rücklage, konnte aber dank einigen Punkten der gut aufspielenden Brasilianerin Barbara Duarte zum 11:11 ausgleichen. In dieser Phase zeigte es sich aber auch, dass die absolute Teamleaderin fehlt, um in solch engen Momenten den Sack zu machen zu können. Vier Punkte in Folge der Neuenburgerinnen und die damit verbundene knappe Niederlage waren die bittere Konsequenz.
"Es war das erwartete enge Spiel. Schade, dass meine Spielerinnen in den entscheidenden Phasen die falschen Optionen gezogen haben. Der Gegner war nicht besser, hat aber weniger Fehler gemacht. Wenn wir dies am Sonntag im Rückspiel besser machen, dann können wir drei Punkte holen und wären wieder im Fahrplan. Der eine heute gewonnene Punkt könnte in der Endabrechnung noch enorm wichtig sein", sagte Trainer Lippuner vor der Heimreise nach Aesch.