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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen-Viteos NUC 3:0 (25:19, 25:20, 25:19)

Thomas Wirz und Paul Ulli 14.03.2016

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/index.php?id=ranking_1282_9110 

Kapitaler Sieg nach überzeugendem Auftritt
Sm'Aesch Pfeffingen gewinnt Spitzenkampf gegen Neuchâtel klar 3:0
Von Thomas Wirz
Was für ein starker Auftritt im vielleicht wichtigsten Saisonspiel!
Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen schlagen Neuchâtel UC diskussionslos mit 3:0 und können nach dem Dreipunktesieg jetzt gar vom Playoff-Final träumen. Die Revanche für die 2:3-Auswärtsniederlage vom letzten Mittwoch fiel nach den drei sehr engen bisherigen Saisonpartien gegen die Neuenburgerinnen deshalb überraschend deutlich aus, weil Sm'Aesch Pfeffingen seit langem wieder einmal in Bestbesetzung antreten konnte und zweitens die wohl stärkste Meisterschaftsleistung dieser Saison zeigte.
Die Baselbieterinnen begannen die Partie so, wie ein wegweisendes Spiel angegangen werden soll: aggressiv und höchst konzentriert. So lagen sie im ersten Abschnitt meist leicht voran, ehe das ebenfalls sehr kämpferisch eingestellte Neuchâtel mit 15:14 in Führung ging. Nun aber kamen die Minuten von Barbara Duarte, der eine Achtpunkte-Serviceserie gelang, womit Satz eins so gut wie entschieden war. Im zweiten Durchgang steigerte sich der Gast unter Führung von Topskorerin Hurley Hillary nochmals, so dass sich zur Freude der 400 Fans ein phasenweise hochklassiges Volleyballspiel entwickelte. Als der letztjährige Meisterschaftsdritte auch dank gütiger Mithilfe des schwachen Schiedsrichterduos 19:15 voranlag, sah es ganz nach dem Satzausgleich aus. In der wegen eines krassen Fehlentscheids nun aufgeheizten Atmosphäre reagierte Sm'Aesch Pfeffingen im Stile eines Klasseteams, blieb fokussiert und machte dank einer weiteren starken Serviceserie (Anu Ennok) sieben Punkte in Folge. Der 22:19-Vorsprung genügte, um auch den zweiten Satz mit 25:20 in trockene Tücher zu bringen.
Wie aus einem Guss
Durchgang drei wurde für die jetzt aus einem Guss aufspielende Heimequipe dann gar zur Kür. Unter Regie des hervorragend aufgelegten Duos Duarte/Ennok gelang fast alles, wogegen der vorher keineswegs enttäuschende Tabellenzweite beim Stand von 12:8 für Sm’Aesch zu resignieren begann.
"Das war eine starke Reaktion auf die unnötige Niederlage vor vier Tagen. Ich habe ein ausgezeichnetes Kollektiv gesehen, das dieses Mal den starken Beginn vor allem auch durchgezogen hat bis zum letzten Ball", meinte Headcoach Timo Lippuner nach Spielschluss hochzufrieden. Erstaunlich war der glatte Erfolg auch deshalb, weil Maja Storck, die am Mittwoch bei ihrer Rentrée nach längerer Verletzungspause geglänzt hatte, gestern weniger im Mittelpunkt stand.
Playoff-Final im Visier
Der 3:0-Sieg über den Hauptkonkurrenten im Kampf um den zweiten Playoff-Finalplatz – Ausnahmeteam Volero Zürich ist dafür schon so gut wie qualifiziert - eröffnet nun neue Perspektiven. Das Birstaler Kombinat liegt nach der Hälfte des Finalrundenprogramms auf Rang zwei und hat erst noch eine Partie weniger ausgetragen als die hinter Sm’Aesch folgenden Neuenburg und Franches-Montagnes. Schlägt Lippuners Mannschaft am Donnerstag (20.00, Löhrenacker) auch Düdingen, wird sie klar die besten Karten haben, die Finalrunde auf Rang zwei zu beenden und so das erklärte Saisonziel (Platz drei) gar zu toppen.

 

Revanche geglückt und auf den zweiten Platz vorgerückt
Sm'Aesch Pfeffingen schlägt in der Finalrunde Neuchâtel UC in einer interessanten Partie mit 3:0-Sätzen.
Von Paul Ulli
Am vergangenen Mittwochabend hatten die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen am Neuenburgersee noch knapp mit 2:3 gegen NUC den Kürzeren gezogen. Hauptursache war dabei, dass die damals siegreiche Mannschaft von Trainer Silvan Zindel kaum Fehler beging. Und genauso fehlerfrei traten die Neuenburgerinnen mit ihrer Capitaine Mandy Wigger und der Topskorerin Hillary Hurley im Baselbiet auf. Doch diesmal liess sich Sm'Aesch Pfeffingen nicht aus der Ruhe bringen und machte im Startsatz aus einem 9:9 einen 20:15-Vorsprung. Und diese Hypothek konnten die Gäste nicht mehr korrigieren, sodass dieser Satz letztlich deutlich an das Heimteam ging.
Anu Ennok riss das Spiel wieder an sich
Doch dass NUC in den letzten Wochen sehr konstant spielte bewies es im zweiten Satz und ging mit 19:14 in Führung. Aber das in dieser Saison gewachsene Team von Headcoach Timo Lippuner liess sich auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen und Anu Ennok machte mit ihrem starken Service aus dem Rückstand einen 22:19-Vorsprung. Dass dies trotz einigen nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheiden zu Ungunsten der Baselbieterinnen geschah, zeigt die neugefundene Stärke dieser doch noch sehr jungen Mannschaft auf. Mit dem klaren Verdikt von 25:20 ging es in die kurze Pause. Der 2:0-Satzvorsprung hatte seinen Ursprung in einer formidablen Angriffsleistung der Brasilianerin Barbara Duarte, welche die eher diskrete Leistung von Laura Künzler zu korrigieren wusste. Die Nationalspielerin erwischte nicht ihren besten Tag, doch glänzte sie diesmal dafür bei ihrem Service. "Entscheidend war aber sicher unsere aggressive Spielweise und die im dritten Satz sensationelle Defensivarbeit. Dies knickte die Hoffnungen der bis dahin kaum Fehler machenden Neuenburgerinnen endgültig und wir konnten diese drei wichtigen Punkte einfahren", sagte Sm'Aesch Pfeffingen-Headcoach Lippuner nach dem Spiel.
Rückkehr von Maja Storck
Nach ihrer Verletzung spielte auch die erst 17-jährige Maja Storck erstmals wieder von Beginn an, konnte aber ihre doch fast dreiwöchige Pause nicht ganz kaschieren: "Ich bin froh wieder dabei zu sein und dass ich der Mannschaft in irgendeiner Form helfen kann. Natürlich fehlt vor allem bei den Sprüngen noch die nötige Muskulatur, aber das wird in den nächsten Tagen auch noch besser werden."
Dank diesem Sieg steht Sm'Aesch Pfeffingen neu auf dem zweiten Platz hinter dem klaren Leader Volero Zürich und könnte mit einem Heimsieg am kommenden Donnerstag gegen Volley Düdingen (20.00, Löhrenacker), je nach Resultaten in den Partien von Franches Montagne und NUC, bereits die Weichen in Richtung Playoff-Final stellen.