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Sm'Aesch Pfeffingen wie verwandelt

Paul Ulli 14.10.2018

Im ersten Vergleich zweier Meisterschaftsanwärter nach der Aera Volero Zürich gewinnt
Sm'Aesch Pfeffingen gegen Volley Düdingen überraschend klar mit 3:0-Sätzen.
Von Paul Ulli


Man durfte gespannt sein, wie Sm'Aesch Pfeffingen die doch eher unerwartete Niederlage im Super-Cup gegen Neuchâtel wegsteckt hat. Man hatte die Partie gegen die Waadtländerinnen zwar  während fast zwei Sätzen gut im Griff, scheiterte danach aber an zu vielen Eigenfehlern, vor allem bei der Annahme. Auch der Start ins Meisterschafts-Spitzenspiel gegen Düdingen gelang nicht wirklich wunschgemäss. Bei den beiden technischen Time-Outs des Startsatzes lag das Team von Head-Coach Andreas Vollmer nämlich jeweils mit zwei respektive drei Punkten in Rücklage.
Dies vor allem, weil die letztjährige Liga-Topskorerin Danielle Harbin auch in dieser Partie ihrer Rolle vollauf gerecht wurde und die Sm'Aesch-Defensive vor meist unlösbare Aufgaben stellte. Doch mit einem unglaublichen Zwischenspurt und der erstmaligen Führung (19:18) fanden die Gastgeberinnen
endlich ins Spiel. Zurückzuführen war diese Steigerung vor allem auf die formidable Blockarbeit von Capitaine Madlaina Matter, Gabi Schottroff und Dora Grozer. Es war dann Passeuse Taylor Tashima, welche den ersten Satzball für das Sm'Aesch-Team mit einem sensationellen Ass verwertete.

 

Weiterhin ein Volleyball-Spiel auf hohem Niveau

Auch im zweiten Satz erwischte die Fribourgerinnen, wiederum dank ihrer Topskorerin, den besseren Start und lagen zwischenzeitlich mit bis zu vier Punkten in Führung (11:7). Doch erneut war dieser Rückstand ein Weckruf für die Sm'Aesch-Spielerinnen, vor allem für die deutsche Aussenangreiferin Grozer, die beim Spielstand von 8:12 gleich sechsmal den Service durchbrachte und damit die erstmalige Führung in diesem Durchgang bewerkstelligte (14:12). In der Folge blieb das Geschehen resultatmässig ausgeglichen, doch mit einer erneuten Steigerung in der Schlussphase dieses
Satzes hatte wiederum das Heimteam klar die Nase vorn und es war die stark spielende Schottroff, welche den ersten Satzball mit viel Wucht im gegnerischen Feld unterbrachte.


Nichts Neues im dritten Satz


Auch im dritten Satz mussten die in zart-rosa bedressten Sm'Aesch-Akteurinnen wieder einem Rückstand hinterherlaufen (7:10). Aber es wäre nicht normal gewesen an diesem Sonntagnachmittag, wenn nicht nach wenigen Ballwechseln und einigen schönen Angriffen der jetzt endlich ins Spiel gekommenen Brasilianerin Jessica Ventura, auch diesmal das Resultat zu Gunsten der Gastgeberinnen gedreht hätte (20:14). Der Rest dieses Spitzenspiels war dann ein Schaulaufen vor einem begeisterten Publikum und es war Ventura, welche den dritten Matchball souverän verwertete.


Nach dem Spiel war vor allem Neuzugang Dora Grozer erleichtert: «Wir haben uns nach dem Supercup-Spiel in Gümligen für unsere Leistung richtiggehend geschämt. Da lief plötzlich gar nichts mehr und heute lief es gerade umgekehrt. Zu Beginn der Sätze haben wir zwar immer etwas gewackelt, doch dank unserem variableren Angriffsspiel konnten wir das Blatt jeweils wenden und diesen für das Selbstvertrauen wichtigen Sieg landen.»

Sm’Aesch Pfeffingen – Volley Düdingen 3:0
Sätze: 25:20, 25:17, 25:20
Löhrenacker. – 450 Zuschauer. – SR Grieder/Wiederkehr


Sm’Aesch Pfeffingen: Zaugg, Tupac (Libera), Schottroff, Matter, Grozer, Ventura, Tashima; Schwörer, Werfeli, Maeder, Saladin (Libera).


Düdingen: Becker, Harbin, Deprati (Libera), Marbach, Granvorka, Moffet, Brunner; Sulser, Beamish, Brunner, Zurlinden, Kressler.


Bemerkungen: Sm’Aesch Pfeffingen ohne Fabien (verletzt). Düdingen ohne Rottaris (verletzt), Marx und Portmann (überzählig).