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Starkes Sm'Aesch überfährt Kanti und steht im Final

Thomas Wirz 07.04.2019

Die Birstalerinnen gewinnen im Playoff-Halbfinal gegen Schaffhausen auch das Rückspiel 3:0 und treffen im Final auf Neuchâtel Von Thomas Wirz, Schaffhausen.

Die Volleyballerinnen von Sm'Aesch-Pfeffingen stehen zum vierten Mal in Folge im Playoff-Final. Nach dem glatten 3:0-Heimsieg im ersten Halbfinalduell mit Kanti Schaffhausen traten sie im Rückspiel in der BBC-Arena noch überzeugender auf und setzten sich in bloss 71 Minuten zum zweiten Mal mit dem Volleyball-Höchstresultat durch. Die Equipe von Cheftrainer Andreas Vollmer war dabei so überlegen, dass sie in keinem Moment Gefahr lief, auch nur einen Satz abgeben zu müssen. Und zeigte sich gleichzeitig bestens erholt von der Cupfinal-Enttäuschung in Fribourg.

Nach den zwei schwierigen Vorrundenpartien in der Munotstadt (aus Sicht von Sm'Aesch 3:2 und 0:3) und dem sehr durchzogenen Kanti-Auftritt im Halbfinalspiel eins vor zehn Tagen, musste eigentlich mit einem Startfurioso des unter Druck stehenden Heimteams gerechnet werden. Doch von einem Ostschweizer Feuerwerk war dann rein gar nichts zu sehen. Im Gegenteil: Schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass der Aescher Headcoach seine Hausaufgaben besser als Kanti-Trainer Nicki Neubauer erledigt hatte.

Die Birstalerinnen griffen von Beginn weg nämlich sehr variantenreich an, wobei insbesondere die im Cupfinal noch enttäuschenden Jessica Ventura und Monika Chrtianska Duftmarken setzten und für Verwirrung beim Vorrundendritten sorgten. Hatte der wohl erwartet, dass in der Sm'Aesch-Offensive erneut das Meiste über die im Hinspiel überragende Dora Grozer laufen würde, so verteilte Passeuse Tess von Piekartz dieses Mal die Bälle weit geschickter als vor Wochenfrist bei der Cupfinal-Enttäuschung gegen Neuchâtel.

Und weil die Sm'Aesch-Serviceannahme mit insgesamt nur sechs Wacklern gut funktionierte, standen die Gastgeberinnen schon im Startabschnitt konstant unter Druck. Nach 8:5 und 16:9-Führungen bei den zwei Technischen Time-Outs gewann der Gast so den ersten Durchgang sicher mit 25:20.

Der zweite Akt verlief anfänglich ausgeglichener, doch nachdem der Favorit aus einem 10:11 ein 14:11 gemacht hatte, verloren Neubauers Spielerinnen den Faden komplett. Gleiches Szenario in Satz drei: Dank einigen schönen Punkten der sonst kaum auffallenden Kanti-Hauptangreiferin Chantale Riddle führte die Heimequipe mit 9:8, kam dann aber gegen den starken Sm'Aesch-Block mit der defensiv überragenden Gabi Schottroff (sieben direkte Blockpunkte) kaum mehr durch. Eine Neunpunkte-Serviceserie von Dora Grozer vom 15:13 zum 24:13 bedeutete in der Folge die endgültige Entscheidung in der unerwartet einseitigen Partie.

Starkes Kollektiv

«Wir sind nach der bitteren Pille im Cupfinal wieder auferstanden, haben heute hart gearbeitet und geliefert», fasste Uebungsleiter Vollmer den starken Kollektivauftritt seines Teams nach der Finalqualifikation zusammen. Treten die Baselbieterinnen in der Finalissima gegen Neuchâtel UC ähnlich entschlossen und ohne schwachen Punkt – ein Sonderlob verdiente in der BBC-Arena etwa auch Libera Kristen Tupac – auf, haben sie gute Chancen, dass der vierte Anlauf im Titelrennen endlich der richtige sein könnte.

Bereits am Donnerstag (Löhrenacker, 19.30) kommt es zum ersten Finalspiel, wobei Sm'Aesch als das in der Qualifikation besser klassierte Team das Heimrecht hat. Am Samstag folgt die zweite Partie in der Neuenburger Riveraine-Halle, bevor es in der Best-of-Five-Finalserie erst am Ostermontag mit Spiel drei im Löhrenacker weitergehen wird. 

Kanti Schaffhausen – Sm'Aesch-Pfeffingen 0:3 (20:25, 17:25, 16:25) BBC-Arena. – 460 Zuschauer. – SR: Schürmann/Sikanijc. Kanti: Mebus, Guyer, Wagner, Holaskova, Riddle, Perkovac, Lowak, Klaric, Edberg. Aesch: Von Piekartz (4 Punkte), Maeder, Matter (6), Schottroff (10), Werfeli (1), Grozer (14), Chrtianska (10), Zaugg, Ventura (14), Tupac, Saladin. Bemerkungen: Aesch ohne die rekonvaleszenten Tashima, Schwörer und Fabien.