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NLA: Hôtel Cristal VFM - Sm'Aesch Pfeffingen: 0:3 (22:25; 13:25; 14:25)

Paul Ulli (JM) 06.04.2017

Sm'Aesch Pfeffingen mit einem Bein im Playoff-Final.
Dank einem klaren 3:0-Auswärtssieg gegen Hôtel Cristal VFM stösst Sm'Aesch Pfeffingen die Tür zum Playoff-Endspiel weit auf.
Von Paul Ulli, Rossemaison.
Vor diesem ersten Halbfinalspiel gegen Hôtel Cristal Franches Montagnes waren auf der Stirne von Sm'Aesch Pfeffingen Head-Coach Timo Lippuner kleine Sorgenfalten auszumachen. Die Gründe dafür waren offensichtlich: Die estnische Teamleaderin Anu Ennok fällt mit mehreren Bänderrissen im Fuss aus, Mittelblockerin Monika Smitalova leidet unter einer Bauchmuskelzerrung und das Gesicht von Madlaina Matter sah nach einem Zusammenstoss mit ihrer Teamkollegin Alexandra Lorenz anlässlich der U23-Schweizer Meisterschaft aus, als wäre sie in eine Klitschko-Linke gelaufen. Also nicht wirklich günstige Voraussetzungen für dieses enorm wichtige Auswärtsspiel in dieser Best-of-Three-Serie um den Finaleinzug. Und die Befürchtungen des Trainers wurden während des ausgeglichen verlaufenen Startsatzes resultatmässig nicht wirklich widerlegt. Beim zweiten technischen Time-Out führte das Heimteam knapp mit 16:14. Doch dann kam der grosse Auftritt der bisher sehr unglücklich kämpfenden Ralitsa Vasileva. Mit einer Achter-Service-Serie sorgte die Bulgarin für die Wende (16:23). Zwar kamen die Jurassierinnen nochmals gefährlich auf, doch am wichtigen Satzgewinn für die Baselbieterinnen änderte dies nichts mehr.
Starke Mannschaftsleistung und viel Selbstvertrauen
Auch im zweiten Durchgang war das Spielgeschehen zu Beginn sehr ausgeglichen (7:7). Doch in der Folge zeigte das variable Angriffsspiel der Gäste Wirkung und schon lag man mit zwölf Punkten in Front (9:21). Interessant war in dieser Phase des Spiels, dass sich praktisch alle Sm'Aesch Pfeffingen-Akteurinnen Punkte gutschreiben lassen konnten. Die Gastgeberinnen inklusive ihr Trainer Romeu Beltramelli Filho waren in dieser Phase der Verzweiflung nahe und der Satz war nach genau 19 Minuten und 59 Sekunden zu Gunsten des Favoriten entschieden.
Auch nach der kleinen Pause liess Sm'Aesch Pfeffingen nicht nach und lag beim ersten technischen Time-Out dank einer starken Serviceserie von Topscorerin Laura Künzler mit 3:8 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Sm'Aesch Pfeffingen-Angriffstrio Barbara Duarte (10), Maja Storck (11) und Künzler (12) praktisch gleich viele Punkte auf ihrem Konto. Doch auch auf Libera Thays Deprati war jederzeit Verlass und Passeuse Tess von Piekartz verteilte die Bälle schon fast mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht. Der Vorsprung wuchs weiter an und spätestens beim letzten Time-Out (7:16) war diese Partie zu Gunsten der Gäste gelaufen. Der Rest war Formsache und Schonung für die zweite Partie vom Samstag. Beim letzten Punkt von Künzler zum 14:25-Satzgewinn waren auch die anfänglichen Sorgenfalten bei Trainer Lippuner verschwunden. Und auch Vasileva strahlte und freute sich über ihre gute Leistung: "Wir waren heute vor allem als Team stark. Jede hat für die andere gearbeitet. Meine Aufschlagserie im ersten Satz hat mir dann das dringend nötige Selbstvertrauen gegeben."
Jetzt braucht Sm'Aesch Pfeffingen noch einen Sieg, um das zweite grosse Saisonziel, den Finaleinzug zu erreichen. ( Samstag, 17.00, Löhrenacker).
Salle Forum BIWI. – 450 Zuschauer. – SR: Grieder/Kälin
Franches Montagnes: Buchwalder, Edelman, Sciarini (Libera), Kronenberg, Busquets, Zaloznik; Gerber, Rothenbühler, Castiglione, Rebetez, Vuillemier, Donzé (Libera).
Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Deprati (Libera), Künzler, Storck, Smitalova, Duarte, Vasileva; Matter, Sulser, Wenger, Lorenz (Libera).
Bemerkungen: Franches Montagnes ohne Squyres (verletzt). Sm'Aesch Pfeffingen ohne Ennok (verletzt).