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Neuchâtel stiehlt Sm'Aesch Pfeffingen die Eier aus dem Osternest

Paul Ulli 22.04.2019

In der dritten Partie dieser Best-of-Five-Finalserie verliert Sm'Aesch Pfeffingen sein Heimspiel gegen NUC nach einer schwachen Teamleistung mit 0:3 und steht am Mittwoch im vierten Spiel in Neuenburg unter Siegzwang. Von Paul Ulli

Aesch. Trotz der vom Volleyball-Verband nicht wirklich Zuschauer freundlich gewählten Anspielzeit, fanden über 1400 Volleyballfans an diesem Ostermontag den Weg in die Aescher Löhrenackerhalle um bei diesem dritten Playoff-Finalspiel mit dabei zu sein. Und alle diese erwartungsfrohen Volleyball-Freunde staunten nicht schlecht über den pitoyablen Start des Heimteams. Nichts, aber auch gar nichts gelang den Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen. Im Angriff konnte man weder bei Topskorerin Dora Grozer noch bei der Brasilianerin Jessica Ventura Zählbares notieren. Da auch die Blockarbeit von Gabi Schottroff und Capitaine Madlaina Matter mehr als mangelhaft war und auch Libera Kirsten Tupac überhaupt nicht in diese eminent wichtige Partie fand, schien dieser Startsatz beim Spielstand von 11:18 zu Gunsten von Neuchâtel UC vorentschieden.

Doch wie von Geisterhand fanden die Baselbieterinnen doch noch den Zugriff in dieses Spiel und nach einer Acht-Punkte-Service-Serie von Grozer plötzlich mit 20:18 und wenig später satzballmässig mit 24:23 in Führung! Doch im entscheidenden Moment hatten bei den Gästen wieder Kyra Holt und Topskorerin Tia Scambray die zündenden Ideen und machten die für den Satzgewinn notwendigen Punkte.

Ähnliches Szenario in Durchgang Nummer Zwei

Auch im zweiten Satz erlebten die Zuschauer einen nahezu identischen Spielverlauf. Zwar lag die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer nie mit mehr als vier Punkten im Hintertreffen (9:13), doch irgendwie war die Fehlerquote immer noch viel zu hoch. Und wie schon im ersten Satz legten die Gastgeberinnen einen veritablen Endspurt hin und hatten beim Spielstand von 24:23 erneut einen Satzball! Doch just in dieser Phase war es Libera Tupac, welche den Gästen die 2:0-Satzführung praktisch als verspätetes Ostergeschenk überreichte.

Als dann im dritten Satz Sm'Aesch endlich den Faden gefunden hatte, griffen die beiden Schiedsrichter mit einigen zweifelhaften Entscheiden zu Ungunsten der Baselbieterinnen ins Geschehen ein und beim Spielstand von 18:23 schien dieses Finalspiel definitiv entschieden. Doch wie schon in den beiden vorangegangenen Sätzen drehte Sm'Aesch Pfeffingen nochmals auf und kam bis auf 21:23 heran. Doch ein Fehler der ansonsten besten Sm'Aesch-Spielerin Livia Zaugg besiegelte die bittere und vielleicht vorentscheidende Heimniederlage.

Die Ernüchterung stand den Spielerinnen und dem ganzen Staff nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben, denn jetzt brauchen die Baselbieterinnen zwei Siege aus ebenso vielen Spielen, um den Traum vom Meistertitel noch verwirklichen zu können.  

Sm'Aesch Pfeffingen – Neuchâtel UC  0:3 Sätze: 24:26, 24:26, 21:25

Löhrenacker. – 1440 Zuschauer (Rekord). – SR Weinberger/Sikanjic Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Schottroff, Tupac (Libera), Chrtianska, Matter, Grozer, Ventura; Werfeli, Zaugg, Saladin, Maeder.

NUC: Halter, Holt, Dalliard (Libera), S. Troesch, Girard, Scambray, Bettendorf; Pierret, Petitat, C. Troesch, Lengweiler, Staffelbach. Bemerkungen: Sm'Aesch Pfeffingen ohne Fabien und Schwörer (beide rekonvaleszent). NUC ohne Suriano (abwesend).