> Zurück

Sm'Aesch am Ende effizienter als das grosse Volero

Thomas Wirz 21.01.2018

Die Birstalerinnen schlagen im Spitzenkampf den Serienmeister verdient 3:1 Von Thomas Wirz

Aesch. Eine randvolle Löhrenacker-Halle, erwartungsfrohe Sm'Aesch-Fans und eine Heimequipe, die von der ersten Minute an hellwach war. Der Tisch war angerichtet für den mit Spannung erwarteten Spitzenkampf zwischen Sm'Aesch-Pfeffingen und Volero Zürich. Das servierte Menu hatte es denn auch in sich. Der erste Gang gehörte den Birstalerinnen, die bald schon mit 11:7 voran lagen und die Führung via ein 16:11 beim zweiten Technischen Time-Out bis zum 25:22-Satzgewinn auch nicht mehr abgaben.

Durchgang zwei verlief ausgeglichener, wobei die ohne ihre verletzte Topangreiferin Rosir Calderon (Schulterverletzung) angetretenen Zürcherinnen jetzt auch dank einer kleinen Schwächephase von Sm'Aesch-Offensivtrumpf Nicole Walch leichte Vorteile hatten. Weil Sm'Aesch auf ein 14:20 jedoch zu reagieren wusste und aus dem klaren Rückstand ein 23:22 machte, hatten die Gastgeberinnen das Momentum wieder auf ihrer Seite. Nachdem sie indes einen Satzball nicht verwerten konnten, machte der leicht favorierte Serienmeister etwas glückhaft gleich drei Punkte in Folge zum 1:1-Satzausgleich.

Genau umgekehrtes Szenario dann im dritten Akt. Nach einem wiederum ausgeglichenen Schlagabtausch, in dem die Truppe von Headcoach Andreas Vollmer durchwegs leicht vorangelegen war, verspielte diese vorerst eine 23:20-Führung, ehe in der Satzverlängerung die gestern brillant aufspielende Jazmine White sowie Walch zur Freude der 900 Fans doch noch die kapitalen zwei Punkte zum so wichtigen 2:1-Satzvorsprung erzielten.

Das Heimteam war nun endgültig im Flow und dominierte den vierten Abschnitt anfänglich eindeutig. Weil sich aber beim klaren Spielstand von 16:11 dann bei Sm'Aesch doch noch so etwas wie Bruder Leichtfuss einschlich und sich das erfolgsverwöhnte Volero energisch gegen die bereits vierte Saisonniederlage  stemmte, wurde der nationale Topvergleich Zweiter gegen Erster nochmals richtig spannend. Der Gast glich zum 20:20 aus, bevor sich die Aescherinnen erneut effizienter zeigten und den zweiten Matchball zum frenetisch gefeierten 3:1-Heimsieg (25:22, 24:26, 26:24, 25:23) verwandelten.      

 

Die Tabellenführung zurückgeholt

Auch wenn Sm'Aesch gesamthaft bloss fünf Punkte mehr erzielte als der Champions League-Vertreter, darf der schon zweite Saisonerfolg über Volero – die Zwischenbilanz steht nach vier direkten Duellen nun bei 2:2 und 9:7-Sätzen für die Baselbieterinnen – gewiss als verdient bezeichnet werden. Sie lagen während drei Vierteln der Partie in Führung und hätten zumindest den ersten und vierten Satz deutlicher gewinnen können. Was Mittespielerin White, die mit 17 direkten Punkten grossen Anteil am Sieg hatte, letztlich egal war: «Hauptsache, wir haben gewonnen und dies erst noch mit dem Punktemaximum. Ich bin total zufrieden», strahlte die Kanadierin nach Spielschluss um die Wette.

Dank dem Dreipunkte-Sieg hat sich das Birstaler Kombinat gleich auch die vorübergehend an Volero abgegebene Tabellenführung zurückerobert. Feiern konnten die Sm'Aesch-Volleyballerinnen gleichwohl nicht. Bereits am Mittwochabend folgt das nächste kapitale Spiel, wenn es im Challenge-Cup gegen die Rumäninnen von Stiinta Bacau geht.

Sm’Aesch-Pfeffingen – Volero Zürich (25:22, 24:26, 26:24, 25:23) Löhrenacker. – 880 Zuschauer. – SR: Grellier/Wiederkehr.

Aesch: Von Piekartz (C/5 Punkte), Matter (9), White (17), Storck (14), Walch (19), Ennok (10), Zaugg (1), Pogany.