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NLA: Volley Top Luzern: Sm'Aesch Pfeffingen: 1:3 (24:26, 21:25; 25:20; 16:25)

Paul Ulli (JM) 25.02.2017

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Sm'Aesch Pfeffingen tut sich schwer in Luzern
Es war eine richtiggehende Zangengeburt bis die drei budgetierten Punkte beim 3:1-Erfolg gegen den Tabellenletzten Volley Top Luzern im Trockenen waren.
Von Paul Ulli Luzern.
Im ersten Satz erlebten die Zuschauer etwas, was es im Volleyball auf dieser Stufe selten zu sehen gibt. Wenn eine Mannschaft in einem Satz mit 9:17 in Rückstand liegt, ist die Sache normalerweise gelaufen. Doch Sm'Aesch Pfeffingen konnte den drohenden Satzverlust abwenden und gewann diesen noch in extremis mit 26:24. Doch wie konnte es überhaupt zu einem solch desaströsen Rückstand gegen das bescheidene Volley Top Luzern kommen. Head-Coach Timo Lippuner gab bei Spielbeginn der Bulgarin Ralitsa Vasileva die Chance, sich für die Stammsechs zu empfehlen. Doch die 24-jährige, 190 cm grosse Aussenangreiferin fand überhaupt nicht ins Spiel und beging bei sieben Ballberührungen sage und schreibe sechs Fehler. Resultat dieses Totalausfalls war ein rascher 1:7-Rückstand, verbunden mit der umgehenden Einwechslung von Routinier Anu Ennok. Mit der Estin an ihrer Seite war es in dieser schwierigen Phase vor allem Maja Storck, welche die Hoffnungen auf den Satzgewinn mit ihren Punkten weiterleben liess. Mit 26:24 ging diese Rechnung dann auch noch äusserst knapp zu Gunsten der Baselbieterinnen auf.
Doch auch nach dieser sicher glücklichen 1:0-Satzführung lief es bei Sm'Aesch Pfeffingen weiterhin nicht nach Wunsch. Zwar führte das Team im zweiten Durchgang scheinbar vorentscheidend mit 14:10, kassierte dann aber wegen einiger Unkonzentriertheiten sechs Punkte in Folge und lag gegen das Tabellen-Schlusslicht plötzlich wieder mit 14:16 in Rücklage. Doch erneut schafften die Gäste, jetzt mit einer gegenüber der Niederlage vom vergangenen Mittwoch gegen Edelline Köniz verbesserten Zuspielerin Tess von Piekartz, die Wende und holten sich auch diesen zweiten Satz.
Unnötiger Satzverlust und starke Reaktion
Mit dem sicheren Satzvorsprung im Kopf, liessen es die Spielerinnen in der Folge vor allem in der Defensivarbeit zu locker angehen, was das Schlusslicht mit viel Kampfgeist prompt zum Satzgewinn nutzte. Erst im vierten Satz spielte der Cup-Finalist und Tabellenzweite so wie man es von einem Spitzenteam erwartet. Konzentrierte und variable Angriffe, erfolgreiche Blockarbeit und Anspiele die den Gegner sofort unter Druck setzen. „Natürlich ist es schwieriger das Letzte aus den Spielerinnen heraus zu kitzeln, wenn man den zweiten Rang der Qualifikationsrunde bereits auf sicher hat. Trotzdem erwarte ich vor allem von den Auslandprofis, dass man sich trotzdem von Beginn an voll reinhängt“ sagte Trainer Lippuner nach der Partie. Bereits am Sonntag geht es in der Meisterschafts-Qualifikationsphase mit dem Heimspiel gegen Volley Lugano (17.00, Löhrenacker) weiter.
Bahnhofhalle. – 150 Zuschauer. – SR Kälin/Süess Volley Top Luzern: Boulova, Perkovac, Radulovic, Rohrer, Wigger (Libera), Milton, Trösch, Neumannova; Wassner, Smiljkovic, Bachmann, Blazevic (Libera).
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Duarte, Deprati (Libera), Storck, Künzler, Vasileva, Smitalova; Ennok, Wenger, Sulser, Matter, Lorenz (Libera).