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Seit immer dabei Catherine Brunold-Hollinger

Seit über 20 Jahren gibt es Sm’Aesch Pfeffingen, seit über 20 Jahren ist Catherine BrunoldHollinger dabei. Sie hat „sicher eine Million Linien für Mini-Turniere abgeklebt“, ist als Spielerin in die NLB aufgestiegen und hat als Trainerin mit Maja Storck zu Miley Cyrus getanzt. Nun tritt sie nach über 15 Jahren im Vorstand zurück. Ein Gespräch über Volleyball als Lebensschule und Bus-Stopps im McDonalds.


Von Fabio Back, 16. Juni 2021

Fabio: Was mich am Volleyball fasziniert: Nach jeder noch so banalen Finte in der 5. Liga oder in einem U19-Spiel ballen Spielerinnen die Faust oder schreien vor Freude.

Catherine: Es ist super toll, dass jeder Punkt zelebriert wird. Ich schaue zum Beispiel viel internationales Top-Volleyball und stelle fest, dass dort genauso gefeiert wird wie bei unseren U13 Mädchen. Es ist so schön zu sehen, wenn sich die Kleinsten 100 mal pro Spiel freuen können. Aber weisst du was? Das muss man auch lernen. Die ganz Kleinen sind manchmal noch sehr verhalten. Und müssen sich an diese – so wichtige – Körpersprache zuerst gewöhnen.

Wenn Spielerinnen nach einem Sieg in der 4. Liga vor Freude im Kreis hüpfen, wenn Fans und Familien mit den Spielerinnen mitleiden, dann kann der – vielleicht manchmal herausfordernde – Alltag vergessen werden.

Sport ist die beste Prävention für viele Sachen. Als Spielerin gehst du ins Training, kannst eineinhalb Stunden den Kopf abschalten und dich auf den Sport konzentrieren. Ebenfalls faszinierend finde ich, dass es eine unglaublich athletische Sportart ist, die aber auch viel Intelligenz erfordert. Das ist eine Kombination, die ich sonst aus keiner anderen Sportart kenne. In anderen Sportarten kannst du den Ball fangen, stoppen, halten, überlegen. Im Volleyball musst du dich aber innerhalb von Millisekunden entscheiden.

Und dann machst du auch noch Freundinnen fürs Leben.

Genau. Ich habe noch sehr viel Kontakt mit ehemaligen Mitspielerinnen. Teilweise sogar noch aus meiner U13-Zeit. Dank prägenden Erlebnissen, die ich nie vergessen werden. Gerade weil die Erlebnisse als Spielerin oder Trainerin so emotional waren. Spannend finde ich auch, dass Volleyballerinnen auch im späteren Leben sehr gut funktionieren. Sie sind sich gewohnt, zusammenzuarbeiten. Sie sind sich gewohnt, schnelle Entscheidungen zu treffen. Sie sind sich gewohnt, gemeinsam zu feiern. Es sind immer sehr patente Menschen.

Das sind auch eminent wichtige Eigenschaften fürs Job-Leben.

Wie gehe ich mit den Emotionen um? Welche Kompromisse gehe ich ein? Volleyball ist eine gute Lebensschule. Ich finde es deshalb auch immer interessant zu beobachten, was aus ehemaligen Juniorinnen wird.

Was hast du persönlich in dieser Lebensschule gelernt?

Als Spielerin musste ich lernen, dass jeder und jede seine Stärken hat und der Fokus auf diese Stärken gelegt werden sollte. Aber auch, dass andere in gewissen Dingen einfach besser sein können. Wie gehe ich damit um, wenn jemand besser ist? Wie gehe ich damit um, wenn ich mal ausgewechselt werde?

Als Trainerin hast du wahrscheinlich gelernt zu führen und Verantwortung zu übernehmen.

Ja. Aber auch, nicht zu fest aus den Emotionen zu entscheiden. Sondern sachlich zu bleiben. Und das ist ganz, ganz schwierig, weil es ja immer um Menschen geht.

Du hast vorhin von prägenden und unvergesslichen Erlebnissen gesprochen. Was war für dich die emotionalste Geschichte in den letzten Jahren?

Als Coach waren es wohl die verschiedenen Schweizermeisterschaften mit den Juniorinnen. Einen Final zu coachen, ist sehr emotional. Also auf eine tolle Art emotional. Die ganze Nervosität, das Mitleiden mit den Mädchen, die vor Anspannung fast umkippen. Einen Final haben wir übrigens mal gewonnen, die anderen verloren.

Und als Spielerin bleiben wohl auch die unzähligen Momente neben dem Feld in Erinnerung, oder?

Genau. Diverse Sommerlager sind mir in bester Erinnerung. Mit dem ganzen Drumherum. Wir haben neben den vielen Trainings beispielsweise immer „Bunti Öbe“ organisiert. Die Spielerinnen haben alles vorbereitet, die Trainerinnen und Trainer mussten alles mitmachen.

Zum Beispiel?

Hannes musste mal die Mädchen schminken. Stohli musste mit Fabian ringen. Ich musste die Treppen hoch und runter rennen, um Äpfel einzusammeln. Einmal musste ich mit Maja Storck ein Video von Miley Cyrus nachspielen. Und so weiter. Da kommen unzählige Erinnerungen hoch. Und eine Zeit lang waren auch die Busfahrten mit dem 1.Liga-Team legendär.

Bitte erzähl mehr.

Es war laut und lustig. Wir gingen immer in den McDonalds. Ganz schlimm. Aber es war immer ein Spiel, wer das erste „M“-Zeichen sieht. Ja, wir waren halt jung. Wir haben aber auch auf dem Feld tolle Momente erlebt. Wir sind zum Beispiel mal in die NLB aufgestiegen. Das werde ich auch nicht vergessen. Ah, und ich war mal mit dem NLA-Team als Teammanagerin im Europacup unterwegs. Keine Ahnung, wie ich eigentlich zu dieser Aufgabe gekommen bin. Wir waren unter anderem in Bilbao und in Tel Aviv. Das war ein sehr spannender Einblick in die Welt des Spitzensports. Von Kids Volley bis Spitzenvolleyball in
Israel habe ich ziemlich alles gemacht bei Sm’Aesch.

Du hast dich über so viele Jahre bei Sm’Aesch engagiert. Als Spielerin, als Trainerin, als Vorstandsmitglied. Ich finde das unglaublich beeindruckend. Was war dein Antrieb über all die Jahre?

Ich finde, dass alle ein bisschen etwas für die Gesellschaft machen sollten im Leben. Ich spüre eine gewisse soziale Verantwortung, die ich wahrnehmen möchte. Denn wenn alle immer nur konsumieren, funktioniert es nicht. Vor allem hat mich aber auch die Jugendarbeit stets motiviert. Die Arbeit mit den jungen Spielerinnen und den motivierten Trainerinnen ist sehr
bereichernd. Und das Schönste ist, dass in einem Verein so immer wieder neue Menschen nachkommen, die sich engagieren und so das Vereinsleben weiterführen.

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