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Sm'Aesch Pfeffingen in der Meisterschaft erstmals bezwungen

Paul Ulli 18.12.2017

Volleyball. In einer äusserst ausgeglichenen und hart umkämpften Partie unterliegt Sm'Aesch Pfeffingen einem starken Kanti Schaffhausen mit 1:3, bleibt aber trotzdem an der Tabellenspitze. Von Paul Ulli

 

Aesch. Nicht erst in diesem vierten Spiel innert sieben Tagen merkte man den Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen die Strapazen an. Bereits im Europa-Cupspiel gegen Mladost Zagreb lief nach gewonnenem Startsatz plötzlich nicht mehr viel zusammen. Gleiches dann in der mit 3:1-Sätzen gewonnenen Freitagspartie gegen Galina Schaan. Irgendwie fehlt bei einigen Spielerinnen die nötige Spritzigkeit und damit auch die Lockerheit. Vor allem die beiden erfolgreichsten Punktesammlerinnen im Team von Head-Coach Andreas Vollmer, Maja Storck und Nicole Walch, kamen zeitweise überhaupt nicht auf Touren und machten zu viele Fehler.s

So brauchte es vor dem Spitzenspiel gegen die Munotstädterinnen eine möglichst schnelle Regeneration. Im ersten Satz waren es dann zunächst die Gäste, welche den Ton angaben und sich dank ihrer Topskorerin Chantale Riddle einen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeiteten. Doch Sm'Aesch Pfeffingen fand wieder in die Spur, glich aus und lag beim zweiten technischen Time-Out mit 16:14 in Führung. Doch wie schon so oft in den letzten Spielen tat ein Vorsprung den Baselbieterinnen nicht gut und man liess den Gegner wieder ausgleichen (20:20). In einer dramatischen Schlussphase vergab das Heimteam dann einen Satzball und die Mannschaft von Trainer Nicki Neubauer liess sich bei seinem kurz darauf nicht zweimal bitten und die Satzführung für Schaffhausen war perfekt.

 

Heimteam unter Druck

Doch die Gastgeberinnen reagierten auf den Rückstand. Jetzt mit der am Freitag schon als Joker ins Spiel gekommenen Livia Zaugg für Topskorerin Maja Storck im Angriff lag man beim zweiten technischen Time-Out mit 16:13 voraus und nach einer guten Service-Serie von Anu Ennok lag der Satzausgleich auf dem sogenannten silbernen Tablett. Doch das Szenario vom ersten Durchgang wiederholte sich. Ein Vorsprung (23:20) und ein Satzball konnten nicht genutzt werden und Kanti Schaffhausen nutzte seinen zweiten Satzball zur 2:0-Führung nach Sätzen. Und gerade in dieser Phase wurde deutlich, dass die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit der letzten Wochen bei Sm'Aesch Pfeffingen irgendwie weg war.

 

Etwas von diesen Tugenden blitzte dann im dritten Satz wieder auf und der Sm'Aesch-Vorsprung betrug zweitweise fünf Punkte. Und diesmal ging nichts mehr schief und das Heimteam wahrte mit dem 25:18-Satzresultat seine Chance auf einen doch noch positiven Ausgang dieses Spiels. Doch wie leer der Tank bei den Sm'Aesch Pfeffingen-Spielerinnen wirklich ist, zeigte sich im vierten Satz, als man nach einer 5:2-Führung völlig einbrach und dem Gegner sage und schreibe neun Punkte in Folge zugestehen musste.

Doch Trainer Vollmer schien noch einen Ersatzkanister bereit zu halten, denn Sm'Aesch erholte sich und ging seinerseits mit 23:22 in Führung. Doch am Schluss hatten die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes den längeren Atem und durften sich als erster Bezwinger des Tabellenführers feiern lassen. «Es war einfach zu viel für meine Spielerinnen. Vier schwere Spiele in sieben Tagen, dazu steht Storck in schulischen Prüfungen und ist erkältet, Ennok in einem leichten Formtief. Trotzdem haben alle gekämpft bis zum Umfallen, doch es sollte diesmal einfach nicht sein» sagte Coach Vollmer nach der aufreibenden Partie.      

Sm'Aesch Pfeffingen – Kanti Schaffhausen  1:3 Sätze: 24:26, 25:27, 25:18, 23:25 Löhrenacker. – 280 Zuschauer. – SR Sanapo/Rüegg

Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, White, Matter, Storck, Walch, Pogany (Libera), Ennok; Zaugg, Werfeli, Visentin.

Kanti Schaffhausen: Riddle, N. Lutz, Lowak, Guyer, Holaskova, Edberg (Libera), Cukseeva; Stapleton, Smiljkovic, A. Lutz, Boillat, Pavlovic.