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Starke Wochenbilanz: 7:0 - Sätze im Europacup und im Spitzenkamp

Thomas Wirz 09.12.2018

Die Sm'Aesch-Volleyballerinnen entlassen Kanti mit einem 3:0 Von Thomas Wirz

Aesch. Der Tabellenzweite gegen den Dritten: Was als Spitzenkampf und vermutliches Duell auf Augenhöhe angekündigt wurde, geriet zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit. Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch-Pfeffingen hatten vor 430 Fans ein müde wirkendes Kanti Schaffhausen jederzeit im Griff und setzten sich mit 3:0 (25:16, 25:20, 25:21) souverän durch. Nur drei Tage nach dem überzeugenden Europacup-Auftritt gegen den VC Oudegem in der St.Jakobshalle dauerte es an gewohnter Wirkungsstätte im Löhrenacker zwar einige Minuten, bis sich die Birstalerinnen sortiert hatten, doch ab Mitte des ersten Satzes lagen sie fast stets in Führung. Nach einem zwischenzeitlichen 12:12 überliessen sie dem als Titel-Mitkandidaten gehandelten Kanti bis zum Satzende (25:16) gerade noch vier Punkte. Dies vor allem deshalb, weil die Heimequipe druckvoller aufschlug und im Angriff Dora Grozer sowie Jessica Ventura effizienter punkteten als auf der Gegenseite Chantale Riddle und Korina Perkovac.

Eine Spielkonstellation, an der sich in Durchgang zwei (25:20) rein gar nichts änderte. Spannung und Stimmung kamen erst im dritten Abschnitt auf. Der Gast, der noch am Mittwoch beim 3:1-Sieg über Zagreb im Europacup genau so geglänzt hatte wie Sm'Aesch, stemmte sich nun energisch gegen die drohende klare Niederlage und hielt den Satz bis zum Stand von 19:19 offen. Die entscheidenden Punkte bis zum 25:21 und verwandelten Matchball machte aber wieder das Team von Headcoach Andreas Vollmer. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil es in der vermeintlichen Schwachstelle am Pass – die 16-jährige Annalea Maeder musste erneut die noch rekonvaleszente Taylor Tashima vertreten – ein Plus aufwies: Maeder, der fünf direkte Punkte gelangen, verteilte die Bälle besser als die erfahreneren Anna Mebus und Vivian Guyer auf Kanti-Seite.

Trotzdem nicht sorgenfrei

Nicht erstaunlich war deshalb, dass Vollmer nach Spielschluss zufrieden von «einer starken Sm'Aesch-Woche» sprach. 7:0-Sätze gegen Oudegem und Schaffhausen seien «doch ganz ordentlich». Ganz sorgenfrei ist der Deutsche derzeit dennoch nicht. Durch die Ausfälle von Solenn Fabien (Kreuzbandriss) und Tashima (Gehirnerschütterung) ist die Spielerinnendecke dünn geworden. Insbesondere das Fehlen einer erfahrenen ersten Zuspielerin bereitet ihm Kopfzerbrechen: «Annalea (Maeder; die Red.) macht ihre Sache ausgezeichnet. Fällt Taylor Tashima aber länger aus, wird es vor allem im Hinblick auf das chargierte Programm im Januar und dann auch auf die Playoffs schwierig.» Will heissen, dass ein Ersatz für die US-Amerikanerin schon in den nächsten Tagen zum Thema werden könnte. Am Mittwoch wird man nach einer genaueren medizinischen Untersuchung von Tashima vielleicht mehr wissen.

Erfreulich ist allemal der Blick auf die Tabelle. Durch den 3:0-Erfolg über die Munotstädterinnen übernahm Sm'Aesch zumindest nach Verlustpunkten wieder die Spitze vor Düdingen und Neuchâtel UC. Schaffhausen liegt bereits sechs Punkte zurück.

Und die nächsten beiden Ligapartien sind Pflichtaufgaben vor eigenem Publikum: Gegen Genf (Freitag, 20.00) sowie Franches-Montagnes (Sonntag, 17.00) sollten sechs Punkte drinliegen.

Sm'Aesch-Pfeffingen – Kanti Schaffhausen 3:0 (25:16, 25:20, 25:21) Löhrenacker. – 430 Zuschauer. – SR: Grieder/Sieber.

Aesch: Maeder (5 Punkte), Matter (8), Schottroff (7), Werfeli, Grozer (17), Zaugg (5), Ventura (11), Schwörer, Tupac, Saladin. Bemerkungen: Aesch ohne Tashima und Fabien.