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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - Edelline Köniz: 2:3 (19:25; 25:21; 21:25; 25:22; 10:15)

Paul Ulli (JM) 22.02.2017

Aktuelle Rangliste:
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Schockstarre bei Sm'Aesch Pfeffingen
Nach der überraschenden Bekanntgabe des Abgangs von Head- Coach Timo Lippuner per Ende Saison spielte das Team fahrig und ohne Ueberzeugung, sodass Volley Köniz einen sensationellen 3:2-Sieg feiern konnte.
Von Paul Ulli Aesch.
Es war so etwas wie der Motivationsspruch des Abends. Nachdem Sm'Aesch Pfeffingen-Ersatzlibera Alexandra Lorenz gleich viermal in Folge bei der Annahme gepatzt hatte und der Rückstand auf satte sieben Punkte angewachsen war rief Head-Coach Timo Lippuner aufs Feld: "Alexandra weiter geht's, ich nehme dich nicht raus. Den nächsten Ball hast du." Und siehe da, wenig später stand es nur noch 18:20 für die Gäste aus Köniz. Doch die nicht nur in diesem Startsatz eklatante Annahmeschwäche, die inexistente Blockarbeit und miserable Angriffsauslösung konnten nicht mehr korrigiert werden und die krassen Aussenseiterinnen lagen satzmässig mit 1:0 in Führung.
Doch das Heimteam hatte wenigsten jetzt eine Antwort bereit. Jetzt mit seiner étatmässigen Libera Thays Deprati und Monika Smitalova als Mittelblockerin für die nicht überzeugende Brasilianerin Barbara Duarte, lagen die Baselbieterinnen ihrerseits mit 15:8 in Front. Der Rest bis zum Satzausgleich waren dann die endlich einigermassen stilsicher verwerteten Punkte einer bis dahin schwachen Topskorerin Laura Künzler und der ihre Teamkolleginnen mitreissenden Anu Ennok, welche sich auch den Punkt zum Satzgewinn gutschreiben liess.
Sm'Aesch Pfeffingen rotiert sich in die Niederlage
Auch nach der kurzen Pause rotierte Lippuner in seiner Mannschaft weiter durch. Capitaine Duarte kam zurück und besetzte mit Smitalova die Mitte. Diese vielen Wechsel waren aber nicht förderlich für das Spielverständnis, sodass auch dieser Durchgang zu einer mehr als zähen Angelegenheit für den haushohen Favoriten wurde. Es kam sogar noch schlimmer. Die solid und vor allem kämpferisch spielenden Bernerinnen gewannen den dritten Satz nach einem 17:19-Rückstand noch klar mit 25:21.
Das war jetzt aber sichtlich zu viel des Schlechten für das Heimteam. Mit einer ziemlichen Wut im Bauch nahm die Mannschaft die Herausforderung an, lag im vierten Satz standesgemäss mit 17:11 voran und spielte sich danach wenigstens noch in den Entscheidungssatz. In diesem lief dann aber wieder überhaupt nichts mehr zusammen. Passeuse Tess von Piekartz spielte wie von allen guten Geistern verlassen und auch Youngster Maja Storck blieb an diesem Abend mehr als blass. Fazit dieser bitteren, aber in der Rangliste ohne Konsequenzen bleibenden Niederlage ist, dass Sm'Aesch Pfeffingen in jedem Spiel hundertprozentig bereit sein muss, um gegen einen topmotivierten Gegner punkten zu können.
Löhrenacker. – 150 Zuschauer. – SR Grieder/Becker
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Matter, Ennok, Duarte, Storck, Künzler, Lorenz (Libera); Vasileva, Smitalova, Wenger, Sulser, Deprati (Libera).
Volley Köniz: Salkute, Correa, Schauss, Guncheva, Vérgé-Dépré, Schaus, Belotti (Libera); Maurer, Ackermann, Hronova (Libera), Marolf, Staffelbach.