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Sm'Aesch Pfeffingen im Europacup - Zu viele Fehler verhindern einen Exploit

Paul Ulli 14.12.2017

Volleyball. Im CEV Challenge Cup verliert Sm'Aesch Pfeffingen gegen Mladost Zagreb aus Kroatien nach gutem Beginn völlig unnötig mit 1:3. Von Paul Ulli

Aesch. Erstmals durften sich die bis jetzt in 13 Meisterschaftsspielen ungeschlagenen Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen über eine würdige Kulisse freuen. Mehr als 700 Zuschauer verfolgten in der Aescher Löhrenackerhalle die Partie gegen die Kroatinnen von Mladost Zagreb. Und die Volleyballfans wurden nicht enttäuscht. Von Beginn an spielten die beiden Teams auf Augenhöhe und kein Team konnte sich resultatmässig absetzen. Die Gastgeberinnen rissen beim zweiten technischen Time-Out erstmals die Führung an sich (16:15). In einer dramatischen Schlussphase in diesem verlängerten Startdurchgang waren es ein Superangriff von Maja Storck und ein Block von Jazmine White welche beim 28:26 die Satzführung für Sm'Aesch Pfeffingen bedeuteten.

Dieser Satzgewinn löste beim Heimteam die doch noch immer in der Halle schwebende Nervosität und vor allem Nicole Walch fand jetzt immer wieder eine Lücke im starken Block der grossgewachsenen Kroatinnen. Die Folge dieses veritablen Sm'Aesch-Zwischenspurts war ein Fünfpunkte-Vorsprung (18:13), doch das junge Gast-Team kämpfte sich wieder heran und glich nicht nur das Skore aus (19:19), sondern ging dank plötzlich zu vielen unnötigen Eigenfehlern der Mannschaft von Head-Coach Andy Vollmer in Führung und holte sich den kaum mehr erwarteten Satzausgleich.

Im dritten Satz schienen sich die Baselbieterinnen vom Schock des Ausgleichs zwar erholt zu haben und zogen mit 4:0 davon, doch eine unerklärliche Baisse brachte den Kroatinnen fast aus dem Nichts eine 7:11-Führung ein. Und diese gaben die Osteuropäerinnen trotz einem zwischenzeitlichen Aufbäumen der Spielerinnen um Capitaine Tess von Piekartz bis zum Satzende nicht mehr ab. Diesen Tiefschlag verdaute Sm'Aesch Pfeffingen nicht mehr und die sonst zuverlässigen Punktesammlerinnen wie Nicole Walch, Topskorerin Storck und Routinier Anu Ennok zeigten plötzlich Nerven und verschlugen schlicht zu viele Bälle. Beim zweiten technischen Time-Out in Satz Vier war dann das Spiel zu Gunsten der Kroatinnen gelaufen (10:16), denn die Gäste liessen gegen jetzt auch unglücklich kämpfende Sm'Aesch-Akteurinnen nichts mehr anbrennen.       

 

Sm'Aesch Pfeffingen – Mladost Zagreb 1:3 Sätze: 28:26, 20:25, 18:25, 16:25 Löhrenacker. – 720 Zuschauer. – SR Mardar (Moldavien)/Fragkakis (Griechenland)

Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Storck, White, Ennok, Walch, Matter, Pogany (Libera); Zaugg, Werfeli, Visentin (Libera).

Mladost Zagreb: Butigan, Kulic, Pavicic, Rajkovic (Libera), Samadan, Stimac, Volmut; Josipovic, Jurisic, Lada, Matic (Libera), Pazin.