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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - Volero Zürich: 2:3 (15:25, 10:25, 25:17, 25:19, 7:15)

Paul Ulli (JM) 06.11.2016

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/volleyball/game-center/

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen verlieren nach einem miserablen Start gegen den Serienmeister von Volero Zürich mit 2:3 im Tie-Break
Sm'Aesch Pfeffingen schnuppert an der Sensation - historischer Punkt gegen Volero
Von Paul Ulli

Auf dem Weg zu ihrem 150. Erfolg in Folge auf nationalem Niveau konnte Sm'Aesch Pfeffingen das Überteam von Volero an diesem Sonntagnachmittag beinahe stoppen. Zunächst deutete allerdings rein gar nichts auf einen solchen Effort hin. Vor allem im ersten Satz, in welchem das Heimteam überraschenderweise ohne Topskorerin Maja Storck und Mittelblockerin Monika Smitalova antrat, bestimmten die „Zürcherinnen“ das Geschehen. Angeführt von der 191 cm grosse US-Amerikanerin Foluke Akinradewo, die mit einer One-Woman-Show das Publikum begeisterte. Praktisch jeden Ball, den sie von Passeuse Fabiola De Sousa zugespielt erhielt, verwertete die 29-Jährige gnadenlos. Und wenn dann mal ein Angriff von Laura Künzler oder Capitaine Barbara Duarte vielversprechend lanciert worden war, dann legte Volero-Libera Silvija Popovic ihr Defensiv-Veto ein. Das resultatmässige Verdikt am Ende des Startsatzes zu Gunsten der Gäste war klar und deutlich: 15:25. Schlechte Annahme und kein Mut
Doch auch im zweiten Satz, jetzt mit Storck, wurde das Spiel des Teams von Head-Coach Timo Lippuner nicht besser. Ganz im Gegenteil. In der Annahme zum Teil hoffnungslos überfordert und im Angriff ziemlich mut- und manchmal auch glücklos liess Volero nichts anbrennen und holte sich diesen Durchgang mit fünfzehn Punkten Vorsprung.
Sm'Aesch Pfeffingen wie verwandelt
Was in der zehnminütigen Pause in der Kabine des Heimteams geschehen ist, wird wohl nie jemand erfahren. Fakt war jedenfalls eine eklatante Leistungssteigerung, jetzt mit der in den bisherigen Spielen so gut funktionierenden und erfolgreichen Stammsechs mit Smitalova und einer wie verwandelten Storck. Doch mit diesem Satzgewinn kam das Heimteam erst richtig auf den Geschmack, legte im vierten Durchgang noch einen Zahn zu und lag dank der jetzt nicht mehr zu bremsenden Slowakin Smitalova beim zweiten technischen Time-Out gar mit 16:7 in Führung. Obwohl das Team des serbischen Erfolgstrainers Zoran Terzic noch etwas herankam, war es die sensationell aufspielende Smitalova, die den für den Punktgewinn nötigen Ball zum 25:19 im gegnerischen Feld unterbrachte.
Im nötig gewordenen Tie-Break behielt dann der klare Favorit die Oberhand und holte sich letztlich verdient den Jubiläumssieg. "Wir sind natürlich stolz, den Serienmeister so gefordert zu haben und einen Punkt geholt haben", sagte Lippuner nach der Partie und ärgerte sich immer noch masslos über den Fehlentscheid eines Linienrichters beim Spielstand von 4:4 im Tie-Break.

Löhrenacker. – 350 Zuschauer. – SR Dzankovic/Grellier
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Duarte, Storck, Künzler, Deprati (Libera), Ennok, Smitalova; Matter, Sulser, Vasileva, Wenger, Lorenz (Libera).
Volero: De Sousa, Rabadzhieva, Schottroff, Rykhliuk, Popovic (Libera), Akinradewo, Unternährer; Lengweiler, Zivkovic, Mammadova, Malkova, Andrade Costa.
Bemerkungen: Volero ohne Carcaces, Orlova und Karadayi (überzählig).