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Der Serienmeister reaktiviert Calderon und revanchiert sich

Thomas Wirz 29.01.2018

Sm'Aesch verliert den Cup-Viertelfinal gegen Volero trotz vorzüglichem Start mit 1:3. Von Thomas Wirz

Oerlikon/Aesch. Die 1:3-Niederlage im letzten Meisterschaftsspiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen muss Volero-Präsident Stav Jacobi ziemlich gewurmt haben. Nachdem er mitbekommen hatte, dass seine Equipe ohne die gesundheitlich angeschlagene Angriffsleaderin Rosir Calderon gegen die erstarkten Birstalerinnen fast chancenlos war, handelte er und verpflichtete letzte Woche mit der Serbin Ana Bjelica (25) und der Kubanerin Liset Herrera Blanco (19) zwei neue Ausländerinnen. Diagonalangreiferin Bjelica ist Europameisterin und die 1 Meter 92 grosse Blanco eine kubanische Nationalspielerin.

Erstere gab schon am Samstag beim 3:0-Auswärtssieg der Zürcherinnen bei Kanti Schaffhausen erste Kostproben ihres Könnens und stand denn auch im gestrigen Cup-Viertelfinalknüller gegen Sm'Aesch phasenweise auf dem Feld.

Ueberraschend mit dabei im Team des Serienmeisters war auch Calderon, die im ersten Satz aber noch kaum Akzente setzen konnte. Sm'Aesch war im Gegenteil zu Beginn tonangebend, führte beim zweiten Technischen Time-Out 16:14 und schloss den Startabschnitt mit zwei Serviceassen von Madlaina Matter stilgerecht ab.

Auch in Durchgang zwei sah es für das Gastteam zumindest vorerst gut aus. Weil Calderon spätestens jetzt aber erwacht war und sich Sm'Aesch den einen oder anderen Eigenfehler erlaubte, entschied Volero die Satz-Schlussphase vom 17:17 bis zum 25:18 klar für sich. Womit - rückblickend betrachtet - eine Vorentscheidung in diesem vorweg genommenen Cupfinal bereits gefallen war.

Bei der Equipe von Headcoach Andreas Vollmer war der Faden nun nämlich gerissen. Der Champions League-Vertreter dominierte in der Folge deutlich und gewann den dritten Satz mit 25:13 gar diskussionslos. Dass es definitiv nicht der Abend der Baselbieterinnen wurde, hatte dann zumindest teilweise auch mit dem einen oder anderen umstrittenen Entscheid der beiden Unparteiischen zu tun. Nach einer minutenlangen Diskussion zu Beginn von Satz vier – ein offensichtlicher Volero-Aufstellungsfehler wurde vom Refduo nicht geahndet - lagen die Nerven der Sm'Aesch-Spielerinnen blank, wovon Volero profitierte und gleich auf 13:5 davonzog.

Womit der Cup-Viertelfinal so gut wie entschieden war und das bereits fünfte Saisonduell zwischen den beiden stärksten nationalen Frauenteams dieses Mal mit 3:1 (18:25, 25:18, 25:13, 25:14) klar an die Favoritinnen ging. «Volero war im dritten und vierten Satz physisch klar stärker. Zudem hatten wir im Gegensatz zu ihnen heute keine Angreiferin der Extraklasse», bilanzierte Trainer Vollmer nach dem nicht ganz unerwarteten Cup-Aus. 

 

Problemloser Sieg gegen Franches

Nur 24 Stunden zuvor hatte der Tabellenführer die Pflichtaufgabe im Heimspiel gegen Franches-Montagnes sehr souverän erledigt. Beim 3:0 (25:18, 25:13, 25:21) über den Liga-Zweitletzten geriet er nie in Gefahr, auch nur einen Satz abgeben zu müssen.

Womit die Aescherinnen nach inzwischen 20 Meisterschaftsrunden weiter einen Punkt vor dem grossen Volero bleiben.

Sm'Aesch-Pfeffingen – Franches-Montagnes 3:0 (25:18, 25:13, 25:21) Löhrenacker. – 200 Zuschauer. – SR: Rüegg/Jungen. Aesch: Von Piekartz (C/5 Punkte), Matter (12), White (5), Werfeli, Storck (14), Walch (8), Ennok (6), Zaugg (7), Pogany.

Bemerkungen: Sm'Aesch ohne Visentin (mit zweitem Team).

Schweizer Cup, Viertelfinals Volero Zürich – Sm'Aesch 3:1 (18:25, 25:18, 25:13, 25:14) Im Birch. – 240 Zuschauer. – SR: Grieder/Sikanijc.