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Revanche beinahe missglückt

Paul Ulli 18.11.2018

Sm'Aesch Pfeffingen gewinnt in der Supercup-Revanche gegen Neuchâtel UC nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2-Sätzen und bleibt damit in der Meisterschaft ungeschlagen. Von Paul Ulli

Natürlich war die Niederlage im ersten Saison-Ernstkampf bei den Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen schnell verdaut gewesen. Denn in der Folge konnte das Team von Head-Coach Andreas Vollmer in der Meisterschaft gleich sechs Siege in Folge feiern. Doch vor allem Topskorerin Dora Grozer wollte die Scharte auswetzen: «Es war auch von mir ein fürchterliches Spiel. Sowohl bei der Annahme als auch im Angriff habe ich so ziemlich alles falsch gemacht! Nun sei’s drum, alles Schnee von gestern.»

Doch so einfach, wie die Deutsche dies mit ihrer Aussage meinte, ging es in der Folge nicht. Ganz im Gegenteil. Nach einer scheinbar beruhigenden 16:11-Führung beim zweiten technischen Time-Out des Startsatzes fanden die Gäste mit Topskorerin Martenne Bettendorf und Kyra Holt wieder ins Spiel und gewannen den Satz noch mit 25:23. Die Gastgeberinnen patzten in der Schlussphase vor allem bei der Annahme.

Reaktion bleibt lange aus

Die Neuenburgerinnen nahmen den Schwung des ersten Satzes mit in Durchgang Zwei und lagen sowohl beim ersten, als auch zweiten technischen Time-Out knapp vorne. Zugegeben, einige Punkte der Gästespielerinnen war glücklich, doch die Leistung des Heimteams glich an diesem Nachmittag derjenigen des Supercups von vor sechs Wochen. Kein Druck beim Service, miserable Annahmequote und die Angriffe zu oft im Aus, was allerdings auch mit der ebenfalls wenig überzeugenden Leistung von Passeuse Taylor Tashima zu tun hatte.

Denn auch der Start in den dritten Satz gelang nicht nach dem Gusto des Sm'Aesch-Trainerstaffs und erst beim Spielstand von 19:16 zu Gunsten der Baselbieterinnen kam nochmals etwas Hoffnung auf, diese Partie eventuell doch noch drehen zu können. Und tatsächlich, trotz einigen weiteren unnötigen Geschenken an den Gegner konnte Sm'Aesch satzmässig verkürzen.

Doch der Start in den vierten Satz liess wenig Gutes erahnen (0:5). Es brauchte dann eine Sechser-Service-Serie von Jessica Ventura um sich beim zweiten technischen Time-Out über einen 16:13-Vorsprung und wenig später über den Satzausgleich freuen zu können.

Im damit nötig gewordenen Tie-Break lag der Tabellenführer schnell mit 5:1 in Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr preis. «Wir hatten bis zum letzten Ball den Willen die Revanche zu schaffen und haben es zum Glück nach einigen Hängern noch geschafft» sagte eine glückliche Grozer nach dem Spiel.   

 

Sm'Aesch Pfeffingen – Neuchâtel UC  3:2 Sätze: 23:25, 20:25, 25:22, 25:20, 15:10 Löhrenacker. – 620 Zuschauer. – SR Nellen/Hefti

Sm'Aesch Pfeffingen: Grozer, Matter, Zaugg, Tupac (Libera), Schottroff, Ventura, Tashima; Werfeli, Schwörer, Saladin, Maeder.

NUC: Bettendorf, Holt, Dalliard (Libera), S. Trösch, Lengweiler, Scambray, Halter, C. Trösch, Staffelbach, Girard, Wigger (Libera), Pierret.

Bemerkungen: Sm'Aesch ohne Fabien (verletzt).