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1. PLAYOFF FINALSPIEL: SM'AESCH PFEFFINGEN - VOLERO ZÜRICH 1:3 (17:25; 16:25; 25:20; 22:25)

Paul Ulli (JM) 17.04.2017

Sm'Aesch Pfeffingen fordert Volero alles ab
Im ersten Spiel der Best-of-Five-Playoff-Finalserie verliert Sm'Aesch Pfeffingen trotz ausgezeichnetem Spiel gegen Serienmeister Volero mit 1:3.
Von Paul Ulli Aesch.


Trotz der von Swiss Volley ziemlich unglücklich gewählten Anspielzeit, Ostermontag 14.00 Uhr, fanden sich über 850 Zuschauer in der Löhrenackerhalle in Aesch ein und hofften erstens auf ein gutes und interessantes Volleyballspiel und zweitens auf eine Volleyballsensation. Nämlich dann, wenn das Zürcher Ueberfliegerteam von Volero nach 182 gewonnenen Spielen erstmals wieder als Verlierer auf Schweizer Ebene das Feld verlassen müsste. Und schon im Startsatz zeigten die Sm'Aesch Pfeffingen-Spielerinnen, dass sie zumindest der ersten Hoffnung Folge leisten wollten. Zur Freude der einheimischen Fans hielten die Gastgeberinnen gegen den übermächtigen Gegner ausgezeichnet mit und liessen sich von den grossen Namen auf der anderen Seite des Netzes nicht beeindrucken. Nach einer 8:7-Führung beim ersten Time-Out lag die Mannschaft von Head-Coach Timo Lippuner auch dank einer frech aufspielenden Maja Storck und der gute Blockarbeit verrichtenden Monika Smitalova und Capitaine Barbara Duarte wenig später nur knapp mit 14:16 in Rücklage. Doch in der Schlussphase dieses ersten Durchgangs setzte sich die internationale Klasse und auch Grösse von Volero-Capitaine Natalya Mammadova (196 cm) und Foluke Akinradewo (191 cm) durch und die Gäste gingen dank dem 25:17-Satzgewinn erwartungsgemäss in Führung.


Volero kommt ins Wanken
Im zweiten Satz machte sich das Sm'Aesch Pfeffingen-Team das Leben zu Beginn selber schwer, indem es zu viele Eigenfehler bei der Annahme und beim Service beging und deshalb rasch mit 6:13 zurück lag. Doch jetzt erwachte das Kämpferherz in Topscorerin Laura Künzler und ihren Teamkolleginnen. Mit einer grandiosen Aufholjagd kam man bis auf 12:14 heran, aber Olesia Rykhliuk und die immer höher springende US-Amerikanerin Akinradewo liessen in der Folge nichts mehr anbrennen und gingen wie erwartet satzmässig mit 2:0 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt wettete in der Halle kaum mehr einer auf Sm'Aesch Pfeffingen. Aber genau dies spornte die Spielerinnen offensichtlich an und mit einer jetzt stark aufspielenden Tess von Piekartz am Pass und einer endlich die nötigen Punkte machenden Bulgarin Ralitsa Vasileva bot man dem haushohen Favoriten Paroli und lag nach einem 12:12 immer mit zwei bis drei Punkten voraus. Wer jetzt aber dachte, die Gäste würden dies mal so kurz korrigieren, sah sich getäuscht. Ganz im Gegenteil. Die jetzt mit der Unterstützung des Publikums wie beflügelt aufspielenden Baselbieterinnen holten sich den Satz und konnten überraschend auf 1:2 verkürzen.


Zu viele Servicefehler bringen die Entscheidung
Und wer weiss, ob es in dieser Partie vielleicht nicht doch noch zu einer Sensation gereicht hätte, wenn im vierten Satz die Sm'Aesch Pfeffingen-Spielerinnen nicht ausgerechnet immer bei einer Führung beim Service gepatzt hätten. Dazu kam in dieser Phase des Spiels auch noch etwas Glück für die Zürcherinnen, deren Angriffe oftmals nur ganz knapp noch im Feld landeten. So sah es auch die holländische Passeuse von Piekartz: "Wir haben gut gespielt und es hat vor allem auch viel Spass gemacht. Leider waren es im vierten Satz gleich vier knappe Bälle, die zu unseren Ungunsten liefen."
Das zweite Spiel dieser Finalserie findet am kommenden Mittwoch um 19.30 in der Sporthalle Im Birch in Zürich statt.


Löhrenacker. - 880 Zuschauer (Saisonrekord).- SR Enkerli/Rüegg


Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Duarte, Smitalova, Künzler, Deprati (Libera), Storck, Vasileva; Matter, Sulser, Wenger, Lorenz (Libera).


Volero Zürich: Zivkovic, Schottrof, Rykhliuk, Popovic (Libera), Mammadova, Akinradewo, Unternährer; Lengweiler, Rabadzhieva, Malkova, Mariana, Carcaces.


Bemerkungen: Sm'Aesch Pfeffingen ohne Ennok (verletzt), Volero ohne Fabiola (verletzt), Karadayi und Orlova (überzählig).