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Sm'Aesch Pfeffingen in Griechenland überrollt

Paul Ulli 27.02.2018

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen verlieren das Rückspiel gegen Olympiakos mit 0:3-Sätzen und scheiden aus. Von Paul Ulli, Piräus

Eines war vor dem Viertelfinal-Rückspiel im CEV Challenge Cup gegen den griechischen Rekordmeister Olympiakos Piräus schon klar. Für die Sm'Aesch Pfeffingen- Spielerinnen von Headcoach Andreas Vollmer stand ein sehr schwieriges Unterfangen an. Und da die Partie in Griechenland stattfand, könnte man auch sagen, dass so etwas wie eine Herkules-Aufgabe bevorstand, um die 1:3-Niederlage vom vergangenen Donnerstag in Aesch noch korrigieren zu können.

Doch sowohl der Sm'Aesch-Trainerstaff, als auch die Protagonistinnen selber wussten ganz genau, woran sie im Hinspiel gescheitert waren. Nämlich nicht nur an den beiden deutschen Europameisterinnen Saskia Hippe und Jana Poll in Diensten der Griechinnen, sondern auch an ihrer ungewohnt schwachen Angriffsquote, welche teilweise auf die ungewohnt ungenauen Zuspiele von Passeuse Tess von Piekartz zurück zu führen waren. Dies war denn auch für das Team die Hauptaufgabe in den letzten Trainingstagen, dieses Manko auszumerzen.

 

Stimmung wie bei einem Fussballspiel

Doch unter dem ohrenbetäubenden Gekreische und dem bei jeder Ballberührung einer Sm'Aesch-Spielerin buhenden Olympiakos-Publikum fand das Birstaler Kombinat nie richtig in dieses Spiel. Nach einer Achter-Service-Serie der US-Amerikanerin Stephanie Niemer und drei Sm'Aesch-Servicefehlern lag man beim zweiten technischen Time-Out bereits hoffnungslos mit 3:16 in Rückstand und wurde in diesem Startsatz gleich mit einem 4:25 gedemütigt. Nach diesem in jeder Beziehung katastrophalen Beginn mussten die zehn mitgereisten Sm'Aesch-Anhänger um die Moral ihrer Spielerinnen bangen. Denn auch der Start in den zweiten Satz war wenig berauschend (1:6). Dies war insbesondere bitter, da die Hälfte dieser Olympiakos-Punkte auf technische Fehler der Sm'Aesch-Spielerinnen mutierten. Aber so einfach abschlachten lassen wollten sich die Baselbieterinnen in der Folge aber doch nicht und kämpften sich Punkt für Punkt in die Partie (10:13). Es waren dann aber erneut zu viele Eigenfehler unter dem Pfeifkonzert der unfairen griechischen Zuschauer, welche bereits nach dem zweiten Satz das Europacup-Abenteuer der Schweizerinnen beendeten.Der Rest dieses Spiels hatte dann nur noch statistischen Wert. «Es war einfach nicht unser Tag heute. Ich habe keine Ahnung warum wir so viele Fehler gemacht haben. Und das laute Publikum hat mich persönlich eher angespornt» sagte nach der Pleite eine doch ziemlich enttäuschte Madlaina Matter.  

 

Trotz dem Ausscheiden eine starke Europacup-Kampagne

Auch wenn es dem Baselbieter Spitzenteam nicht gelungen ist in den Halbfinal einzuziehen, wo man dann vermutlich auf den russischen Vertreter aus Krasnodar getroffen wäre, darf die Mannschaft stolz auf ihre Leistung sein. Denn schon das Weiterkommen gegen den kroatischen Vertreter von Mladost Zagreb und den rumänischen Spitzenclub Stiinta Bacau ist als veritabler Erfolg zu werten und gibt den Spielerinnen für die entscheidende Phase in den Playoffs der Schweizer Meisterschaft das nötige Selbstvertrauen.   

Olympiakos Piräus -  Sm'Aesch Pfeffingen 3:0  Sätze: 25:4, 25:18, 25:20 Hall Melina Merkouri Rentis. – 660 Zuschauer. – SR Vanaveski (Estland)/Niklova (Serbien)

Olympiakos Piräus: Giota, Niemer, Poll, Kokkinaki (Libera), Papadoupoulou, Christodoulou, Hippe ; Konstantinidou, Lamprousi, Milentigievits, Vlachaki, Konomi (Libera).

Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Walch, Matter, Storck, White, Ennok, Pogany (Libera); Zaugg, Werfeli, Visentin.