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Schwierige Tage für die Aescher Volleyballerinnen

Thomas Wirz 21.01.2019

Ohne vier angeschlagene Stammkräfte unterliegt Sm'Aesch im Spitzenkampf Düdingen 0:3 Von Thomas Wirz

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch-Pfeffingen haben eine wahrlich bewegte Woche hinter sich. Nach der Mitte Woche durch die Rücktrittsankündigung ihres Präsidenten Werner Schmid ausgelösten Unruhe im Verein waren sie nun ausgerechnet vor der Wochenend-Doppelrunde mit den beiden Spitzenkämpfen gegen Neuchâtel UC (3:2-Sieg) und Volley Düdingen von Verletzungs- und Krankheitspech betroffen. Nachdem am Samstag in Neuenburg die beiden für Sm'Aesch kapitalen Angreiferinnen Dora Grozer und Jessica Ventura wenigstens noch in der Startformation standen, waren gestern im Duell des Tabellenersten gegen den Zweiten beide nicht mit von der Partie. Derweil Topskorerin Grozer krankheitshalber (Grippe) ausfiel, musste Diagonalangreiferin Ventura wegen einer Fussverletzung passen. Ohne gleich vier Stammspielerinnen standen die Birstalerinnen gegen das seit zehn Ligapartien ungeschlagene Düdingen vor einer höchst schwierigen Aufgabe.

Ungleiche Voraussetzungen

Schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass das Duell der beiden derzeit stärksten Schweizer Frauenteams gestern ein Vergleich mit zu ungleichen Voraussetzungen war. Die in bestmöglicher Aufstellung agierenden Freiburgerinnen übernahmen wenig überraschend von Beginn weg das Kommando, führten schnell mit 13:8 und gewannen den ersten Satz deutlich  25:17. In Durchgang zwei glich sich das Geschehen zur Freude der 660 Sm'Aesch-Fans auch dank den Punkten von Mittelblockerin Gabi Schottroff – sie war gestern stärkste Sm'Aesch-Akteurin – etwas aus, in Bedrängnis geriet der Gast mit den früheren Aescher Teamstützen Kerley Becker und Thays Deprati aber vorerst nicht. Zu stark trumpften Düdingens Offensivleaderinnen Danielle Harbin und Sabel Moffett auf, zu fehlerhaft trat die Heimequipe insbesondere in der Serviceannahme auf.

Erst im dritten Abschnitt leistete diese richtig beherzten Widerstand, nachdem Sm'Aesch-Headcoach Andreas Vollmer mit Captain Madlaina Matter, Schottroff, Livia Zaugg und Annalea Maeder – sie war im zweiten Satz für die Niederländerin Tess von Piekartz aufs Feld gekommen - mit vier Schweizerinnen spielen liess. Beim Stand von 15:16 und 19:20 kamen die Aescherinnen bis auf einen Punkt heran, ehe Dario Bettellos Team reagierte und sich mit dem glatten 3:0-Auswärtssieg (25:17, 25:18, 25:22) zum neuen Leader machte.

«Ich bin enttäuscht. Wir waren personell zwar geschwächt, hätten aber trotzdem besser agieren müssen», meinte Captain Matter nach der zweiten Saisonniederlage – beide Male hiess der Bezwinger Düdingen – leicht angesäuert. Lockerer sah es Cheftrainer Vollmer: «Es war mir zum vornherein klar, dass in dieser Zusammensetzung gegen ein starkes Düdingen wenig auszurichten ist. Ich bin im Gegenteil froh, dass wir in Neuchâtel schon ziemlich dezimiert gewonnen haben.»