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Meisterschaftsfinal: Sm'Aesch Pfeffingen - Volero Zürich 0:3 (14:25, 16:25, 16:25)

Paul Ulli 14.04.2016

Volero gewinnt im Champions League- Rhythmus
Im ersten Spiel der Best-of-Five-Serie im Playoff-Final verliert Sm'Aesch Pfeffingen gegen Volero Zürich klar mit 0:3-Sätzen.
Von Paul Ulli Aesch.
Volero liess von der ersten Minute an keinen Zweifel aufkommen, dass es diese Finalserie in drei Spielen klar machen und damit das erneute Double holen will. Konzentriert und mit viel Einsatz spielte das Starensemble in Aesch auf. Ekaterina Orlova, Olesia Rikhliuk und Foluke Akinradewo, alle über 191 cm gross, wurden von der serbischen Passeuse Bojana Zivkovic immer wieder zentimetergenau lanciert und lagen beim zweiten technischen Time-Out mit 16:8 in Führung. Dies allerdings auch auf Grund einer doch sehr zögerlichen und nervösen Startphase von Sm'Aesch Pfeffingen. Gleich vier Servicefehler und kein einziger Punkt der beiden jungen Schweizerinnen Laura Künzler und Maja Storck standen am Ende des Satzes auf dem Matchblatt.
Steigerung im zweiten Satz
Dies änderte sich dann aber im zweiten Durchgang. Angetrieben von der Rekord-Zuschauerkulisse für Meisterschaftsspiele von tausend Zuschauern steigerten sich bei den Gastgeberinnen jetzt vor allem die von Swiss Volley als „Youngster oft the year“ gewählte Storck und Capitaine Kerley Becker. Die Folge davon, war ein meist nur knapper Vorsprung für das Zürcher Team. Doch auch mit weniger Fehlern und besserem Spiel blieb die Chance auf den Satzgewinn sehr bescheiden und am Schluss hiess es 25:16 für den haushohen Favoriten.
Doch die Spielerinnen von Head-Coach Timo Lippuner wollten sich in diesem wohl letzten Heimspiel der tollen Saison nicht so einfach abschlachten lassen und hielten im dritten Satz nicht nur dagegen, sondern lagen dank Punkten von Storck und Künzler erstmals in diesem Match mit 2:0 Punkten in Führung. Auch in der Folge zeigten beim Heimteam Anu Ennok und Barbara Duarte, dass dieser überraschende Finaleinzug kein Zufall war. Doch gegen einen in keiner Phase nachlassenden Gegner war letztlich aber kein Kraut gewachsen. Es war nämlich die nicht nur in Sachen Körpergrösse alle überragende Russin Orlova welche nach genau einer Stunde reiner Spielzeit den Matchball verwertete.
Doch mit einem Altersdurchschnitt von nur 21,4 hat das Baselbieter Team noch viel Zeit weiter dazu zu lernen und in den nächsten Jahren mit kleinen Veränderungen im Kader dem übermächtigen Kontrahenten Paroli bieten zu können. „Wir dürfen diese Finalserie nach einer mehr als gelungenen Saison geniessen und wollen uns schon im nächsten Spiel vom kommenden Samstag in Zürich steigern“ sagte Lippuner nach der klar verlorenen Partie.