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Sm'Aesch Pfeffingen macht den ersten wichtigen Schritt

Paul Ulli 11.04.2019

In der Best-of-Five Playoff-Finalserie gewinnt Sm'Aesch Pfeffingen die erste Partie in heimischer Halle gegen Neuchâtel UC mit 3:1-Sätzen und legt damit im Meisterrennen vor. Von Paul Ulli

Aesch. Es war alles angerichtet an diesem Abend in der Löhrenackerhalle in Aesch. Fast tausend Zuschauer, die Mehrheit logischerweise Anhänger des Heimteams, sorgten für eine unglaubliche, aber absolut finalwürdige Stimmung. Doch der Start von Sm'Aesch Pfeffingen fiel dann ziemlich wackelig aus und mündete gar in einem 0:3-Rückstand, der aber nur wenige Ballwechsel später korrigiert war und sogar in einen knappen Vorsprung verwandelt wurde (8:6). Danach wogte das Spielgeschehen resultatmässig auf und ab, doch kein Team konnte sich entscheidend absetzen, sodass beim Spielstand von 22:22 noch jeder Ausgang möglich war. Nach einem misslungenen Angriff von Madlaina Matter und einem sehr glücklichen Punkt hatten die Neuenburgerinnen gleich zwei Satzbälle, welche aber dank generösem Einsatz der ganzen Gastgeber-Mannschaft abgewehrt werden konnten und die Sm'Aesch Pfeffingen-Fans nur wenig später den Satzgewinn bejubeln konnten.

Es waren in dieser wichtigen Phase dieser Partie vor allem Topskorererin Dora Grozer und Jessica Ventura, welche ihren Antipoden Martenne Bettendorf und Tia Scambray auf der anderen Seite des Netzes Paroli boten und für den weiteren Spielverlauf Selbstvertrauen tankten.

 

Starke Schottroff

Die Sm'Aesch-Spielerinnen nahmen den Schwung des Satzgewinns mit in Durchgang Zwei und lagen schnell mit 6:3 voraus. Es war vor allem Gabi Schottroff, welche mit ihrer Blockarbeit zusammen mit der Brasilianerin Ventura ihre Gegnerinnen schier zur Verzweiflung brachten. Auf der Resultattafel leuchtete danach, trotz eines zwischenzeitlichen Rückstandes, ein veritabler 5-Punkte-Vorsprung auf (18:13) auf. Jetzt waren die mit Livia Zaugg anstelle von Monika Chrtianska spielenden Gastgeberinnen nicht mehr zu stoppen und Passeuse Tess von Piekartz verteilte die Bälle auf ihre Angreiferinnen schon fast unwiderstehlich, sodass die Satzführung relativ sicher auf 2:0 ausgebaut werden konnte.

Auf Neuenburger Seite versuchte es Trainerin Lauren Bertolacci mit einem Wechsel am Pass und Nationalmannschafts-Zuspielerin Méline Pierret ersetzte, allerdings ohne grosse Wirkung, die noch am Cup-Final gross aufspielende Sarah Troesch.

Neuchâtel unter Druck

Auch der Start in den dritten Satz verlief für die Baselbieterinnen nach Mass (5:1), denn Zaugg war punktemässig mehr als ein Ersatz für die sonst zuverlässige Chrtianska. Doch ganz offensichtlich darf der Vorsprung beim Team von Head-Coach Andreas Vollmer nicht zu gross sein, denn plötzlich schlichen sich kleine Fehler ein, welche die Gäste sofort zu nutzen wussten und ihrerseits mit 15:11 vorlegten und alles versuchten den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen. Beim Heimteam versuchte es Trainer Vollmer mit einem Wechsel am Pass und Annalea Maeder kam für von Piekartz. Doch diese Massnahme fruchtete nicht mehr und die Neuenburgerinnen konnten satzmässig verkürzen.

Doch dieser Satzverlust weckte die etwas lethargisch wirkenden Sm'Aesch-Akteurinnen wieder und nach einem 8:10-Rückstand liessen Ventura, Grozer und die gross aufspielende Zaugg nichts mehr anbrennen und holten sich im starken Kollektiv den Sieg und können am Samstag mit geschwellter Brust an den Neuenburgersee reisen, wo die zweite Final-Playoff-Partie um 17.30 in der Riveraine-Halle angepfiffen wird..

«Wir haben den Gegner nie ins Spiel kommen lassen, haben ihnen mit unserer erfolgreichen Blockarbeit den Schneid abgekauft und wollen morgen so weitermachen» sagte eine richtig zufriedene Schottroff nach dem Spiel und Trainer Vollmer ergänzte: «Einen Sieg haben wir, den nimmt uns niemand mehr! Aber wir wollen mehr!»          

Sm'Aesch Pfeffingen – Neuchâtel UC  3:1 Sätze: 28:26, 25:18, 21:25, 25:17 Löhrenacker. – 983 Zuschauer. – SR Grellier/Rüegg

Sm'Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Grozer, Matter, Schottroff, Ventura, Tupac (Libera), Chrtianska; Zaugg, Werfeli, Maeder, Saladin. NUC: Holt, Dalliard (Libera), S. Troesch, Scambray, Bettendorf, Halter, Suriano, Pierret, C. Troesch, Staffelbach, Petitat, Lengweiler, Girard, Wigger (Libera). Bemerkungen: Sm’Aesch ohne Fabien und Schwörer (verletzt)