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Sm'Aesch schlägt Kanti und steht mit einem halben Bein im Final

Thomas Wirz 27.03.2019

Starke Birstalerinnen gewinnen den ersten Playoff-Halbfinal mit 3:0 Von Thomas Wirz

Aesch. Es ist der bis anhin wichtigste Sieg für Sm'Aesch-Pfeffingen in der Spielzeit 2018/2019. Mit 3:0 (25:21, 25:21, 25:17) gewinnen die Baselbieter Volleyballerinnen das Hinspiel des Playoff-Halbfinals gegen Kanti Schaffhausen sehr souverän und dürfen nach dem Verwandeln des ersten Matchballs ausgelassen jubeln. Die Löhrenacker-Halle wird zum Tollhaus, in dem das Heimteam von den 700 Fans mit einer Standing Ovation gefeiert wird.

Bis es so weit war, musste der leichte Favorit im Duell des Vorrundenzweiten gegen den Dritten indes zumindest zwei Sätze lang ordentlich arbeiten und einen schwierigen Beginn überstehen.Er startete nämlich hypernervös in die kapitale Partie und lag nach wenigen Minuten 2:7 und danach beim zweiten Technischen Time-Out 12:16 hinten. Dank einer Serviceserie von Gabi Schottroff und acht Punkten im Startabschnitt von Dora Grozer drehte Sm'Aesch aber den ersten Durchgang noch und gewann ihn 25:21.

Genau das gleiche Szenario im zweiten Akt: Der Gast lag mehrheitlich vorne, die Baselbieterinnen kämpften sich jedoch wiederum zurück und zeigten vom 20:20 bis zum 25:21 einen beeindruckenden Finish. In dieser vorentscheidenden Phase überzeugte der amtierende Vizemeister insbesondere durch starke Aufschläge und Effizienz im Abschluss (Grozer und Monika Chrtianska). Er profitierte allerdings auch davon, dass sich das eigentlich erfahrenere Team aus der Munotstadt als wenig nervenstark erwies und die angeschlagene Hauptangreiferin Chantale Riddle sichtlich unter ihren Möglichkeiten blieb. Zuletzt eine klare Sache Durchgang drei wurde zur Freude des Heimpublikums zu einer Demonstration der spielerischen Stärke seitens der Equipe von Headcoach Andreas Vollmer.  Der mit immerhin sieben(!) Ausländerinnen bestückte Gegner wurde jetzt deutlich dominiert und phasenweise vorgeführt. Nationalspielerin Schottroff glänzte mit starken Serviceeingaben, Diagonalangreiferin Jessica Ventura steigerte sich in der Offensive ebenso wie Madlaina Matter am Block. Klar stärkste Sm’Aesch-Akteurin war aber ein Mal mehr Topskorerin Grozer mit insgesamt 21 direkten Punkten. «Obwohl Dora (Grozer, Anm. d. Red.) klar am meisten punktete bei uns, war es ein Sieg des Kollektivs. Wir haben gut geblockt und aufgeschlagen und halt auch die wichtigen Punkte gemacht», meinte Sm’Aesch-Capitaine Matter nach dem dritten 3:0-Playoff-Sieg in Folge sehr zufrieden.         Die Ausgangslage für das erst am Samstag in einer Woche stattfindende Rückspiel bei Kanti ist für das Baselbieter Spitzenteam nun vielversprechend. Ein zweiter Sieg, egal in welcher Höhe – das Satzverhältnis spielt in den Playoffs keine Rolle –, würde in der Best-of-Three-Serie für den vierten Finaleinzug in Folge schon genügen. Im Falle einer Niederlage in der BBC-Arena würde tags darauf eine Belle den Playoff-Halbfinal entscheiden, wobei Sm’Aesch Heimrecht im Löhrenacker hätte. Zuvor folgt übermorgen aber der erste grosse Saisonhöhepunkt, wenn die Rosaroten im Cupfinal in Freiburg auf Neuchâtel UC treffen.   Sm’Aesch-Pfeffingen – Kanti Schaffhausen 3:0 (25:21, 25:21, 25:17)    Löhrenacker. – 700 Zuschauer. – SR: Wiederkehr/Kälin. Aesch: Von Piekartz (3 Punkte), Maeder, Matter (7), Schottroff (6 ), Werfeli, Grozer (21), Chrtianska (9), Zaugg (1), Ventura (9), Tupac, Saladin. Kanti: Guyer, Mebus, Zwanenburg, Holaskova, Lovak, Wagner, Perkovac, Riddle, Klaric, Smiljkovic, Edberg, Pavlovic. Bemerkungen: Aesch ohne die seit längerem verletzten Tashima, Fabien und Schwörer. Nach dem Spiel wird Dora Grozer vom Onlineportal Volley1 als MVP (wertvollste Spielerin) der Saison ausgezeichnet.