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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - Volley Lugano: 3:0 (25:11, 25:19, 25:14)

Paul Ulli und Thomas Wirz (JM) 20.11.2016

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/volleyball/game-center/ 

Sm'Aesch Pfeffingen mit mehrheitlich starkem Auftritt
Dank einem klaren 3:0-Heimsieg gegen Aufsteiger Volley Lugano bleibt Sm'Aesch Pfeffingen Serienmeister Volero auf den Fersen.
Von Paul Ulli Aesch.
Im erst dritten Heimspiel dieser Saison startete Sm'Aesch Pfeffingen furios und liess den Aufsteiger aus dem Tessin nie ins Spiel kommen. Dank Punkten von Mittelblockerin Monika Smitalova, Maja Storck und Capitaine Barbara Duarte wuchs der Vorsprung stetig an. 12:4 und 17:8 lauteten die klaren Zwischenresultate zu Gunsten der Gastgeberinnen. Nach neunzehn Minuten war dieser Startsatz mit dem deutlichen Verdikt von 25:11 rasch beendet.
Doch dass es so nicht weitergehen konnte; wusste vor allem Lugano-Trainer Marco Amiens und ersetzte die Argentinierin Helena Vidal am Pass durch die 20-jährige Michela Brioli. Ob es wirklich nur dieser Wechsel war, welche die Tessinerinnen im zweiten Satz besser ins Spiel kommen liess, oder doch eher das manchmal etwas zu unkonzentrierte Spiel einiger Sm'Aesch Pfeffingen-Leistungsträgerinnen, kann nicht klar beantwortet werden. Vor allem Sm'Aesch Pfeffingen-Zuspielerin Tess von Piekartz patzte nicht nur einmal, sodass Lugano nach einem 9:13-Rückstand bis auf einen Punkt herankommen konnte (16:17). Doch in dieser Phase war es die starke Blockarbeit, vor allem von Smitalova und Duarte, welche letztlich den Unterschied und die 2:0-Satzführung brachte.
Im dritten Satz wieder mit Vollgas
Der dritte Durchgang war dann eigentlich schon beim Spielstand von 16:6 gelaufen. Denn jetzt bestimmte wieder das Heimteam klar das Geschehen. "Es war von Beginn an unser Ziel mit dem Service den Gegner unter Druck zu setzen. Dies ist meinen Spielerinnen vor allem im ersten und dritten Satz gut gelungen", sagte Head-Coach Timo Lippuner nach der nur gerade eine Stunde dauernden Partie zufrieden. Gegen Ende des Spiels konnte er sich sogar den Luxus leisten mit nur zwei Ausländerinnen (Anu Ennok und Smitalova) zu spielen. Am Pass gab Roxana Wenger ihr Debut im Sm'Aesch Pfeffingen-Dress und lancierte die ebenfalls eingewechselten Samira Sulser und Madlaina Matter teilweise ausgezeichnet.
Dank diesem Sieg bleiben die Baselbieterinnen mit ihren 22 Punkten erste Verfolgerinnen von Volero Zürich ( 23 Punkte) und reisen am kommenden Sonntag mit viel Selbstvertrauen in den Jura zu VFM Franches Montagne.

 

Sm'Aesch Pfeffingen überzeugt und gewinnt weiter
Die Birstalerinnen feiern beim 3:0 über Lugano den siebten Sieg im achten Spiel
Von Thomas Wirz
22 von 24 möglichen Punkten: Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen sind so gut in eine Nationalliga A-Meisterschaft gestartet wie noch nie zuvor in den bisherigen elf Spielzeiten im Oberhaus. Gäbe es in der nationalen Liga nicht ein Weltklasseteam wie Volero Zürich, so würden die Birstalerinnen nach acht Partien vermutlich sogar mit blütenweisser Weste dastehen.
Nebst der nur knappen 2:3-Niederlage gegen Volero haben sie sieben Mal mit dem Punktemaximum gewonnen, zuletzt gestern beim souveränen 3:0-Heimerfolg (25:11, 25:19, 25:14) über Volley Lugano.
Die Aufsteigerinnen aus dem Tessin, die mit acht(!) ausländischen Kräften nach Aesch reisten, waren dabei nur im zweiten Satz ein Gradmesser. Die Equipe von Headcoach Timo Lippuner war zuvor so ins Spiel gestartet, wie dieser es gefordert hatte - aggressiv und sehr konzentriert. Schon nach wenigen Minuten führte sie mit 3:0 und 6:1 und liess auch in der Folge dank einem starken Block im Startabschnitt gar nichts anbrennen. Weil der Tabellenzweite anschliessend etwas vom Gaspedal ging und der Gast jetzt immerhin ansatzweise zeigte, wie er beim bislang einzigen Saisonsieg das Spitzenteam Franches-Montagnes hatte bezwingen können, verlief Durchgang zwei vor 330 Fans klar ausgeglichener. Als Lugano beim Stand von 16:17 bis auf einen Punkt herangekommen war, sprach Sm'Aesch Pfeffingen-Captain Barbara Duarte dann aber ein Machtwort. Mit einem Ass und zwei weiteren Servicepunkten sorgte die Brasilianerin für das Wegziehen zum 20:16 und die Satzvorentscheidung.
Nach einer weiteren Serviceserie (vom 1:0 zum 6:0) der Sm’Aesch-Teamstütze zu Beginn des dritten Aktes war das einseitige Duell schon so gut wie entschieden. Das Birstaler Kombinat konnte es sich nun sogar leisten, mit fünf Schweizerinnen (Laura Künzler, Roxana Wenger, Madlaina Matter, Samira Sulser und Thays Deprati) die Partie zu Ende zu spielen und den Satz gleichwohl sehr deutlich mit 25:14 für sich zu entscheiden.
Viel Angriffspotenzial
"
Unser Block war stark und zudem haben wir heute auch gut aufgeschlagen", meinte nach dem dritten 3:0-Sieg in Folge Nationalcoach Lippuner in aufgeräumter Stimmung. Gut gelaunt zeigte sich auch Captain Barbara, die sich vom bisher beeindruckenden Parcours ihres Teams nicht sonderlich überrascht zeigte: "Ich denke, wir sind noch ein Stück stärker als letzte Saison. Wir spielen schneller und sind sehr ausgeglichen besetzt."
Die Punktestatistik der gestrigen Partie demonstriert besagte Ausgeglichenheit anschaulich: Die meisten Skorerpunkte gelangen Barbara und ihrer Mitte-Nebenspielerin Monika Smitlova (je 11), dicht gefolgt von den beiden einheimischen Offensivkräften Maja Storck (10) und Künzler (8). Bedenkt man, dass mit Anu Ennok, der bis anhin nur wenig eingesetzten Ralitsa Vasileva sowie Nachwuchskraft Sulser noch drei weitere Angriffsspielerinnen punkten können, so ist die Sm'Aesch Pfeffingen-Offensive für jeden Gegner nur schwer auszurechnen.
Abgerechnet wird später
Trotzdem will Lippuner vor dem letzten Spiel des ersten Vorrunden-Drittels gegen Franches-Montagnes keineswegs in Euphorie verfallen. Die Saison sei noch lang und die insgesamt 27 Vorrundenmatches von nicht riesiger Bedeutung: "Abgerechnet wird am Schluss. Immerhin zeichnet sich jetzt schon klar ab, dass wir als Zweiter oder Dritter der Qualifikation in den Playoffs Volero bis in den allfälligen Final aus dem Weg gehen könnten." Und damit befindet sich der Sm'Aesch Pfeffingen-Express doch schon mal auf dem vorgeplanten Kurs.