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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - TS Volley Düdingen 3:1 (25:19; 19:25; 25:14; 25:19)

Paul Ulli und Thomas Wirz (JM) 17.12.2016

 

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/volleyball/game-center/

Spitzenkampf in Aesch - Sm'Aesch Pfeffingen in bestechender Form
Im Spiel des letztjährigen Vizemeisters Sm'Aesch Pfeffingen gegen den damaligen Drittplatzierten Volley Düdingen behielt das Heimteam von Head-Coach Timo Lippuner mit 3:1 das bessere Ende für sich.
Von Paul Ulli Aesch.
Dieses mit Spannung erwartete Duell dieser beiden Teams wurde zum erwartet harten Kampf. Volero-Verfolger Sm'Aesch Pfeffingen überzeugte im Startsatz vor allem mit variablen Angriffsspiel und einer guten Blockarbeit. Zudem hatte Trainer Lippuner beim Spielstand von 19:15 für seine Mannschaft einen cleveren taktischen Schachzug gewagt. Bei eigenem Aufschlag kam für Passeuse Tess von Piekartz die 21-jährige Samira Sulser zur Verstärkung des Blocks ins Spiel. Und tatsächlich blockte die 187 cm grosse Liechtensteinerin den Düdingen-Angriff und verwertete den zweiten Ball zur eigentlichen Satz-Vorentscheidung sicher im Feld.
Riddle und Moffet bieten Paroli
Im zweiten Satz verteidigten die Gäste besser und ihre Angriffswaffen Chantale Riddle und Sabel Moffet erarbeiteten sich unter der Regie von Ex- Nationalmannschafts-Passeuse Kristel Marbach einen komfortablen Drei-Punkte-Vorsprung. Diese Hypothek wurde das Heimteam nicht mehr los. Ganz im Gegenteil, die Führung wuchs bis zum zweiten technischen Time-Out sogar auf 16:11 an. Dabei profitierten die Fribourgerinnen auch von einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheiden von Philippe Enkerli, der mehrmals seine Linienrichter zu Ungunsten von Sm'Aesch Pfeffingen überstimmte. Am Ende dieses Durchgangs leuchtete das genau gleiche Resultat von der Anzeigetafel wie im ersten Satz, diesmal allerdings für Volley Düdingen.

Dieser Satzausgleich machte die Gastgeberinnen aber erst richtig stark. Mit druckvollem Spiel und einer immer stärker spielenden Diagonalangreiferin Maja Storck (18), unterstützt in der Mitte von der starken Slowakin Monika Smitalova, wuchs der Vorsprung stetig an, sodass am Ende dieses dritten Satzes ein klares 25:14 und die 2:1-Satzführung beim begeisterten Publikum notiert werden konnte. Siebter Sm'Aesch Pfeffingen-Sieg in Folge
Die Körpersprache der Sm'Aesch Pfeffingen-Spielerinnen vor dem vierten Satz war klar. Sie wollten den siebten Sieg in Folge so schnell wie möglich dingfest machen und die drei wichtigen Punkte einfahren. Ein klassischer Hattrick von Topskorerin Laura Künzler stellte die Weichen sofort in die richtige Richtung. Es war dann ein Annahmefehler der Gäste nach einem Service von Tess von Piekartz der die Baselbieterinnen beim ersten Matchball jubeln liess. Zufrieden war auch "Taktikwinnerin" Sulser nach dem Spiel: "Der Wechsel war erfolgreich und wichtig ist, dass ich meinem Team auch bei Kurzeinsätzen helfen kann."

Mit einem weiteren Sieg gegen das kriselnde Kanti Schaffhausen kann die Siegesserie am kommenden Mittwoch ausgebaut werden (19.30, Löhrenacker).
Löhrenacker. – 280 Zuschauer. – SR Enkerli/Grellier
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Deprati (Libera), Ennok, Duarte, Storck, Künzler, Smitalova; Matter, Wenger, Lorenz (Libera), Sulser, Vasilova.
Düdingen: Riddle, Vanis, Marbach, Edberg (Libera), Ignjic, Granvorka, Moffet; Rottaris, Gfeller, Brletic, Widmer, Marx.  

Starkes Sm'Aesch Pfeffingen nicht zu stoppen
D
ie Birstalerinnen gewinnen den Spitzenkampf gegen Düdingen mit 3:1
Von Thomas Wirz Aesch
Der Sm'Aesch Pfeffingen-Express rollt wie auf Schienen. Im zwölften Saisonspiel gab es für die Birstaler Volleyballerinnen den bereits elften Sieg. Der 3:1-Hemsieg über Volley Düdingen wurde aber erwartungsgemäss nicht zum Spaziergang. Gegen das nominelle Spitzenteam aus dem Freiburgischen, das in der Spielzeit 2016/2017 bis anhin jedoch unter den Erwartungen geblieben ist, setzte sich Sm'Aesch-Pfeffingen trotz einem verpatzten zweiten Satz letztlich aber doch sicher durch.
Steigerungslauf nach der Pause
Den Spitzenkampf zwischen dem Tabellenzweiten und dem Fünften begann die Heimequipe so, wie es sich die 300 Fans im Löhrenacker vorgestellt hatten. Dank einem vorerst sehr konzentrierten Auftritt führte sie nach dem ersten Technischen Time-Out mit 8:7, nach dem zweiten mit 16:12 und holte sich den Startabschnitt mit 25:19 fast ungefährdet. Vertauschte Rollen dann in Durchgang zwei: Der von seiner wiedergenesenen Topskorerin Chantale Riddle angeführte Gast spielte nun aggressiver, übernahm das Spieldiktat und kam folgerichtig zum Satzausgleich. Die Vizemeisterinnen liesen sich davon indes kaum beirren und demonstrierten nach dem Pausentee die in dieser Saison schon des öftern gezeigten Qualitäten: der unbedingte Wille zum Sieg sowie die Fähigkeit, eine vorangegangene schwächere Spielphase gleich wieder abzuhaken. Und weil die Truppe von Cheftrainer Timo Lippuner darüber hinaus noch über fünf Angreiferinnen (Laura Künzler, Maja Storck, Anu Ennok sowie die starken Mittespielerinnen Barbara Duarte und Monika Smitalova) verfügt, die regelmässig punkten können, ging der vorentscheidende dritte Satz mit 25:14 diskussionslos an die Gastgeberinnen.
K
ünzlers Steigerung
In einem nun richtig guten Volleyballspiel blieb Sm'Aesch Pfeffingen auch im vierten Akt die tonangebende Mannschaft. Die zuvor noch etwas diskret gebliebene Topskorerin Künzler trumpfte nun gross auf und überwand den Düdinger Block Mal für Mal. Nicht erstaunlich war deshalb, dass die 1 Meter 88 lange Aargauerin nach verwandeltem Matchball richtig gelöst wirkte: "Es war ein wichtiger Sieg für uns. Düdingen ist klar stärker als es die Tabelle verrät und bleibt einer der Hauptgegner im Kampf um Meisterschaftsrang zwei. Auch deshalb wollten wir unsere starke Serie heute unbedingt fortsetzen." Weil das drittplatzierte Franches-Montagnes bei Volero Zürich erwartungsgemäss keinen Punkt holte und von Neuchâtel überholt wurde, haben die Baselbieterinnen nun bereits zehn Punkte Vorsprung auf Rang drei. Vor der letzten Jahrespartie gegen Kanti Schaffhausen am Mittwochabend sind die Aussichten für Sm'Aesch Pfeffingen also durchaus rosig.
Erfolgstrainer Lippuner wollte von Euphorie aber nichts wissen und meinte: "Ich bin sehr zufrieden mit unserem bisherigen Parcours. Wir haben nun eine gute Option, das Qualifikationsprogramm als Zweiter abzuschliessen und so einem allfälligen Playoff-Halbfinal gegen Volero auszuweichen. Davon alleine werden wir uns in den Playoffs aber noch nichts kaufen können." Schwer vorstellbar ist derzeit jedoch schon, wer ausser dem Zürcher Starensemble den Sm'Aesch Pfeffingen-Express zum Halten bringen kann.