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NLA: Sm'Aesch Pfeffingen - Hôtel Cristal VFM: 1:3 (25:22; 9:25; 15:25; 18:25)

Müller Jürg 12.03.2017

Aktuelle Rangliste: http://www.volleyball.ch/volleyball/game-center/

Taktisches Geplänkel vor den Playoffs
Sm'Aesch Pfeffingen verliert nach gutem Start gegen Franches Montagnes mit 1:3-Sätzen.
Von Paul Ulli Aesch.
Sm'Aesch Pfeffingen-Headcoach Timo Lippuner ging im letzten Heimspiel der Qualifikationsphase gegen Hotel Cristal Franches Montagnes grosses Risiko und stellte sein Team komplett um. Roxana Wenger am Pass, Madlaina Matter und Capitaine Barbara Duarte als Mittelblockerinnen, Samira Sulser, Ralitsa Vasileva und Anu Ennok über den Aussenangriff, sowie Alexandra Lorenz auf der Libera-Position. Eine Aufstellung, die so noch nie in ein Pflichtspiel gegangen war. Doch diese neu zusammengestellte Mannschaft zeigte im Startsatz nicht nur guten Volleyballsport, sondern überzeugte auch kämpferisch. Sie liess sich auch durch einen zwischenzeitlichen 12:16-Rückstand nicht irritieren, glich zum 22:22 aus und machte danach mit drei Punkten in Folge den Sack zu und ging damit satzmässig in Führung.
Doch die Freude währte nicht lange, denn im zweiten Satz lief nichts mehr zusammen und das neu zusammengewürfelte Team wurde gleich mit 25:9 vom Feld gefegt. Zu viele Annahmefehler und eine gegenüber dem Startsatz schwache Blockabwehr öffneten den Gästen aus dem Jura Tür und Tor. Nach der Pause zeigten sich die Gastgeberinnen, ab Mitte des Satzes mit Stammzuspielerin Tess von Piekartz, wieder verbessert und boten den den Sieg zwingend brauchenden Gästen wieder mehr Paroli. Trotzdem ging auch dieser Durchgang relativ klar zu Gunsten der Mannschaft von Trainer Romeu Filho aus.
Im vierten, ausgeglichenen Satz, kam dann auch noch Nachwuchsspielerin Selina Wehrle für Ennok zum Einsatz. Doch nach dem 12:12 hatte die Bulgarin Vasileva einen Black-Out und verschenkte mit zwei Annahmefehlern und zwei völlig misslungenen Angriffen gleich vier Punkte in Folge. Danach lief beim Heimteam nicht mehr viel zusammen (12:18) und Franches Montagnes durfte wenig später einen nicht budgetierten 3:1-Sieg bejubeln.
Eine Niederlage die ziemlich sicher Sinn macht
Verlieren ist nie schön, wenn aber eine nicht um jeden Preis verhinderte Niederlage in den Playoffs zum Vorteil werden kann, ist dies allemal zu verkraften. Fakt ist nämlich, dass dank diesem Sieg Franches Montagnes auf dem dritten Platz verbleibt und Neuchâtel UC hinter sich lässt. Das heisst im Klartext, dass Sm'Aesch Pfeffingen nach einem erfolgreichem Playoff-Viertelfinal im Halbfinal auf die Jurassierinnen treffen würde. Und in den bisherigen Partien in Meisterschaft und Cup hatte Franches Montagnes gegen die Stammformation der Baselbieterinnen jeweils keine Chance.
Diese Vorgaben spielten natürlich auch in den Ueberlegungen von Trainer Lippuner eine nicht unwichtige Rolle. Er wollte und musste auch den jungen Schweizerinnen Spielpraxis ermöglichen, was in den Playoffpartien dann wieder weniger möglich sein dürfte. Es ist davon auszugehen, dass sein Team bei einem Vergleich in maximal drei Spielen gegen den heutigen Gegner mit den Stammkräften die besseren Karten hat.
Löhrenacker. – 220 Zuschauer. – SR Stanisic/Dzankovic
Sm'Aesch Pfeffingen: Matter, Vasileva, Wenger, Ennok, Duarte, Sulser, Lorenz (Libera); von Piekartz, Künzler, Storck, Smitalova, Wehrle.
Franches Montagnes: Buchwalder, Edelman,Squyres, Sciarini (Libera), Kronenberg, Zaloznik, Busquets; Gerber, Rebetez, Castiglione, Vuilleumier, Donzé (Libera).
Bemerkungen: Sm'Aesch Pfeffingen ohne Deprati (geschont)