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Ein heftiger Schuss vor den Bug

Paul Ulli 09.03.2019

Tabellenführer Sm'Aesch Pfeffingen geht im letzten Spiel der Qualifikationsrunde gegen Kanti Schaffhausen mit 0:3-Sätzen unter. Von Paul Ulli

Schaffhausen. Kanti Schaffhausen führt im Heimspiel gegen den Leader mit 2:0-Sätzen und liegt im dritten Durchgang mit 16:17 in Rücklage. Es war dies so quasi die letzte Möglichkeit für das in dieser Partie so arg gebeutelte Team von Head-Coach Andreas Vollmer diese bittere Niederlage noch abwenden zu können. Doch bis zum ersten verwerteten Matchball der Gastgeberinnen gelangen den völlig verunsicherten Baselbieterinnen gerade noch zwei Punkte. Und dies war nach dem bisherigen Spielverlauf nicht wirklich eine Ueberraschung, denn kaum eine Sm'Aesch-Spielerin erreichte an diesem Freitagabend auch nur annähernd ihre Normalform oder wie es der Trainer nach dem Spiel zusammenfasste: «es war ein ziemlich gebrauchter Tag».

Im Angriff konnten gerade mal Topskorerin Dora Grozer und ihre brasilianische Teamkollegin Jessica Ventura einige Akzente setzen, obwohl auch sie von einer an diesem Abend äusserst fehlerhaft und schwach agierenden Zuspielerin Tess von Piekartz zu wenig oft gut in Szene gesetzt wurden. Noch schlimmer erging es aber den beiden sonst zuverlässigen Mittelblockerinnen Madlaina Matter und Gabi Schottroff, die mit einer Null-Punkte-Quote völlig neben der Spur waren.

Wechsel ohne grosse Wirkung

Auch ein kurzfristiger Wechsel auf Nachwuchs-Passeuse Annalea Maeder brachte im zweiten Satz nicht die erhoffte Wirkung. Die in den letzten Spielen bereits gestärkt auftretenden Schaffhauserinnen hatten von Beginn an keine Mühe ihre Angriffe im gegnerischen Feld unterzubringen, da die Blockarbeit der Gäste diesen Namen nicht verdiente. Der Titelanwärter hatte im ganzen Spiel genau eine Möglichkeit das Geschehen eventuell noch zu seinen Gunsten wenden zu können, als man im ersten Satz nach einem 20:24-Rückstand die Nerven behielt und nochmals bis auf 23:24 herankam, dann aber den nächsten entscheidenden Punkt dem Gegner überlassen musste.

Es ist zwar nur eine ganz normale Niederlage in der Qualifikationsphase. Aber trotzdem eine die schwerwiegende Folgen haben könnte. Sollte nämlich Düdingen sein letztes Spiel, auch gegen Kanti Schaffhausen gewinnen, hätten die Fribourgerinnen in einer eventuellen Playoff-Final-Serie den Heimvorteil auf ihrer Seite. Doch soweit ist der potentielle Titelfavorit noch lange nicht, vor allem nach dieser äusserst bescheidenen Leistung in der Ostschweiz, welche man so schnell wie möglich aus den Köpfen bringen muss.

Zuerst steht nämlich das Viertelfinale gegen den VBC Cheseaux und vor allem der Cupfinal vom 30. März gegen Neuchâtel UC auf dem Programm. Und dort zählt es dann definitiv.

Kanti Schaffhausen – Sm'Aesch Pfeffingen 3:0 Sätze: 25:23, 25:19, 25:19

BBC-Arena. – 380 Zuschauer. – SR Schürmann/Auricht Kanti Schaffhausen: Perkovac, Riddle, Lowak, Mebus, Holaskova, Edberg (Libera), Klaric; Pavlovic, Wagner, Guyer, Smiljakovic.

Sm'Aesch Pfeffingen: Matter, Grozer, Schottroff, Ventura, Zaugg, Tupac (Libera), von Piekartz; Chrtianska, Maeder, Werfeli, Saladin.