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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - Volero Zürich: 0:3 (20:25, 14:25, 17:25)

Paul Ulli (JM) 04.02.2017

Volero Zürich für Sm'Aesch Pfeffingen eine Nummer zu gross
Sm'Aesch Pfeffingen verliert nach 14 siegreichen Spielen gegen Topfavorit Volero Zürich trotz guter Leistung mit 0:3-Sätzen.
Von Paul Ulli Aesch.
Die über 600 Zuschauer in der gut gefüllten und vor allem stimmungsvollen Löhrenackerhalle trauten ihren Augen kaum. Im Spitzenspiel zwischen Leader Sm'Aesch Pfeffingen und dem seit 161 Spielen auf nationalem Niveau ungeschlagenen Volero Zürich führte das Heimteam beim ersten technischen Time-Out mit 8:7 und wenig später gar mit 12:11. Es waren dann die 196 cm grosse Olesia Rykhliuk und ein paar Servicefehler des grossartig kämpfenden Teams von Head-Coach Timo Lippuner, welche den Zürcherinnen einen schnellen zwischenzeitlichen Vorsprung von sieben Punkten ermöglichten (15:22). Doch die Baselbieterinnen liessen nicht locker und Topskorerin Laura Künzler und eine famos angreifende Anu Ennok brachten ihre Mannschaft wieder heran, doch die US-Amerikanerin Foluke Akinradewo und die Bulgarin Dobriana Rabadzhieva machten letztlich die zur Satzführung notwendigen Punkte.
Ein Spiel für Volleyball-Liebhaber
Auch im zweiten Durchgang hielt Sm'Aesch Pfeffingen bis zum Spielstand von 8:7 glänzend mit. In dieser Phase war es vor allem Maja Storck, die ihre Teamkolleginnen mit einigen sehenswerten Punkten nach vorne puschte. Doch eine kaum zu blockende, mit einer enormen Sprungkraft ausgestattete Akinradewo, sorgte dafür, dass dieser Satz relativ deutlich an die Gäste ging.
Trotz des 0:2-Satzrückstands sahen die begeisterten Zuschauer eine zeitweise hochstehende Partie. Doch in den entscheidenden Momenten zeigte sich die unglaubliche Erfahrung des Weltklasseteams von Trainer Zoran Terzic, welches ja auch in der Champions League für Furore sorgt. Schade war an diesem Abend eigentlich nur, dass beim Aussenseiter der Mittelangriff, mit den sonst zuverlässigen Punktesammlerinnen Barbara Duarte und Monika Smitalova, überhaupt nicht funktionierte und Passeuse Tess von Piekartz über fast die ganze Spieldauer keine valable Lösung dieses Problems fand.
Dass das Heimteam trotz dieses Mankos auch im dritten Satz mithalten konnte (8:8), spricht für die ausgezeichnete Moral des Birstal-Kombinats. Doch die mit der Stammsechs durchspielenden Zürcherinnen zeigten auch in der Folge keine Schwäche und verwerteten den ersten Matchball mit einem Service-Netzroller.
"In den wichtigen Phasen war der Unterschied zwischen den international erfahrenen Spielerinnen von Volero und unseren sich trotz der Niederlage gut schlagenden Youngsters einfach nicht zu vertuschen. Schade, dass unsere Zuspielerin heute nicht ihren besten Tag hatte, sonst wäre vielleicht in den beiden ersten Durchgängen ein Satzgewinn möglich gewesen", sagte ein mit der Leistung seines Teams ansonsten zufriedener Lippuner.
Löhrenacker. – 620 Zuschauer. – SR Grellier/Enkerli
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Deprati (Libero), Ennok, Duarte, Storck, Künzler, Smitalova; Matter, Sulser, Vasileva, Lorenz (Libera), Wenger.
Volero Zürich: Fabiola, Rabadzhieva, Schottroff, Rykhliuk, Popovic (Libero), Akinradewo, Unternährer; Lengweiler, Zivkovic, Mammadova, Malkova, Costa.
Bemerkungen: Volero ohne Orlova, Carcaces und Karadayi (alle überzählig).