Sieben Fragen an die Gemeindepräsidenten

 

Marianne Hollinger

Gemeindepräsidentin von Aesch

 

Sven Stohler

Gemeindepräsident von Pfeffingen

1. Was bedeutet der Volleyballclub Sm’Aesch Pfeffingen für Ihre Gemeinde Aesch?

1. Was bedeutet es für ein Dorf wie Pfeffingen mit 2500 Einwohnern, regelmässig im Zusammenhang mit einem NLA-Verein genannt zu werden?

 

Allerbeste Standort-Werbung! Aesch wird mit Sport, Spass und Erfolg in Verbindung gebracht! Etwas besseres könnte uns nicht passieren Dazu die vorbildliche Jugendarbeit, Ein rundum grossartiger Beitrag von Sm’Aesch-Pfeffingen für unser Aesch bigott! 

   

Wir sind natürlich sehr stolz darauf, an einem solch sportlichen Erfolg zumindest namentlich erwähnt zu sein. Es zeigt, dass auch an Orten mit weniger Einwohnerinnen und Einwohner erfolgreiche sportliche Tätigkeiten stattfinden können, das erhöht auch unsere Wohnattraktivität. 

 

2. Verraten Sie uns ein kleines Geheimnis? Gibt es im Jahresbudget der Gemeinde Aesch jeweils auch einen kleinen Posten namens Sm’Aesch Pfeffingen?

 

2. Angenommen, es findet am gleichen Tag zur gleichen Zeit das entscheidende FCB-Spiel um den Meistertitel und ein Heimspiel von Sm’Aesch Pfeffingen statt. Wo treffen wir Sie an?

Ja, rund Fr. 10‘000 pro Jahr im Rahmen des Aescher Jugendförderkonzeptes.(insgesamt für alle Vereine Fr. 50‘000 pro Jahr) . Das reicht leider bei weitem nicht aus, doch soll der Beitrag Zeichen sein von Wertschätzung gegenüber der riesigen Freiwilligenarbeit.  

   

Sie werden mich sicher beim Spiel von Sm`Aesch Pfeffingen antreffen. Ich besuche, wenn immer ich kann, zusammen mit meiner Frau die Heimspiele von Sm`Aesch Pfeffingen.

3. Nicht nur Sportlerinnen und Sportler kennen auch Niederlagen, sondern ebenso ihr Menschen in der Politik? Gab es in Ihrem bisherigen politischen Leben so etwas, was Sie als Ihre schwerste politische Niederlage bezeichnen würden?

  

3. Nicht nur Sportlerinnen und Sportler kennen auch Niederlage, sondern auch ihr Menschen in der Politik? Gab es in Ihrem bisherigen politischen Leben so etwas, was Sie als Ihre schwere politische Niederlage bezeichnen würden?
...dass das Schwingfest nicht kommt? Na ja, das  würde ich eher als Enttäuschung bezeichnen, wie auch damals im 2009, als  der Quartierplan Obereggpark abgelehnt wurde.    

Nein, glücklicher Weise war ich noch nie bisher in solch einer Lage. Letztendlich vertrete ich auch die Interessen der Gemeindebevölkerung und nicht meine eigenen Interessen. Logisch, ich bin ehrgeizig und freue mich, wenn meine Anliegen Resonanz finden und bei der Bevölkerung ankommen.   

  

4. Wem schauen Sie lieber zu – einem Volleyballmatch von Sm’Aesch Pfeffingen oder einem Schwingfest?

  

4. Was ist das Schönste an Ihrer Aufgabe als Gemeindepräsident?
Was soll ich da sagen? Die kräftigen „Bösen“ beeindrucken mich schon....also alle drei Jahre im Hochsommer dem Schwingfest, die übrige Zeit Sm’Aesch-Pfeffingen. 

Die schönste Aufgabe besteht darin, etwas für das Gemeinwesen bewirken zu können, an etwas Wichtigem beteiligt sein zu können, mich engagieren zu können. Zudem gibt es nichts schöneres, als mit guten Personen der Verwaltung und mit engagierten Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat all unsere Aufgaben zielgerichtet und erfolgreich verwirklichen zu können.  

  

5. Was ist das Schönste an Ihrer Aufgabe als Gemeindepräsidentin?

5. Das Leben besteht aus Geben und Nehmen – wie sieht es aus in diesem Kreislauf zwischen Ihrer Gemeinde und dem Volleyballclub?

  

Die Nähe zur Bevölkerung. Und dass man am Dienstag an der Gemeinderatssitzung entscheiden, und am Mittwoch umsetzen kann. Im Kanton oder erst recht im Bund dauert alles unglaublich lange. Ueberhaupt finde ich das Gemeindepräsidium das beste aller politischen Ämter! 

Geben und nehmen?  Meinen sie das ausschliesslich finanziell?  Ja wir geben , wir engagieren uns für die Jugend, für den Sport, denn wir sehen darin nur Vorteile. Sportlich engagierte Personen haben Ziele, haben Beschäftigung, haben Aufgaben, haben Belastungen, haben Engagement. Sie alle haben aber auch Freude an dieser Tätigkeit und genau so etwas unterstützen und fördern wir sehr gerne. Wir nehmen zur Kenntnis und freuen uns über den Erfolg des ganzen Vereins von Sm`Aesch Pfeffingen. Viele Leute helfen mit, diesen Verein so zu gestalten, so wie er sich aktuell präsentiert, darauf sind wir auch sehr stolz.

    

6. Und wo drückt der Schuh am meisten?

  

6. Wie sieht es bei Ihnen selber aus mit Sport? 

Aktuell im Dorfzentrum. Coop, Migros, Gemeinde und BLT haben eine attraktive Neugestaltung mit grösseren Läden und neuem Tramhüüsli fix fertig geplant. Nun stoppt jäh eine Einsprache das Projekt. Wir geben aber nicht auf, den Volleyballerinnen gleich kämpfen wir bis zum Schluss. Noch ist das Spiel nicht abgepfiffen! 

  

Früher war ich wesentlich aktiver, aktuell halte ich mich fit für den Alltag. Ich bewege mich viel, bin viel draussen an der frischen Luft und versuche gesund zu leben
7. Gibt es übrigens auch die aktive Sportlerin namens Marianne Hollinger?

7. Aesch und Pfeffingen teilen sich einen namhaften Volleyballverein. Darf man in diesem Kontext überhaupt ganz leise die Frage nach der Idee einer Gemeindefusionen stellen, oder stampfen wir da fadengerade in ein Fettnäpfchen?

  

Ich bin nun nicht mehr aktiv im Volleyballtraining, mit viel Spass ab und zu beim Beachen, im Fitness und im Winter beim Skifahren.

Erfolgreiche Vereinsarbeit ist nicht gleichbedeutend wie eine Gemeindefusion. Im Volleyball wurden die Kräfte rechtzeitig gebündelt, hier zeigte sich auch alsbald der Erfolg. Es ist aber auch ganz klar ein Erfolg von vielen hoch engagierten Personen. Die Gemeinden fusionieren nur, wenn die Eigenständigkeit absolut nicht mehr gewährt werden kann oder die finanziellen Mittel nicht mehr vorhanden sind. In Pfeffingen lautet das Motto jedoch : Wir sind klein, aber fein. Unsere Devise lautet grundsätzlich:  Eigenständig in allen Belangen, die möglich sind, eine gute Zusammenarbeit überall wo es sinnvoll und notwendig ist. Falls Aesch jedoch mit uns zu unseren Konditionen fusionieren will……. wären wir sicher offen für Gespräche….. (schmunzeln ??)  

  

Die Interviews zusammengestellt hat Josef Zindel, Kommunikationsleiter von Sm'Aesch Pfeffingen.