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Sm'Aesch schafft das Weiterkommen im Golden Set

Thomas Wirz 07.12.2018

Die Birstalerinnen schlagen nach starkem Auftritt im Europacup-Rückspiel Oudegem 3:1 und 15:9. Von Thomas Wirz

Basel. Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch-Pfeffingen jubeln und liegen sich in den Armen. Sie haben eben an neuer Wirkungsstätte in der St.Jakobshalle das CEV-Europacup-Rückspiel gegen den VC Oudegem mit 3:0 (25:16, 25:14, 25:21) gewonnen und sich dann auch im Golden Set souverän durchgesetzt. Damit ziehen sie in die Achtelfinals des CEV-Cups ein, wo sie auf das ungarische Team von Linamar Bekescabai  treffen werden.

Was war das für ein Kontrast zur ersten Partie im ostflämischen Dendermonde! Wer vor einer Woche das Hinspiel miterlebt hatte, rieb sich nach spätestens einer Viertelstunde verwundert die Augen. Waren das die gleichen Teams, die sich beim 3:1-Sieg von Oudegem in Belgien gegenüber gestanden hatten? Ja, es standen hüben wie drüben die gleichen Spielerinnen auf dem Feld wie vor Wochenfrist. Das heisst, dass auf Seiten der Gastgeberinnen wiederum die erst 16-jährige Annalea Maeder als zentrale Passverteilerin auflief. Da sie dies gestern noch besser tat als im Hinspiel und Sm'Aesch von Anfang an viel Druck mit dem Service entwickelt konnte, war das Heimteam schon bald voll im Spiel. Es gewann den ersten Abschnitt mit 25:16 und den zweiten noch eine Spur deutlicher 25:14. Erst in Durchgang drei vermochten sich auch die Belgierinnen in die Partie zu kämpfen und führten vorübergehend 11:9 und 18:17. Die Spielerinnen von Headcoach Andreas Vollmer behielten in der heiklen Phase aber kühlen Kopf und kämpften sich auch dank den Punkten von Dora Grozer (total 17) und einem starken Block in den angestrebten Golden Set.

Die 1050 Zuschauer waren spätestens jetzt begeistert und erhofften sich eine Fortsetzung des formidablen Sm'Aesch-Auftrittes auch in der Kurzentscheidung auf 15 Punkte. Dank einer Fünfpunkte-Serviceserie von Annalea Maeder lag die Heimequipe gleich mit 5:2 vorne und gab die Führung nicht mehr ab. Es war Captain Madlaina Matter vorbehalten, den dritten Matchball zum vielbejubelten 15:9-Endstand ins gegnerische Feld zu hämmern.

«Wir haben viel besser aufgeschlagen und auch stärker angenommen als in Belgien. Und ich denke, der Block stand heute auch nicht ganz schlecht», meinte Mittelblockerin Gabi Schottroff nach der in dieser Deutlichkeit kaum mehr erwarteten Wende im Rückspiel strahlend.   Die Baselbieterinnen haben damit innert Jahresfrist zum zweiten Mal ein kleines Europacup-Wunder vollbracht. Im letzten Januar verloren sie im Challenge-Cup zu Hause gegen Mladost Zagreb 1:3 und gewannen dann auswärts 3:0 sowie anschliessend, wie gestern, auch den Golden Set.

Zeit zurückzulehnen haben die Baselbieterinnen jedoch nicht. Bereits am Samstag folgt – dann wieder im heimischen Löhrenacker – der Liga-Spitzenkampf gegen Kanti Schaffhausen.     

Sm'Aesch-Pfeffingen – VC Oudegem 3:0 (25:16, 25:14, 25:21). Golden Set: 15:9 St.Jakobshalle. – 1050 Zuschauer. – SR: Kolehmainen (Fi)/Zahkarova (Slk).

Sm'Aesch: Maeder (2), Matter (11), Schottroff (12), Werfeli, Grozer (17), Zaugg (7), Ventura (12), Schwörer, Tupac, Saladin.

Oudegem: Van Sas, Vandendriessche, Vanassche, Kindt, Lo Guasto, Cianci, Kolsvik, Daniels, De Wilde, Driesen.   

Bemerkungen: Sm'Aesch ohne die verletzten Tashima und Fabien.